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Freitag, 16. März 2018
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"Hat Pharao Ramses bereits
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SYNESIS-Magazin
Nr. 1/2018 ist erschienen:

SYNESIS-Magazin Nr. 4/2016

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Sonnenheiligtum in der Lausitz
in Gefahr!
(Wilfried Augustin)

Die Anregung zu diesem aktuellen Artikel stammt von Rainer Schuhmann, der auch mit den Bürgern vor Ort sprach. Vielen Dank nach Dresden!

Die Anlage ist vielleicht 6000 Jahre alt oder älter. Es wird jedoch jetzt aktuell Zeit, darüber zu berichten, und das eilig. Klingt komisch, denn etwas, das 6000 Jahre hält, sollte doch eigentlich noch eine Weile stehen. Weit gefehlt. Die Anlage ist bedroht. Wir Menschen von heute bedrohen leider nicht nur Tiere, Biotope und die Landschaft, sondern auch so ein so altes Kulturmonument.

Worum geht es? Wir sprechen vom Sonnenheiligtum von Pließkowitz/Kleinbautzen in der Oberlausitz. Umgangssprachliche Bezeichnung: Teufelsstein von Pließkowitz. Es ist ein natürlicher Hügel mit riesigen Steinen oben drauf, die offensichtlich von Menschen, unseren Vorfahren, gesetzt und in Position gebracht wurden.

Wie sie das gemacht haben, ist unklar, denn die Steine sind viele Tonnen schwer. Es ist das gleiche Rätsel, wie bei den vielen anderen megalithischen Anlagen in Europa. Sie stehen da, und es ist schwer erklärbar, wie der Steintransport ablief.

Das Warum ist schon erklärbarer. In unserem Fall, der Steine von Kleinbautzen, geht es um eine Messanlage für die Erdbewegung. Die Steine wurden so aufgebaut, dass ein definierter Spalt zwischen den Steinen entsteht, und dann noch ein Deckstein darüber angebracht. In der entstandenen Felsöffnung bewegt sich die Sonne an den Sonnenwendtagen. Die Bestimmung der Sonnenaufgangs- und Unterganspunkte in Bezug auf spezifische Geländemerkmale, z. B. Berggipfel, dokumentieren, ob die Erde noch „rund“ läuft. Warum das den Menschen so wichtig war, darauf komme ich noch.

Woher kommt nun die Bedrohung der Anlage? Leider befindet sich neben dem Sonnenheiligtum ein Steinbruch. Bei der Steingewinnung fällt Abraum an. Der wird an einer Stelle aufgeschichtet, die demnächst den Horizont der Sonnenmessung verdecken wird. Ganz einfach: Wenn weiter so aufgeschichtet wird, scheint die Sonne nicht mehr durch den Messspalt. Dann wäre dieser Messpunkt unserer Erdmechanik, den unsere Vorfahren so mühsam aufgebaut haben, kaputt.

Na und, werden die einen sagen, wen stört das. Die Erde läuft doch seit Jahrhunderten perfekt rund. Und außerdem haben wir doch ausreichend hoch bezahlte Wissenschaftler, die die Erdbewegung wissenschaftlich messen. Wir brauchen also diese Steine nicht. Wichtiger ist doch, dass eine Firma Profit macht und Arbeitsplätze gesichert sind. Das stimmt leider aus dieser Sicht. Zudem scheint auch alles legal vor unserem heutigen Gesetz.

Aber sollte man alles machen, was legal ist? Nein, sagen die anderen, hier wird eine uralte Anlage zerstört. Etwas, das 6000 Jahre existierte und unseren Vorfahren heilig war. Der Sorbischen Volksgruppe ist es noch heute heilig. Wie kann man so etwas einfach zerstören? Würden wir etwa heute eine Kapelle oder Kirche zerstören, um einem Steinbruch Platz zu machen?

Wir haben hier eine sehr genaue Messung der Erdrotation, bzw. der Bestimmung, ob die Erdbewegung konstant ist. Jedes außergewöhnliche Taumeln der Erdachse würde man erkennen, ebenso eine Änderung der Rotationsgeschwindigkeit. Dazu ist es jedoch erforderlich, dass die Peilpunkte auf der Erde nicht verrückt werden und auch der Messspalt fest und unverrückt ist. Beides ist jedoch gefährdet. Wenn der Horizont durch Abraumhalden so verändert wird, dass keine Morgen- oder Abendsonne mehr durch den Spalt scheint, ist die Anlage wertlos. Wenn der Spalt sich durch die laufenden Sprengungen im Steinbruch verändert, ist auch dann die Messanlage wertlos. Die Gefahr dafür ist groß. Archäoastronomen haben erkannt, dass die Steine auf weichem Untergrund liegen und sich verschieben könnten. Man kann auch ohne großes Wissen erkennen, dass der kleinere mittlere Stein, der in dem Felsspalt sitzt, die beiden seitlichen großen Steine auseinanderdrücken könnte, wenn die Steinsprengungen in dem Maß so weiter gehen.

Gehen wir jetzt einmal der Frage nach, warum dieser Messaufwand getrieben wurde. Was bewegte unsere Vorfahren? Dazu müssen wir weit in die Megalithzeit zurückgehen, als diese Anlagen gebaut wurden. Das hat nichts mit dem Volk der Sorben zu tun. Die kamen viel später. Da standen die Steine schon. Wahrscheinlich haben sie die Sonnenanlagen übernommen und weiter genutzt. Die eigentlichen Erbauer lebten weit in der Vergangenheit. Ihnen steckte noch das Trauma in den Knochen, das der „große Crash“ ausgelöst hat. Um -7500 schlug ein Komet auf der Erdoberfläche ein und zerstörte in der Folge weitgehend alles Leben auf dem Erdball. Alle Vorkulturen wurden spurenlos ausgelöscht. Tiergattungen starben aus. Mit viel Glück überlebten wenige Menschen an geschützten Orten. Es dauerte viele Generationen, bis sich die Menschheit wieder erholt hatte. Was blieb, war die Angst, dass sich so etwas wiederholen könnte. Aus dieser Unsicherheit um die Zukunft heraus wurden diese Sonnenanlagen gebaut. Aus dem Wissen, dass die Erde nur dann sicher ist, solange die Sonne in stabilen Bahnen läuft. Jede Abweichung könnte bedeuten, dass wieder eine neue Katastrophe auf die Menschheit zukommt. Ich glaube, dass das Wissen um den Lauf der Sonne und der Sterne von wenigen Wissenden an die neue Menschheit weitergegeben wurde. Eben jene Erbauer oder Lehrmeister dieser Sonnenheiligtümer. Wahrscheinlich stammten sie noch von den Wissenden der Vorkulturen ab und haben ihr Knowhow an ihre Nachfolger weitergegeben, den Erbauern und Hütern der Megalithanlagen.

Nun könnte man auch Zweifel anmelden, ob es sich vielleicht nur um einen Steinhaufen handelt, der zufällig einen Felsspalt hat, durch den auch zufällig das Sonnenlicht fällt. Ich denke, das kann man ausschließen. Dafür möchte ich folgende Belege anführen.

1. Unter den Steinen gibt es einen Gang

Mit diesem Gang ergibt sich eine dolmenartige Struktur. Ob es jedoch eine Grabanlage war, ist nicht geklärt. Es hat 1903 am Teufelsstein auch Grabungen gegeben. Es wurden Scherben und Steinwerkzeuge gefunden. Wie bei vielen dieser alten Steinanlagen kann im Laufe der langen Zeit von verschiedenen Nutzungen ausgegangen werden.

2. Schälchen in den Steinen könnten von Nutzung als Heilort gedeutet werden

Schälchensteine werden heute in verschiedener Weise gesehen. Man geht von Opferschälchen aus, oder auch von Schälchen, die Sternenbilder darstellen. Wir können darin aber auch Schalen von Heilfelsen sehen. Wie geht das? Man fülle die Schalen mit Wasser und lasse es eine bestimmte Zeit darin stehen. Z. B. nach drei Nächten entnehme man das Wasser und trinke es oder trage es äußerlich auf den Körper auf. Das Wasser hat die Schwingungen des Steines (Granit/Quarz schwingt) oder einer bestimmten Sternenkonstellation aufgenommen. Das sollte eine starke Medizin sein. Ich weiß, die Schulmedizin lacht darüber. Aber probieren Sie es einmal aus. Wer heilt, hat recht!

3. Möglicherweise hat man Idolsteine/Steinskulpturen gesetzt

Es gibt sie. Sie werden kontrovers diskutiert. Es geht um Skulpturen in der Landschaft, an Felsen und Bergen. Sie stellen Menschen, Tiere oder Gottheiten dar. Leider sind sie aufgrund des hohen Alters meist undeutlich, verwittert und verwaschen von Regen, Wind und Frost. Es ist manchmal schwer, menschliche Bearbeitung darin zu erkennen oder überhaupt zu beurteilen, ob es eine bewusst hergestellte Skulptur ist – oder nur eine zufällige Struktur. Haben wir hier bei unserem Sonnenheiligtum so eine Struktur vor uns?

Leider bin ich kein Spezialist für diese Dinge. Was mir nur auffällt ist, dass der Stein bewusst aufgestellt wurde, und dass er aus anderem Material besteht wie die umliegenden Steine, bzw. dass er bearbeitet wurde.
Vielleicht gibt ja einer der Steinspezialisten in unserem Kreis einen Kommentar dazu ab. 

4. Der Teufelsstein von Pließkowitz und weitere Sonnenheiligtümer liegen auf einer sogenannten „Sternenstraße“

Der Begriff „Sternenstraße“ stammt vom Bochumer Astronomen Heinz Kaminski. Er beschreibt das in seinem Buch „Sternenstraßen der Vorzeit – von Stonehenge nach Atlantis“, München-Essen 1995. Darin beschreibt er ein Gitternetz in Mitteleuropa zwischen dem 42. und 52. Breitengrad. Auf diesen Gitternetz-Streifen, die er mit rund 20 km Breite annimmt, findet man Orte, die schon in vorgeschichtlicher Zeit Bedeutung hatten, verbunden durch eine gedachte Linie.

Unsere Lausitzer Sonnenheiligtümer liegen auf einer wichtigen Linie Stonehenge/Breslau. Kaminski gibt auf dieser Linie u. a. folgende Orte an:

  • Glastonbury
  • Stonehenge
  • Odilenberg,NL
  • Wormbach
  • Hoher Meißner
  • Merseburg
  • Görlitz
  • Breslau

Auf allen diesen Punkten könnten vorgeschichtliche Sonnenmessanlagen gestanden haben. Wie man sieht, liegen die Lausitzer Anlagen im Bereich dieser Linien. Somit kann man davon ausgehen, dass die Anlagen sehr alt sind und aus der Megalithzeit stammen.

5. Es gibt weitere Sonnenanlagen in der gleichen Gegend

Das Sonnenheiligtum von Kleinbautzen ist nicht das einzige Bauwerk dieser Art in der Lausitz. Es gibt weitere. Folgende kann man in der näheren Umgebung finden:

  • die Teufelskanzel von Rachlau
  • der Kuckuckstein bei Königshain
  • der Heidenstein von Weigsdorf

Sicher gibt es noch weitere, doch sollte das für die Beweisführung ausreichen. Interessant dabei ist, dass alle in der gleichen Bauweise aufgerichtet wurden. Es geht immer um große gesetzte Steine mit einem überdeckten Sonnenspalt. Wir haben es demnach mit einer Serie von baugleichen Sonnenbeobachtungsanlagen zu tun, die alle auf einem sehr kleinen begrenzten Gebiet errichtet wurden. Warum so viele?

Man könnte sogar noch geometrische Beziehungen hinein konstruieren. Die Sonnenheiligtümer bilden ein rechtwinkliges Dreieck. Ich sagte bewusst hinein konstruieren, denn es ist reine Spekulation. Solange diese Anlagen nicht archäoastronomisch genau erforscht wurden, können wir keine Aussage über die Funktion dieser Ensembles machen.

Jedoch solange wir nicht genau darüber Bescheid wissen, wäre es sträflich, auch nur eine dieser Anlagen zu zerstören. Es ist daher meine Bitte an die Verantwortlichen des Kleinbautzener Steinbruchs, das Sonnenheiligtum heil zu bewahren. Hier liegt eine große Verantwortung, das Wissen unserer Vorfahren nicht für irgendwelche materiellen Vorteile zu opfern!

(Veröffentlicht im SYNESIS-Magazin Nr. 1/2018, worin Sie auch weitere Fotos finden können)

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