Das Grabtuch von Turin Leonardos Mysterien
© Hans Günther Birk; veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 15/1996
Wie im ersten Teil der Abhandlung "Das Turiner Grabtuch - eine Botschaft Leonardos" bereits angesprochen, scheint es so zu sein, als hätte dieses Genie der Renaissance ein ungeheures Geheimnis für kommende Generationen überliefert. Es ist durchaus verständlich, wenn der Leser dieses Artikels das Gefühl eines Wechselbades hat. Warum um alles in der Welt soll man Leonardo als eine Art Kosmopolit des Mittelalters ansehen? Ein Genie war er zweifelsohne, aber war er auch ein bis heute nicht verstandener Geheimnisträger an der Schwelle zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert? Versuchen wir im Folgenden, weitere Spuren zu sichern. Vielleicht wird es gar erforderlich, dass ein Staatsanwalt heutiger Zeit postum Anklage erhebt.
Auch die Frage, ob Leonardo hier auf eigene Rechnung gehandelt hat, zumal ja die mittelalterliche Inquisition wie ein Menetekel an der Wand drohte, muss im Folgenden gestellt werden. Das vor allem von Picknett/Prince implizierte Grabtuchfoto (2), sowie sein von Serge Bramley beschriebenes (beinahe) Intimverhältnis zum Hause Medici lassen aufhorchen. Die Frage nach den Komplizen seiner Untat wird offenbar.
Niemals hätte Leonardo zu seiner Zeit ohne das Plazet der Kurie bis zum Ellenbogen (so Picknett/Prince) in Leichen "herumwühlen'' können. Er muss sich also der Rückendeckung "von oben" sicher gewesen sein. Solche Wühlarbeit in Leichen setzten seine Zeitgenossen mit Zauberei und schwarzer Magie gleich. Dies war ein gefährliches Gebräu für Leonardos persönliche Sicherheit. Dennoch bringen uns die Begriffe "Magie" und "Zauberei" der Wahrheit, und gleichzeitig dem Geheimnis seiner Botschaft, ein gehöriges Stück näher.
Wie ja schon besprochen, hat sein Grabtuchfoto diverse Fußnoten inbegriffen. Seine mögliche Botschaft könnte sein, dass nicht der Gekreuzigte, nein, der Gehenkte der Messias gewesen sei. Was soll das? So fragt man sich an dieser Stelle. Natürlich wurde Jesus Christus - wie wir in den Evangelien des Neuen Testamentes lesen - an das römische Kreuz geschlagen. Dort starb er, stand aber nach drei Tagen von den Toten auf und fuhr letztendlich gen Himmel. Oder doch nicht? Hat der Koran recht, wenn er vehement bestreitet, dass der allmächtige Gott einen Sohn gehabt haben könnte? Hat er ebenso recht, wenn er sich in seinen Suren dagegen wendet, man hätte den in seinem Sohn inkarnierten Gott gekreuzigt - eine Blasphemie, die durch nichts überboten werden kann? Wie lesen wir in der Thora, dem Gesetz Gottes: "Du sollst den Namen deines Herrn nicht missbrauchen!". Treffender noch ist die Aussage des Saulus von Tharsus, besser als sogenannter Heidenapostel Paulus bekannt: "Sie werden gerichtet nach ihren Werken!". Abhandlungen aus der Gemeinderegel der im Wadi Qumran gefundenen Schriften lassen verwandtschaftliche Beziehungen dieses Saulschen Abkömmlings aus benjaminitischem Königshause und seinen neutestamentlichen Briefen durchaus als relevant erscheinen. Wie heißt es in der Gemeinderegel, ebenso wie auch im Habakuk-Pesher (= Kommentar zum Habakuk-Buch): "Sie werden gerichtet nach ihren Werken." So wie es der jüdische Theologe und Bibelhistoriker Pinchas Lapide (7) bespricht, wurde der Apostel Paulus als Jude geboren und lehrte als solcher das Gesetz Gottes. Wozu hätte man also Paulus, wie es die christliche Theologie will, bekehren sollen?
Der Apostel Paulus war mit der Thora auf das Innigste verwachsen. Das Gesetz Gottes war für ihn das A und 0. War er doch vor allem griechischer Diaspora-Jude, genau wie sein Pharisäer-Kollege Flavius Josephus. Ihm wäre es nie in den Sinn gekommen, auch nur ein Jota am Gesetz Gottes zu verändern. Aus diesem Grunde setzte er alles daran, dieses vortreffliche Gesetz Gottes, welches Mose am Berge Sinai von Jahwe gnadenreich empfing, möglichst getreulich zu beachten. Deshalb nahm Saulus den Auftrag der residierenden Priesterschaft des Jerusalemer Tempelberges dankbar an, der Feinde der Thora mittels Brandbriefen habhaft zu werden. Galt es doch, das heilige Gesetz Gottes notfalls mit Zähnen und Klauen zu verteidigen.
Nur zog Paulus nicht ins syrische Damaskus, wie es moderne Bibelexegeten gerne annehmen. Stattdessen zog er, wie es auch Prof. Lapide impliziert, in Wirklichkeit in die Arabia, so wie das Wadi Qumran seit alters her heißt. Das heutige syrische Damaskus lag und liegt keineswegs in der Wüste. Dort grünt und blüht es wie eh und je. Qumran liegt stattdessen seit alter Zeit in der Wüste. Und zwar genau dort, wohin Joachim, der Gemahl der heiligen Anna (der Großmutter Jesu) zog, um vierzig Tage zu fasten und zu beten, da er seine Kinderlosigkeit als Strafe Gottes ansah. Dort erschien ihm der Herr, verhieß dem Geplagten den erbetenen Segen und "tat, wie verheißen". Wenn genau dort Paulus mit dem hohepriesterlichen Brandbrief auftauchte, werden sowohl sein Eifer für das Gesetz, als auch seine sogenannte Bekehrung verständlich.
Er begegnete schlicht und einfach den Eiferern für das Gesetz - den "Qumran-Essenern", wie es moderne Qumran-Editoren predigen. Paulus, der mit den Gedanken des Saulschen Königshauses infiziert war, erkannte wohl, was die Erneuerer des Bundes in Wirklichkeit meinten. Ihm wurde klar, dass er hier die Bewahrer des Bundes vor sich hatte. Dann sollte beginnen, was sowohl in der Genesis als auch beim Evangelisten Johannes das Maß aller Dinge ist. "Am Anfang war das Wort und das Wort war bei ihm", bzw. "Die Erde war wüst und leer...". Begegnete Paulus dem nicht gekreuzigten Führer dieser "therapeutischen" Essener? Spiegelt die Apostelgeschichte genau dies wieder, wenn von Bekehrung die Rede ist? Saulus von Tharsus, der Abkömmling des Saulschen benjaminitischen Königshauses, begegnete dem Nachkommen aus dem Hause David - nicht in einer Vision, nicht in einem brennenden Dornbusch, sondern leibhaftig. Dort in der Wüste, im Wadi Qumran, in der seit allen Zeiten als Arabia bekannten Gegend, erforschte Paulus die Mysterien. Er zog nicht nach Jerusalem, um die Brüder des Herrn bzw. die Apostelgemeinde zu besuchen. Er blieb in Qumran, in Arabia, weil er dort dem Führer der bedeutenden dritten jüdischen Gemeinde, dem Sohn Davids persönlich begegnet war. Diese Begegnung begann mit den Worten des Jesus, die wir in der Apostelgeschichte nachlesen können: "Saul, Saul, warum verfolgst du mich?"
Dieser Saulus, dessen Mission ja die Verfolgung der Feinde des Gesetzes Gottes war, erfuhr seine Bekehrung vom Sohn aus dem Hause David. Saulus von Tharsus erkannte, dass dieser Jesus das wahre Königshaus David repräsentierte. Er blieb in der Arabia, wobei diese sogenannten Essener keineswegs die von Flavius Josephus beschriebenen zölibatären Mönche waren. Im Gegenteil, diese Davidianer hatten das Ziel, dem Führer, welcher in direkter Linie aus dem Königshaus David abstammte, seinen ihm zustehenden Thron wiederzugeben. Paulus absolvierte die vorgeschriebene dreijährige Aufnahmeprozedur, wie sie in der Gemeinderegel geschildert wird. Erst danach - auch hier berichtet die Apostelgeschichte korrekt - zog er zu den Brüdern und Aposteln in Jerusalem.
Diese von Josephus beschriebenen Essener (8) bewohnten in Jerusalem ein eigenes Stadtviertel und besaßen zudem ein eigenes Stadttor. Auch im Neuen Testament wird darauf verwiesen. Selbst der Evangelist Johannes lässt keinen Zweifel daran, dass sowohl die Kreuzigung als auch die Grablegung möglicherweise nicht in allgemein zugänglichen Örtlichkeiten Jerusalems erfolgten. Johannes, Kapitel 19, Vers 41: "An dem Ort, wo man ihn gekreuzigt hatte, war ein Garten, und in dem Garten war ein neues Grab, in dem noch niemand bestattet worden war."
Auch Prof. Pfirrmann (9) geht in seinem kaum bekannten Buch "Die Nazareth-Tafel" davon aus, dass sowohl die Kreuzigung Jesu als auch dessen Grablegung im Essenerviertel stattgefunden haben müssen. Der nun folgende Exkurs bezüglich dieser Merkwürdigkeiten der angeblichen Kreuzigung führt uns in weitem Bogen zu Leonardo zurück.
Befasst man sich an dieser Stelle mit römischem Recht und stellt die Schilderungen der neutestamentlichen Evangelien daneben, erscheint die tradierte Geschichtsschreibung als recht merkwürdig. Die römische Kreuzigung, eine grausame und fürchterliche Tortur, wurde nur und ausschließlich an Nicht-Römern vollstreckt - ebenso nicht an "normalen" Verbrechern, sondern zur Abschreckung ausschließlich an Terroristen, Zeloten und sonstigen Feinden Roms. Die Schilderung der Evangelien von einer Grablegung Jesu widersprechen dem römischen Recht völlig. Auch kann es sich bei den beiden Gekreuzigten zur rechten und zur linken Seite Jesu keinesfalls um Räuber gehandelt haben. Ein zum Tode Verurteilter brauchte mindestens zwei bis drei Tage, um sein Leben am Kreuz zu beschließen, nicht sechs Stunden, wie es im Neuen Testament zu lesen ist. Es wäre keinem römischen Richter auch nur im Traum eingefallen - wollte er nicht während des jüdischen Peshafestes eine Revolte provozieren -, jemanden am Vorabend dieses Festes ans Kreuz zu schlagen. Eine derartige Missachtung jüdischer Gesetze konnte nur zur Katastrophe führen. An Revolten und Aufständen war die Provinz Judäa auch nicht gerade arm.
Auch verbot das römische Recht ausdrücklich die Abnahme eines Gekreuzigten bzw. die Herausgabe des Leichnams zwecks würdiger Bestattung. Natürlich waren römische Statthalter - so wie zu allen Zeiten - bestechlich und korrupt. Aber die Hinrichtung eines Volkshelden, wie es die Evangelien implizieren, macht eine "offene Pilatus-Hand" nicht vorstellbar. Am allerwenigsten Pilatus, wo doch sein Mentor, Seianus, in Rom gerade des Verrats an Kaiser Tiberius überführt wurde. Da Pilatus der jüdischen Priesterschaft, aufgrund seiner Statthalterschaft, regelrecht verhasst war, hätte ihn die Meldung nach Rom, ein Edikt des Kaisers missachtet zu haben, in allergrößte Gefahr gebracht. Selbst wenn man ihm Bestechlichkeit in Bezug auf gerichtete subalterne Führer vorwerfen könnte, bei einem Volkshelden, als der Jesus geschildert wird, ist dies hingegen absurd! Die Römer stellten darüber hinaus Wachen auf, damit niemand in den Besitz des Leichnams kam. Also kann auch die Schilderung des Evangelisten Johannes von einer Übergabe Jesu, sowie dessen Grablegung in einer privaten Gruft so nicht zutreffend sein. Auch die Tatsache, dass kein einziger Historiker des Imperium Romanum über die Kreuzigung eines Juden aus dem Hause David berichtet, macht die landläufige Interpretation des Neuen Testamentes nicht gerade sehr glaubwürdig.
In Wahrheit geschah etwas anderes, etwas, das sich aus den in Qumran gefundenen Schriften ableiten lässt. Die Autoren dieses Schriftgutes, die mit Sicherheit die Priestergelehrten der geheimen Davidischen Bruderschaft (10) waren, verfassten eine große Anzahl von Schriften, die sich mit der Wiederkunft - nicht mit der erstmaligen Ankunft - des Gesalbten, des Messias beschäftigen. Dieser sollte, kurz bevor das Ende der Welt käme, die Söhne des Lichts im Kampf gegen die Söhne der Finsternis anführen.
Schon der englische Schriftgelehrte und Oxford-Professor John Marco Allegro (11) stellte mit Verwunderung fest, wie sehr diese Endzeiterwartungen mit den Lehren der persischen Lichtreligionen korrespondieren. Auch verweist er darauf, dass der Jesus von Nazareth alle Bedingungen erfüllen würde, die die "Qumran-Sekte" an ihren Messias stellte (siehe auch 12). Die erste Prophezeiung dieser Bruderschaft betraf das Jahr 70 v.Chr. Dort brachen dann auch prompt Unruhen aus. Eine der Streitparteien kam dann auch auf die glorreiche Idee, die Römer ins Land zu rufen. Diese kamen dann, machten unter der Führung des Pompejus Tabula rasa und blieben gleich im heiligen Land. Man erkannte wohl, mit wem man gebuhlt hatte, zudem sowohl die prognostizierte Endzeit als auch der Messias auf sich warten ließen.
Verzweifelt und in Panik studierte die Priesterschaft daraufhin die alten Schriften. Man musste sich verrechnet haben. Mit Schrecken sah man die plündernden römischen Legionen und vernahm die Klagen derer, die zu Tausenden ans Kreuz geschlagen wurden. Doch dann glaubte man, den Fehler erkannt zu haben. Die Wiederkunft des zurückerwarteten Messias wurde korrigiert. Vermutlich - und es gibt diverse Hinweise darauf - auf das Jahr 70 n.Chr.
In der Überzeugung, dass man nunmehr das Hereinbrechen der Endzeit korrekt erkannt habe, brachen zu Beginn unserer Zeitrechnung vermehrt Unruhen aus. Spuren in der sogenannten Essener-Festung am Toten Meer, die einem kriegerischen, gewalttätigen Zug Herodes des Großen zugeschrieben werden, zeigen deutlich, dass diese Prophezeiung im Judentum der damaligen Zeit allgemeines Gedankengut war. Je nachdem, ob man mit dieser Endzeiterwartung Hoffnungen oder Befürchtungen verband, lassen sich die verschiedenen rivalisierenden jüdischen Gruppen definieren. Die in der Apostelgeschichte tradierte angebliche Bekehrung des Paulus mag die auf den vorhergesagten Termin hindeutenden Prophezeiungen, welche die Unruhen auslösten, entsprechend illustrieren.
Nach Beendigung der dreijährigen Probezeit schickte man Paulus mutmaßlich in die jüdische Diaspora, nach Kleinasien, Griechenland, sowie nach Rom - nicht, wie auch Prof. Lapide klarstellt, zu den Heiden. Auch war es nicht Aufgabe dieses Saulus von Tharsus, Heiden zum wahren Glauben zu bekehren, vielmehr muss sein Auftrag darin bestanden haben, materielle und andere Unterstützung für die bevorstehenden endzeitlichen Auseinandersetzungen zu sammeln. Doch scheint es, als sei er den eigentlichen Absichten der Meister der Bruderschaft auf die Spur gekommen. Diese konstruierten einen Messias, wie er sowohl im Alten Testament beschrieben (siehe Deuteronomium, Sacharija, Jesaja, Amos usw.) als auch in den Schriften der Bruderschaft (siehe z.B. Habakuk-Pesher, UTB Mayer) überliefert wurde. Den zurückerwarteten Messias, den Rächer einer Freveltat. In der Kriegsrolle wie auch im Habakuk-Pesher erfahren wir: "Sie kreuzigten den Meister der Gerechtigkeit!".
Der jüdische Talmud bezeichnet den gekreuzigten Jesus als Zeitgenossen Mose (siehe Sanhedrin 43 A). In einer Kommentierung des Deuteronomium-Textes, Kap. 13, Verse 2 - 4 und 6 - 9, bezieht sich der Talmud direkt auf diese alttestamentlichen Verse. Im Buch des Mose heißt es: "Der Prophet oder Traumseher soll mit dem Tode bestraft werden. Du sollst nicht nachgeben und nicht auf ihn hören. Du sollst in dir kein Mitleid mit ihm aufsteigen lassen, sollst keine Nachsicht für ihn kennen und die Sache nicht vertuschen!". Diese Verse (14) werden im jüdischen Talmud eindeutig im Zusammenhang mit Jesus wiedergegeben. Nicht nur das, sogar das Deuteronomium wird zitiert. Wir erfahren, so wir den Text studieren, was in der Wüste geschah: "Und es wird gelehrt: Am Vorabend des Peshafestes henkte man Jesus, den Nazaröer, weil er Zauberei getrieben und Jisrael verführt und abhängig gemacht hat... Er war ja ein Verführer und der Allbarmherzige sagt, du sollst seiner nicht schonen und seine Schuld nicht verheimlichen". Der Talmud begründet hier klar, warum der Meister der Gerechtigkeit, so wie es die Kriegsrolle beschreibt, hingerichtet wurde. Dies ist zugleich die Erklärung dafür, wieso die Bruderschaft (nicht zölibatär) auf die Prophezeiung setzte, dieser von den Toten Auferstandene käme zurück, um die Rache an den Söhnen des Frevelpriesters Pinhas bzw. an den Söhnen des Engels der Finsternis zu vollenden.
Nun wird der Auftrag für den bei der Bruderschaft aufgenommenen Saulus aus Tharsus offenbar. Er sollte den Diaspora-Juden, die ihn und sein Saulsches Königshaus nur zu gut kannten, die Vorzüge der Davidischen Lehre und damit eine sich öffnende Schatulle für das persönliche Wohl der zu "Bekehrenden" nahe bringen. Er war also ein hochgestellter, prominenter Werbeträger. Paulus zog nun, nachdem er diesen Auftrag erhalten hatte, in die ihm bestens bekannte Diaspora. Später muss er diesen jedoch mit den Gesetzen Gottes, die in der Thora niedergeschrieben waren, verglichen haben. Hierbei erkannte er, dass die Fabrikation eines Messias mit diesen Lehren nicht in Einklang zu bringen war.
Als gelehrigem Schüler, der sein eigenes Thora-Studium mit den Lehren in der Arabia verband, fiel ihm das Gebot Gottes auf, das da heißt: "Du sollst den Namen deines Herrn nicht missbrauchen!". Auch die finstere Drohung der Kriegsrolle muss bei ihm zu Besorgnis um sein Seelenheil geführt haben: "Sie werden gerichtet nach ihren Werken!". Das heißt, die Qumran-Theologie, wie sie auch in der CD-Schrift nachzulesen ist, war Paulus bekannt. Werkgerechtigkeit und anrechenbare Werke (jüngstes Gericht?) waren ihm geläufig. Den tatsächlichen Sohn eines Gottes jedoch aus profanen politischen Gründen zu missbrauchen, dagegen wandte sich der Thora-gläubige Paulus in seinen Lehren. Natürlich blieb all dies der taktischen Leitung, welche sich gegen die sadduzäische Priesterschaft wandte, nicht geheim. Das, was Paulus predigte, brachte die Jerusalemer Apostel in höchste Gefahr.
Man schickte ihm, höchst alarmiert, verlässliche Prediger hinterher, die Schadensbegrenzung treiben sollten. Schnell war der Begriff des Lügners, besser noch der des Lügenpriesters (15), geboren. Offene Feindschaft zwischen ihm und den Jerusalemer Aposteln war die Folge. In seinen Briefen, die wir im Neuen Testament finden, wird die Vehemenz und erbitterte Feindschaft zwischen den jeweiligen Parteien offenkundig. Paulus verteidigt sich hier gegen die Vorwürfe der Diffamierer, die ihm bei seinen Reisen auf dem Fuße folgten, mit ungeheuren rhetorischen Rundum-Schlägen, die in seinen im Neuen Testament tradierten Briefen an die Gemeinden in der Diaspora nachzulesen sind. Zum Beispiel in seinem 2. Brief an die Korinther, Kap. 4, Verse 1 - 3 heißt es: "Darum, dass wir ein solch Amt haben nach der Barmherzigkeit, die uns widerfahren ist, werden wir nicht müde, sondern wir meiden schandbare Heimlichkeit und gehen nicht mit List um, fälschen auch nicht Gottes Wort. Vielmehr weisen wir (16) durch Offenbarung der Wahrheit (17) uns vor aller Menschen Gewissen im Angesicht Gottes. Ist nun unser Evangelium (das ihm in Qumran offenbarte?) verdeckt, so ist's denen verdeckt, die verloren werden (18)". Prangert hier Paulus unlautere Werbung unter Missbrauchs des Namens Gottes an? Droht er seinen Gegnern in Jerusalem gar mit der Kriegsrolle?
Im 5. Vers des 4. Kapitels wird Paulus noch deutlicher: "Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, dass er sei der Herr - wir aber eure Knechte um Jesu willen". Doch hiermit war sein Grimm noch nicht verraucht. Kapitel 11, Verse 5 und 12 bis 23 (hier verkürzt zitiert): "Ich meine doch, ich sei nicht weniger, als die Überapostel (!) ... Was ich aber tue, das will ich auch weiterhin tun und denen den Anlass nehmen, die einen Anlass suchen, sich zu rühmen, sie seien wie wir. Denn solche Apostel sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi ... Darum ist es nichts Großes, wenn sich auch seine Diener verstellen als Diener der Gerechtigkeit; deren Ende wird sein nach ihren Werken.
Was meint der "Heidenapostel" Paulus hier in seinem 2. Brief an die Korinther? Er deckt die geheime Kommandosache und Taktik der Davidischen Priesterschaft auf. Er wirft ihnen vor, sie würden die allen Juden heilige Thora missbrauchen. Darum auch seine Drohung, sie würden gerichtet nach ihren Werken. Qumranische Werkgerechtigkeit pur! Oder wie Prof. Lapide anmerkt: "Das Apostolat des Paulus ist ohne Qumran nicht zu erklären."
Die Apostel in Jerusalem, allen voran Jakobus der Gerechte und Kephas (= Fels = Petrus) hatten nun Veranlassung, diesen Lügenpriester Paulus zum Rapport zu zitieren. Setzen wir Jakobus mit dem Begriff "Großmeister" gleich und schauen wir uns die Regeln der Templer und Freimaurer an, wird klar, wie sehr Paulus mit Qumran verwachsen war. Er leistete umgehend und ohne Verzug dem Großmeister der Bruderschaft Folge. Auch gutgemeinte Warnungen seiner Anhänger konnten den griechischen Diaspora-Juden nicht von der Verpflichtung abhalten, die er den "qumranischen Templern" offenbar geschworen hatte.
Er erreichte Jerusalem, als gerade ein hohes jüdischen Fest (Laubhüttenfest oder Versöhnungstag) abgehalten wurde, zu dem viele Menschen erschienen waren. Es war ein Tag, der vor allem aus Sicht des römischen Statthalters mit dem Attribut "Alarmstufe rot" versehen werden sollte. Bereits ein Funke konnte eine Explosion auslösen. Obwohl der Tempelberg von römischen Kohorten bewacht wurde, entzündete sich dieser Funke. Jakobus der Gerechte, vielleicht der Großmeister des salomonischen Tempels, stellte den Saulus zur Rede. Die mutmaßlichen Vorwürfe lauteten auf Ungehorsam und Verrat. Das Volk, das sich - eingedenk der Messias-Prophezeiung - Linderung vom Joch der Sadduzäer erhoffte, hörte mit bebenden Herzen die Verteidigungsrede des Angeklagten.
Sie mussten erfahren, dass der Messias in Wahrheit doch nicht erschienen war. Die mahnenden Worte des Paulus öffneten ihnen die Augen. Ihre Hoffnung zerplatzte wie eine Seifenblase. Schnell kehrte sich die Wut des Volkes gegen die Prediger, gegen die falschen Apostel. Es geschah genau das, was die Apostelgeschichte überliefert. Der rasende Mob steinigte Jakobus den Gerechten. Der Priester Ananas wurde wenig später ebenfalls ein Opfer der Gewalttaten. Der befehlshabende Offizier der römischen Kohorten war nicht mehr Herr der Lage. Er ließ den vermeintlichen Unruhestifter Paulus verhaften, ohne zu wissen, dass er damit die Flamme des Aufruhrs noch weiter anfachte. Die Kunde über die Vorkommnisse in Judäa gelangte alsbald nach Rom.
Doch in Palästina sollten die Ereignisse auf dem Tempelberg ihre Eigendynamik entwickeln. Die Festnahme des Paulus konnte die Flamme des Aufruhrs nicht ersticken - im Gegenteil. Der Grimm des Volkes richtete sich, bar des Objektes seiner Wut, nun gegen die verhassten Römer. Es begann genau das, was Josephus in seinem jüdischen Krieg als ursächlich für die darauf folgenden Ereignisse namhaft machte, in deren Folge sowohl eine breite Blutspur als auch die Zerstörung des Tempels in Jerusalem zu konstatieren war.
Von innerjüdischen Querelen provoziert, sah sich der römische Befehlshaber in Judäa gezwungen, die syrischen Legionen sowie die ägyptischen Truppen des späteren Kaisers Verspasian zu Hilfe zu rufen. Diese kamen in Eilmärschen über die alte ägyptische Heeresstraße, die von Zannr nach Suez verläuft, herbei. Der historisch verbürgte jüdische Krieg begann, an dessen Ende der Fall der alten herodianischen Festung stand, welche einst Herodes der Große dem römischen Kaiser Augustus errichten ließ. Am Nordufer des Toten Meeres lag Massada. Noch heute gilt für israelitische Rekruten anlässlich ihres Fahneneides der Schwur: "Nie wieder wird Massada fallen!"
Sind die Legionen des göttlichen Kaisers in Rom, vorneweg mit ihren Feldzeichen SPQR, nach Judäa gezogen, um "mit klingendem Spiel'' die Hoffnung der Essener in den Boden zu stampfen - die Hoffnung, auf Erden das Reich Gottes errichten zu können? Vielleicht unternahm deshalb der Sohn Vespasians alles, um das ultimative Tabula rasa zu verhindern. Wie sowohl Josephus als auch der große Tacitus berichten, gelang es ihm jedoch nicht, die verstockten und aller Hoffnung beraubten Menschen von der aussichtslosen Lage ihrer Situation zu überzeugen.
Vor allem der Römer Tacitus bringt das Problem auf den Punkt. In seinen Historien V, 13, beschreibt er, dass selbst die Götter dieser Streitereien überdrüssig waren. Dort lesen wir: "Wohl hatten sich wunderbare Vorzeichen eingestellt, die jedoch dieses dem Aberglauben ergebene, heiligem Brauch aber abgeneigte Volk weder durch Schlachtopfer, noch durch Gelübde zu sühnen für erlaubt hält. Man erblickte Schlachtreihen am Himmel im Kampfe und rötlich schimmernde Waffen und den Tempel von Wolkenfeuerschein erhellt. Auf einmal öffneten sich die Tore des Heiligtums und man vernahm eine übermenschliche Stimme! Die Götter ziehen aus und zugleich der Ausziehenden gewaltiges Getöse!"
Natürlich sind solche Texte gerade der Anlass, um Tacitus wie auch andere antike Historiker immer wieder anzuzweifeln. Gar zu sehr sei Tacitus bisweilen zu Phantastereien, Mythologie und Aberglauben abgewichen. Doch muss dies nicht unbedingt so stimmen. Nicht alles, das aus heutiger Sicht merkwürdig erscheint, muss automatisch alte Historiker zu Märchenonkeln machen.
Eine der umstrittensten Überlieferungen des großen Tacitus findet sich im 13. Buch seiner Annalen (19). Er war ein überzeugter Anhänger des republikanischen Rom. Nachdem er dort Neros wahnsinnige, künstlerische Ideen beschreibt und unter verschiedenen anderen Möglichkeiten auch den Princeps selber verdächtigt, Rom angezündet zu haben, kommt es zu dessen verzweifelten Versuchen, den Grimm und die Wut des Volkes von sich abzulenken. Tacitus berichtet, dass der Kaiser nun die sogenannten Chresten zu Sündenböcken machte. Im römischen Circus sollen diese an brennende Kreuze geschlagen worden sein. Besonders die Aussagen des Tacitus, wer diese Chresten eigentlich waren, ist für uns wesentlich.
Hiernach seien die Aufrührer Anhänger eines gewissen Chrestus, welcher wegen seines schändlichen Aberglaubens unter dem Prokonsul Pontius Pilatus in Palästina hingerichtet wurde (20). Tacitus schreibt - und dies ist vor allem wichtig -, dieser Chrestus sei hingerichtet worden; er spricht nicht von Kreuzigung. Wenn "Empörer" (ein Ausdruck, den Tacitus stets gebraucht, wenn er von inneren Unruhen spricht) hingegen gekreuzigt wurden, erwähnt er dies sonst auch. Er berichtet auch nicht, dass Pilatus den Chrestus verurteilt hätte, wie es die Evangelien des Neuen Testamentes überliefern; stattdessen schreibt er: "... unter Pilatus hingerichtet".
Nun, es gab unter Pilatus einen Führer, der mit seinen Predigten für Unruhe sorgte. Sein Name war Johannes der Täufer und er wirkte am Ufer des Jordan. Ganz im Sinne essenischer Lehren sprach er vom baldigen Ende der Welt und vom Nahen des Messias. Die Hoffnung des Volkes richtete sich darauf, das Joch der Jerusalemer Tempelobrigkeit loszuwerden. Vor allem der Tetrach (Viertelfürst) von Galiläa, König Herodes, wusste, woher ihm Gefahr drohte. Er ließ, so erzählt es auch die Bibel, den Unruhestifter Johannes verhaften und hinrichten. Da er als Viertelfürst vom römischen Kaiser abhängig und ihm tributpflichtig war, ist es kaum denkbar, dass dieser Vasallenkönig auf eigene Faust handelte. Wenn Tacitus diesen Chrestus meinte, müssen wir uns noch einmal an das Grabtuch erinnern.
Man erkennt deutlich auf ihm, dass, nach Art der "normalen" Hinrichtung der Römer, der Kopf vom Rumpf getrennt wurde. Ein Hinweis Leonardos auf diesen Chrestus? Rund ums Mittelmeer gab es zumindest bis zur offiziellen Ausrufung der allein seligmachenden Kirche in Rom zahlreiche Täufergemeinden. Diese postulierten, dass die Konkurrenz, eben die entstehende Frühkirche, den falschen Messias verehrte. Folgt man diesen Thesen, löst sich die Schwierigkeit auf, die man angesichts neutestamentlicher Erzählungen über den Leidensweg Jesu und der offenbar unmöglichen Übereinstimmung mit römischem Recht in Bezug auf Kreuzigung und Bestattung seines Leichnams hat. So, wie wir es bisher gesehen und besprochen haben, erhebt sich nun die Frage, ob mit der Zerstörung des Jerusalemer Tempels, Qumrans und letztlich Massadas die von uns erkannte dritte dem jüdischen Establishment feindlich gesonnene Geheimorganisation zerschlagen war. Waren also die - nennen wir diesen Geheimbund "Essener" - aus dem Bild der Geschichte verschwunden? Offensichtlich nicht. Zu diesem Schluss kommt man, wenn man sich mit Ereignissen befasst, die sich mehr als ein halbes Jahrhundert später zutrugen.
Im 2. Jahrhundert unserer Zeitrechnung tauchte abermals ein Messias auf - Bar Kochba, das heißt "Sohn des Sterns". Auf ihn richteten sich die Hoffnungen der einst Geschlagenen. Überall in Palästina kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen, nun vor allem mit den römischen Besatzern. Wie jedoch gefundene Dokumente belegen, muss es zumindest über einige Jahre hinweg tatsächlich ein von Rom unabhängiges heiliges Land gegeben haben (21). Wie ist es aber möglich, dass aus einem kleinen Untergrundgrüppchen heraus wieder der Funke für einen großen Krieg entsprang? Wer oder was trieb Bar Kochba zu den Aufständischen hin? War es wieder eine Prophezeiung der Essener? Gar eine neue Berechnung, wann die Endzeit und somit der Messias kommen würde? War es vielleicht so, wie wir es bereits besprochen haben, dass irgendwer den Essener-Priester Jesus von Nazareth zum prophezeiten Messias machte? Und dies alles, "damit sich die Schrift erfülle", wie es vor allem der Evangelist Matthäus so häufig erzählt? Wenn wir hier weiterdenken, wird klar, dass das Gedankengut der Essener im jüdischen Volke durchaus bekannt war. Es handelte sich eben nicht um eine sektenspezifische Lehre aus einem Wüstenkloster.
Der Messias war daran zu erkennen, dass er gekreuzigt und nach drei Tagen wieder auferstehen würde. Hiermit hätte er den Tod besiegt, was als Beweis dafür zu sehen sei, dass er von Gott gesandt war. Genau dies ist hier versucht worden (22). Man fand in Jerusalem die sogenannte Nazareth-Tafel. Auf ihr wurde per kaiserlichem Edikt jedem mit sofortiger und öffentlicher Hinrichtung gedroht, der noch einmal einen Leichnam aus seiner Grabstätte entwendete. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil es die Römer ansonsten nicht sonderlich interessierte, wenn Barbaren ihre Gräber schändeten. Was war also der Grund für diese Drohung? Wenn diese leider undatierte und unsignierte Tafel zum Ende des Bar-Kochba-Aufstandes hergestellt wurde, wird klar, dass die Essener jedermann zum Aufstand motivierten. Irgendwer hatte also kurz zuvor wieder einen Messias "auferstehen" lassen und den Menschen gesagt, dass sich hierdurch die Verheißungen der alten Schriften erfüllen würden. Dieser Messias werde in Kürze alle Gerechte, zusammen mit dem Sohn des Sterns, zum Kampf gegen die Söhne der Finsternis führen. Dieser Leichenklau war "erfolgreich". Nach einem Jahre dauernden, blutigen Krieg wurden die Aufständischen endgültig in die Diaspora getrieben. An den Toren Jerusalems brachten die Römer Schilder an, auf denen den Juden das Betreten der einstmals heiligen Stadt bei Androhung der Todesstrafe verboten wurde. Hierzu würde dann die Nazareth-Tafel passen. "Wer noch einmal einen Leichnam entwendet, wird mit dem Tode bestraft...". Wieder einmal hatten die Essener, besser: die Hüter des Tempels, eine Schlacht verloren.
Der römische Kaiser gab sich jedoch mit diesem Sieg nicht zufrieden. Um endlich Frieden in der stets unruhigen Provinz Judäa einkehren zu lassen, wurde es notwendig, die Unruhestifter in sämtlichen römischen Provinzen rund um das Mittelmeer aufzuspüren. Eine Hetzjagd begann. Möglich ist, dass im Zuge dieser Jagd Schriften an den verschiedensten Orten vor dem Zugriff der Staatsmacht verborgen wurden. Nag Hammadi, Qumran, Essener-Schriften, wie sie Dr. Szekely fand (23), Orte, um geheime, aus alter Zeit stammende Schriften zu verbergen? Dann vergingen ca. 1.000 Jahre. Die Templer fanden Schriften und andere Utensilien der Essener. Leonardo Da Vinci hatte Zugriff auf all diese Dinge. Hinweise, wie er diesen Geheimnissen auf die Spur gekommen sein könnte, gibt es zuhauf:
Florenz, wo Leonardo viele Jahre lang wirkte, unterhielt Handelsverbindungen zum Nahen Osten.
Schon die Kontakte zu osmanischen Potentaten lassen es nicht unwahrscheinlich erscheinen, dass er sowohl das Leinentuch für sein Grabtuchfoto als auch islamisch-arabische Schriften in die Hände bekam. Ein vom Papst geduldeter Anatom hat sicher keine "ketzerischen" Schriften, die aus dem Orient stammten, ungelesen verbrannt. Sollten diese Essener tatsächlich die Bewahrer des Wissens einer vergessenen Hochkultur gewesen und Leonardo in den Besitz dieser Geheimnisse gekommen sein, würde sich das phänomenale Wissen dieses Genies erklären. Sein Grabtuchfoto beinhaltet daher eine Botschaft für spätere Generationen. Das Grabtuch von Turin war möglicherweise das größte Werk des Leonardo da Vinci. Was enthalten seine sonstigen Werke noch an Mysterien? Woher hatte Leonardo sein Wissen? War er ein Hüter des "Grals"?
"Elende Sterbliche, öffnet die Augen!" (Leonardo Da Vinci)
Literatur und Anmerkungen
1. Betrug am Turiner Grabtuch, Prof. Bulst, Knecht Verlag.
2. Die Jesus-Fälschung, Picknett/Prince, Verlag Lübbe.
3. Leonardo Da Vinci, Serge Bramley, Verlag Rororo.
4. Himmelszeichen, Dr. Johannes und Peter Fiebag, Verlag Langen Müller.
5. Das Grabtuch von Turin, Ulrich Schaper in SETI 3/94.
6. Der heilige Gral und seine Erben, Lincoln/Baigent/Leigh, Bastei Verlag.
7. Paulus zwischen Damaskus und Qumran, Prof. Pinchas Lapide, GTB Siebenstern, Gütersloh.
8. Der jüdische Krieg, Flavius Josephus, deutsch: Fourier Wiesbaden.
9. Die Nazareth-Tafel, Prof. Gustav Pfirrmann, Verlag Herbig.
10. siehe z. B. UTB Mayer, hier findet man eine recht brauchbare Edition wichtiger Qumran-Schriften.
11. Die Rollen vom Toten Meer, Prof. John M. Allegro, vergriffen.
12. Verschlußsache Jesus, Baigent/Leigh, Bastei Verlag.
13. In seinem Buch "Paulus zwischen Damaskus und Qumran" stellt Prof. Lapide fest, dass in den Rollen vom Toten Meer weder der Begriff "Qumran" noch der Begriff "Essener" auch nur ein einziges Mal auftauchen.
14. Wer war Jesus wirklich?, Ahmed Osman, Knaur Taschenbuch.
15. Geweiht und ordiniert als Priester und Lehrer des neuen Bundes wurde Paulus nach seiner Lehrzeit in Qumran.
16. Natürlich zog Paulus nicht alleine umher. Selbst der Evangelist Lukas soll sein begleitender griechischer Arzt gewesen sein.
17. Offenbart wurde dem Paulus in der Arabia mutmaßlich das sogenannte Nazarener-Evangelium, welches möglicherweise von Jesus selbst verfasst wurde.
18. Um mehr über dieses geheimnisvolle Evangelium zu erfahren und darüber hinaus dem Gedanken näher zu treten, was der Prophet Muhammad mit diesem Nazarener- oder Ich-Evangelium zu tun hat, empfiehlt sich das Studium des Buches von Günter Lüling "Die Wiederentdeckung des Propheten Muhammad", Eigenverlag, Erlangen.
19. Die Annalen des Tacitus, Artemis Taschenbücher der Antike.
20. Über die Identität dieses von Tacitus beschriebenen Chrestus soll es über 100 Abhandlungen geben.
21. Zur Politik des Bar-Kochba-Aufstandes gibt es entsprechende Literatur, darum hier nicht dezidiert besprochen.
22. Da hier vom Raub eines Leichnams die Rede ist und es laut Neuem Testament nur einen auferstandenen Christus gab, nannte man diese Tafel eben Nazareth-Tafel.
23. Dr. Edmond Bordeaux Szekely fand in unserem Jahrhundert diese Schriften im Vatikan und in dem Benediktinerkloster Monte Cassino.