Das französische Universalpendel (UP)

Ó Dr. Marianne Budke-Daeg; veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 39 (3/2000)


Einleitung
Das Universalpendel (UP) wurde nach ägyptischen Vorbildern von Chauméry, Bélizal und Morela in den frühen dreißiger Jahren in Frankreich entwickelt. Es ist in einigen osteuropäischen Ländern wohlbekannt und viele Radiästheten arbeiten damit, wie ich Anfang der neunziger Jahre in Polen feststellen konnte. In den deutschsprachigen Ländern wurde es in den achtziger Jahren von Herrn Milewski (1) eingeführt.

Das französische Universalpendel

Abb. 1: Das französische Universalpendel (UP)

Das UP ist grundsätzlich etwas Anderes als die von vielen Radiästheten benutzten “Indikatoren am Biosystem Mensch”, mannigfaltiger Formen von Einhand- (Tensoren, Pendel, Hakenruten) und Zweihandruten (horizontal, vertikal), die ohne spezifische Abstimmtechniken benutzt werden. Im Unterschied zu diesen Indikatoren wird das UP als radionisches Instrument bezeichnet.

Über Konstruktion und Handhabung gibt es zwei französische Bücher von Chauméry & Bélizal (2) und ein deutschsprachiges Heft (3), sowie ein Video von Herrn Milewski.

Auf dem UP, das die Form eines Globus hat (Abb. 1) können Werte auf drei verschiedenen Qualitätsskalen (EM auf dem Äquator, M und E auf zwei Meridianen) eingestellt werden. Die Qualitätswerte sind ähnlich wie bei der Skala von Bovis in Farben kalibriert, reichen aber nicht nur von Rot bis Violett, sondern darüber hinaus gibt es Werte, die mit IR, Schwarz, sechs griechischen Buchstaben bezeichnet werden, die sich bei Grün (-) treffen (Abb. 2).

Vordergründig betrachtet wäre das UP damit auf einen Ausschnitt des elektromagnetischen Spektrums (EM-Spektrum) kalibriert, von dem wir mit unserem Sinnesorgan Auge den Ausschnitt von 7500 Å (750 nm), dem Rot, bis zu 4000 Å, dem Violett, sehen können. Das sich an Rot anschließende Gebiet von IR lässt sich noch mit dem Sinnesorgan Haut als Wärmestrahlung spüren, und der kurzwellige Bereich im UV ist mit geeigneten Messmethoden zu identifizieren.

Dass die UP-Qualitäten, die zwar in “Farben” kalibriert sind, nur sehr bedingt etwas mit dem EM-Spektrum zu tun haben, dessen Ausschnitt zwischen 4000 und 7500 Å wir als Farben wahrnehmen, erkennt man sehr schnell, wenn man UP-Qualitätsanalysen (im folgenden “Farbanalysen” genannt), an grauen Steinen macht. Optisch mögen sie ähnlich erscheinen, jedoch zeigt die UP-“Farbanalyse” große Unterschiede.

Die Handhabung des UP ist einfach:

Man richtet die Aufhängekordel auf den zu untersuchenden Gegenstand (dies ist für die Anfänger eine Hilfe, das Bewusstsein auf das “Zielobjekt” zu fokussieren). Dann geht man systematisch durch die Farbeinstellungen von Weiß bis Schwarz und die griechischen Buchstaben auf allen drei Großkreisen und beobachtet, wo eine Resonanz entsteht.

Die Anzahl der Umdrehungen ist ein Maß für die Intensität dieser Resonanzeinstellung. Das einzig Schwere für den Anfänger scheint, “klare Resonanzen” zu erhalten. Dies bedarf einiger Übungszeit an einem Kalibrierungsobjekt wie z.B. einer Farbkarte.

Kalibrierung des UP in "Farben"

Abb. 2: Kalibrierung des UP in “Farben”

Das UP kann

a) zur Diagnose benutzt werden. Dabei treten immer die gleichen Resonanzen auf, egal, in welchen Abständen man das Experiment wiederholt.

b) zur Veränderung/Wandlung, beim Menschen “Therapie” genannt, eingesetzt werden. Im Unterschied zur Diagnose gibt es keine Resonanzen mehr, wenn man die richtigen “Therapieeinstellungen” getroffen hat.

Anwendungsgebiete mit drei Beispielen
Das UP eignet sich besonders gut zum Erfassen von

• Material-“Strahlern”*/“Saugern” (I) und

• Form-“Strahlern”/“Saugern” (II)

Beide sind mit anderen Methoden, außer der Lecherantennen-Methode, nur schwer bestimmbar. Sie wirken auf die feinstofflichen Systeme des Menschen (=FES**) und nicht direkt auf die Physis.

Das Universalpendel
• liefert außerdem hilfreiche Zusatzkriterien in Geobiologie und Geomantie, und bei der Untersuchung von Feldveränderungsgeräten (“Entstörgeräten”),

• kann zur Diagnose und Therapie/Wandlung an lebenden Wesen benutzt werden.

I) Material-“Strahler”
Das UP ermöglicht, verschiedene Qualitäten von Materialien zu erfassen und diese wiederzuerkennen, z.B. Steine, Mineralien, Metalle, Synthetikmaterialien.

II) Form-“Strahler”
Beispiel 1: Kreuze
Macht man UP-Analysen auf beiden Seiten des Kreuzes, so erhält man sehr verschiedene Werte. Damit kann man nachvollziehen, dass in früheren Jahrhunderten Kreuze sehr bewusst aufgestellt wurden, so dass die für die meisten Menschen “positiv”*** abstrahlende Seite zum Beschauer gerichtet war, die “Saugerseite” weg von den Bezugspersonen.

Abb. 3 zeigt ein Kreuz an der Stadtmauer von Baux (Frankreich) mit der “strahlenden” Seite zur Stadt.

Eine interessante Möglichkeit gab es auf der Salierausstellung 1992 in Speyer, alte Originale aus der Zeit zwischen 1024 und 1123 zu überprüfen.

Kreuz an der Stadtmauer der Bergstadt Baux

Abb. 3: Kreuz an der Stadtmauer der Bergstadt Baux (Frankreich)

Vortragekreuz aus dem Jahr 1070

Abb. 4: Vortragekreuz aus dem Jahr 1070 (Salierausstellung Speyer 1992)


Abb. 4 zeigt ein Vortragekreuz von 1070 mit der ausstrahlenden Seite nach hinten, also zur Prozession.

Bei Kreuzen auf Bischofsgewändern ist die Strahlerseite nach innen - also zum Kreuzträger - gerichtet, desgleichen bei Kreuzen, die am Körper getragen werden. Die kostbaren Verzierungen sind jedoch auf der nach außen gerichteten “Sauger”-Seite angebracht.

Damals wußte man noch sehr genau, wie man die Kreuze zu gestalten hatte, während bei modernen Kreuzen die positiven Seiten statistisch nach hinten und vorne verteilt zu sein scheinen.

Zur Illustration eine kleine Geschichte über Kreuze auf Gewändern: In meiner radiästhetischen Anfangszeit traf ich auf einem Seminar in Italien einen italienischen Mediziner, der eine ganze Sammlung von farbigen Bildern von Päpsten, Heiligen und kirchlichen Würdenträgern mitgebracht hatte. Er war sehr erstaunt, dass einige Bilder negativ testeten und animierte die Seminarteilnehmer, es nachzuprüfen. Er selbst schloss aus dem “Negativ”-Test auf entsprechende psychische bzw. moralische Qualitäten des Abgebildeten. Nach längeren Versuchen an den Bildern begann ich rein spielerisch, Teile des Bildes abzudecken, und konnte so die “negative Strahlung” in einem Kreuz auf dem Gewand orten. Kenntnisse des UP zu damaliger Zeit hätten diese Missdeutungen gar nicht erst aufkommen lassen. Das Beispiel zeigt, wie vorsichtig man mit Deutungen sein sollte, und wie Deutungen beschränken können. Man sollte die Fakten, auch wenn sie einem noch unverständlich erscheinen, nur registrieren, bis sie sich dann vielleicht eines Tages auflösen.

Nichts voreilig deuten wäre damit der dritte Grundsatz für radiästhetische Arbeiten, zu Grundsatz 1 nichts wollen und frei von Emotionen zu sein und Grundsatz 2 absolute Fokussierung des Bewusstseins auf das zu Mutende.(4)

Therme in Glanum (Frankreich)

Abb 5: Therme in Glanum (Frankreich), etwa 50 v.Chr.

Beispiel 2:
Hohlräume (wie Wasserspeier), die als “Sauger” wirken
Das Beispiel soll zeigen, wie sich durch die UP-Analyse Originale von Replika unterscheiden lassen.

In der alten griechischen Siedlung Glanum (Frankreich) steht der Kopf eines wasserspeienden Flussgottes an einer der ältesten Thermen Galliens. Der Dieux fleuvres aus der Zeit um 50 v.Chr. ist im Ausgrabungsareal gut zugänglich. Einen gleich aussehenden Kopf fand ich später im Museum von St. Remy, und das war das Original. Das Replika am Becken (Abb. 5 und 6) wurde aus gleichem Naturstein angefertigt, zeigt aber gänzlich andere UP-Werte (Abb. 7). (5, 6)

Dieux Fleuvre

Abb. 6: Dieux Fleuvre

Beispiel 3:
Eine Statue, die vom Künstler bewußt gestaltet wurde
Das Cenotaph de Manville in der Kirche St. Vincent in Baux (Frankreich) wurde 1903 von einem Künstler geschaffen, offensichtlich von einem Wissenden.

Die Statue ist aus weißem Marmor (Abb. 8 und 9) hergestellt, sie hält einen Hammer (Abb. 10) und hat eine Haaraussparung (Abb. 11) auf dem vorderen Kopf. Die UP-Analyse (Abb. 12) zeigt am ganzen Körper und den beiden Handrücken nur die UP-Farbe weiß, doch der in gleichem Marmor gestaltete Hammer zeigt Rot und einige griechische Buchstaben.

Die Haaraussparung zeigt alle UP-Farben, aber nur auf der Skala E, und der Strahl aus dieser Haaraussparung ist schräg nach oben in den Raum gerichtet. Die Haaraussparung und der Hammer besitzen eine “Sauger”-Wirkung.

Die Art, in der die Statue von dem Künstler geschaffen wurde, erinnert an die Bilder von Grünewald, wo auch die gemalten Pflanzen die gleichen Lecherrutenwerte zeigen, wie sie diese Pflanzen in der Natur haben. (7)

UP-Analyse des Dieux Fleuvre an Original und Replika

Abb. 7: UP-Analyse des Dieux Fleuvre an Original und Replika.

Zusammenfassung
Das Arbeiten mit dem UP erschließt dem Radiästheten neue Gebiete und macht sie durchlässig. Das soll nicht heißen, dass es nicht auch andere Methoden gibt, Gleiches zu erreichen, aber das Arbeiten mit dem UP scheint mir ein einfacher und bequemer Weg zu sein.

Cenotaph de Manville von 1903 in Les Baux

Abb. 8: Cenotaph de Manville von 1903 in Les Baux (Frankreich)

• Wir werden auf Spuren von Meistern geführt, die noch bewusst zu gestalten verstanden.

• Es ermöglicht zwischen gleich erscheinenden Objekten zu unterscheiden wie zwischen Original und Replika.

• Es lassen sich Material- und Formstrahler/Sauger einfach orten, die individuelle Wirkung auf uns haben. Ist die Wirkung stärkend, so mögen sie als “Kraftobjekte” gelten. Ist sie schwächend, so sollte man sie versetzen oder meiden.

• Es gibt uns Einblicke in Teilbereiche unserer eigenen FES. Wir können lernen, wo und welche “Strahler”/ “Sauger” uns überhaupt z.Z. beeinflussen. Wir lernen, welche Imbalancen bei uns vorliegen, wo Labilitäten vorhanden sind, und wir können diese im Rahmen der UP-Qualitäten ausgleichen.

Der Cenotaph de Manville von 1903 in Les Baux (Frankreich), hintere Ansicht

Abb. 9: Der Cenotaph de Manville von 1903 in Les Baux (Frankreich), hintere Ansicht (Zeichnung: © G. L. Geise)

 Cenotaph de Manville von 1903 in Les Baux (Frankreich)

Abb. 10: Cenotaph de Manville von 1903 in Les Baux (Frankreich). Der Hammer ist leider nicht erkennbar.

 Die Haaraussparung am Hinterkopf

Abb. 11: Die Haaraussparung am Hinterkopf

UP-Analyse der Figur

Abb. 12: UP-Analyse der Figur


Dies möge als kleine Auswahl von Anwendungsgebieten das Interesse für das Arbeiten mit dem UP wecken und Sie zu eigenen Entdeckungsreisen anregen.

Anmerkungen

*) “Strahler” ist im ursprünglichen Sinne des Wortes zu verstehen, also nicht auf EMFs beschränkt.

**) Unter FES = feinstoffliche Systeme verstehe ich eine Serie von ganz konkret erfassbaren und beeinflussbaren Systemen, die der Physis übergeordnet sind. Einige der bekannten Diagnose- und Beeinflussungsschienen sind die Meridiansysteme, Reflexzonen, Plexe etc. Man kann gut und wiederholbar damit arbeiten, wenn uns auch wissenschaftliche Erklärungen fehlen. Zu den FES-Systemen gehören auch die drei mit dem UP zu identifizierenden und beeinflussenden Qualitäten EM, M und E, die auf den drei Großkreisen des UP in Farbwerten kalibriert sind.

Longitudinale und transversale Felder (dazu gehören auch Elektro- und Akustiksmog), geopathische Belastungen sowie Einfluß von Form- und Materialstrahlern etc. wirken direkt auf die FES. Erst nach Dauer- oder immer wiederholten Einwirkungen zeigen sich physische Symptome, die zu sogenannten “Krankheiten” führen können.

***) Die im folgenden häufig gebrauchten Ausdrücke positiv, zuträglich, stärkend oder stark bleibend und negativ, abträglich, schwächend sind im Sinne kinesiologischer Muskelteste zu verstehen und damit ein gutes Maß für Wirkungen auf den individuellen Menschen.

Literatur
(1) Milewski: Öst. Verband für Radiästhesie und Geobiologie, Okt. 1990, Agathenhof (Vortrag)

(2) Chauméry & Bélizal

- Essai de Radiesthésie Vibratoire, Nr. 1097, RGS Verlag

- Physique Microvibratoire et For­ces invisibles, Nr. 1098, RGS Verlag

(3) Milewski/Minikus/Güpfert: Radionik, der frz. Universalpendel (UP)

(4) Budke-Daeg: Elektrosensibilität, W. B. M. 2/95

(5) Budke-Daeg: Das “Erdchakra” in Krakau, Mitt. Blatt Öst. Verbd. für Radiästhesie und Geobiologie, Nr. 39, Okt 1992

(6) Budke-Daeg: Muten von Umweltfaktoren, Mitt. Blatt Nr. 47, Dez. 1994 (s. 5)

(7) Oehme-Rehm: Die magischen Farben des Mathias Grünewald, 2. Int. Symposium 1987, Innsbruck, Radiästhesie-Physik-Naturwissenschaft.

Abbildungen: © Dr. M. Budge-Daeg


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