(c) 1994 Gernot L. Geise
Auf Anfrage der Gemeinde Petershausen untersuchten wir am 22. Januar 1994 bei klirrender Kälte in Petershausen, Ortsteil Obermarbach eine Bodenformation, die bereits von der Luftbildarchäologie als "Keltenschanze" ausgewiesen war. Die (kurzfristige?) kalte Witterung verlangte einen Spontan-Einsatz von uns, da der Boden des Geländes gefroren war und ein Betreten ermöglichte, ohne im feuchten Ackerboden zu versinken. Hinzu kam, dass der landwirtschaftliche Besitzer sein Einverständnis dazu gegeben hatte, den Acker zum jetzigen Zeitpunkt zu betreten.
Es waren bei der Gemeinde Zweifel aufgekommen, ob es sich bei diesem Gelände, das bereits als Bodendenkmal ausgewiesen ist, tatsächlich um eine Keltenschanze handele, denn, oberflächlich betrachtet, sieht das Gelände wie jeder andere Acker aus. Oberflächliche Merkmale einer Keltenschanze wie Wall oder Graben sind der jahrhundertelangen Landwirtschaft zum Opfer gefallen und total eingeebnet.
Unter tatkräftigem Einsatz von sechs EFODON-Mitgliedern und einem runden Dutzend interessierter Mitbürger aus der Umgebung konnten wir zügig die Keltenschanze radiästhetisch untersuchen und austrassieren.
Wir kamen zu dem vorläufigen Befund, dass es sich hier um eine Keltenschanze gehandelt hatte, die anscheinend zu einem späteren Zeitpunkt mit einem römerkastellähnlichen Burgkomplex überbaut worden war. Auch von den Grundmauern dieses Komplexes ist oberirdisch nichts mehr erkennbar.
Der EFODON e.V. bedankt sich für die Vermittlung dieser hochinteressanten Information herzlich bei Frau Lydia Thiel in Petershausen.
Erste Ergebnisse unserer Begehung vom Januar
Die Vorab-Ergebnisse, die wir aufgrund unserer radiästhetischen Untersuchungen herausgefunden haben (vgl. auch die beiden Skizzen):
Zunächst ist die untersuchte Keltenschanze bereits durch Luftbildarchäologie als solche ausgewiesen worden. Oberirdisch ist mit bloßem Auge nur ein landwirtschaftlich genutztes Feld ohne jedes Kennzeichen einer baulichen Nutzung erkennbar.
Das Gelände weist auf den etwa 4900 m2 alle (für uns) typischen Kennzeichen einer Keltenschanze auf. Radiästhetisch nachweisbar sind:
Weiterhin sind ein ehemaliger Brunnen, sowie am Südrand des Schanzengeländes Gebäudegrundmauern mit einem Turm nachweisbar. Innerhalb der Außenbefestigung, also auf dem Innenareal, waren keine Grundmauern nachweisbar. Es handelte sich bei dieser Fläche entweder um einen Innenhof, oder es standen hier Holzgebäude ohne Grundmauerwerk.
Diese und weitere Fragen bleiben uns noch zu überprüfen. Deshalb haben wir für Pfingsten, 22./23. Mai, eine weitere Begehung dieser Gelände bei Petershausen ins Auge gefasst. Bis dahin wird auch (hoffentlich) das Wetter besser sein.
Fotos und Skizzen: (c) Gernot L. Geise
Literatur
Gernot L. Geise: "Keltenschanzen und ihre verborgenen Funktionen", Hohenpeißenberg