![]()
Erstmals Messergebnisse!
Begehung zweier Schanzen
südlich von München
(c) Gernot L. Geise; veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 5/2001
Am 14. Juli 2001 gegen 11 Uhr trafen wir uns an einem markanten Punkt an der Straße etwa drei Kilometer südlich von Deisenhofen (Oberhaching) nach Oberbiberg, südlich von München, um uns nach längerer Zeit wieder einmal einigen Schanzen zu widmen.
Neben den EFODON-Mitgliedern Gerhild Schaber, Gernot L. Geise, Liese Knorr und Siegfried Sachenbacher war der Rutengänger Helmut Heilmaier und Robert Mayr von der Firma ROM-Elektronik in Nattenhausen eingetroffen. Herr Mayr hat mit dem von ihm entwickelten Messgerät "medCONT" schon "heilige" und Kultstätten rund um die Welt untersucht, jedoch bisher keine Keltenschanze. Mit seinem Gerät können Radioaktivitäts- und Kontaminierungsmessungen durchgeführt werden. In der Praxis sieht das so aus, dass Herr Mayr das zu untersuchende Gelände langsam abgeht, wobei das Gerät die Messdaten speichert. Die Auswertung der Daten geschieht dann mithilfe eines Computerprogrammes.
Entwickelt wurde das Gerät zur Umweltanalytik und für die Baubiologie. Wer weitere Informationen wünscht, wende sich bitte an die unten angegebene Adresse.
Nun galt es, festzustellen, ob die auf der Schanze radiästhetisch gemuteten Details auch messtechnisch nachzuweisen sind.
Schanze nordöstlich von Kreuzpullach
Die erste zu untersuchende Schanze lag fast gegenüber des Treffpunktes linkerhand der Straße nach Oberbiberg, etwa hundert Meter von der Straße im Waldgebiet, nordöstlich von Kreuzpullach, bei Deisenhofen.
Die Schanze belegt eine Fläche von etwa 75 mal 90 Meter, ist nord-südlich ausgerichtet und besitzt auf allen vier Seiten noch gut erhaltene Wälle und Gäben. Die Wälle mit einer durchschnittlichen Höhe von etwa zwei Metern und einer Breite von vier bis fünf Metern zeigen die schanzentypischen Erhöhungen (etwa einen halben Meter) in den Eckbereichen. Die Gräben besitzen eine Tiefe von rund zwei Metern bei einer Breite von drei bis vier Metern. Das Bodenniveau der Schanzen-Innenfläche liegt etwa einen halben Meter erhöht über dem Bodenniveau der äußeren Umgebung, ein deutliches Zeichen für die hier zusätzlich eingebrachten Erdschichten. Der Zugang der Schanze liegt in der Mitte des Ostwalles.
Wir stellten durch radiästhetische Mutungen fest, dass links und rechts des Zuganges je ein positiv und negativ schwingender Resonanzkörper vergraben liegt, genauso, wie wir es schon bei anderen Schanzen festgestellt haben. Herr Mayr konnte diese Mutungen mit seinem Messgerät bestätigen.
Auf der Schanze muteten wir je eine positiv und eine negativ polarisierte Blind Spring (unterirdische Wassersäule), davon die negativ polarisierte mit der obligatorischen Wasserschlaufe (Breite ein Meter, Durchmesser neun Meter, Tiefe 1,60 Meter). Zwei Korrekturschächte konnten wir feststellen, davon einer mit einer gemuteten Tiefe von 25 Metern bei einem Schachtdurchmesser von etwa zwei Metern. Dieser Schacht ist auch oberirdisch optisch am fehlenden Bewuchs erkennbar. Ein Kreuzungspunkt des irdischen Nord-Süd-Gitternetzes liegt genau darauf und regt einen Resonanzkörper am Schachtboden zu Schwingungen an.
Der zweite Schacht ist oberirdisch nicht so deutlich erkennbar, er besitzt einen Durchmesser von rund 1,20 Metern bei einer gemuteten Tiefe von 32 Metern. Er liegt auf einem Kreuzungspunkt des Nord-Süd-Gitters und des Diagonalgitters.
Eine Vierermanipulation findet sich etwa in der Schanzenmitte, in der Nähe der positiv polarisierten Blind Spring.
In der näheren Umgebung befinden sich - ebenfalls für Schanzen obligatorisch - einige Hügelgräbergruppen, die der späten Bronzezeit (um 1300 vC) zugeordnet werden.
Dazu gehörige "Holzorte" (wir hatten zu Beginn unserer Keltenschanzenforschung einen Zusammenhang zwischen Orten bzw. Gemarkungsnamen mit dem Zusatz "Holz" und dem Schanzenvorkommen festgestellt): Die Schanze liegt inmitten des "Hachinger Holz". Südöstlich etwa einen Kilometer entfernt: "Sauerlacher Holz".
Da es für Herrn Mayr die erste Keltenschanzen-Untersuchung war, beschränkte er sich auf eine Quermessung der Schanze, die Eingangs-Resonanzkörper sowie die Wasserschlaufe. Uns interessierte besonders, ob die Resonanzkörper links und rechts eines Schanzenzugangs wirklich vorhanden oder nur radiästhetische "Einbildung" sind, da bisher keiner dieser Körper ausgegraben wurde. Ebenso verhält es sich mit den Wasserschlaufen.
(v. l. n. r.) Robert Mayr mit Messgerät, Helmut Heilmaier, Siegfried Sachenbacher auf der Schanze nordöstlich von Kreuzpullach (Foto: (c) Geise)
Am austrassierten Korrekturschacht 2 (Foto: (c) Geise)
Die Lage der Wasserschlaufe, die durch die Messungen bestätigt wurde (Foto: Knorr)
Zur zweiten Schanze fuhr Herr Mayr leider nicht mehr mit. Er wollte zu Hause die Auswertung der Messergebnisse vornehmen.
Schanze bei Großeichenhausen
Die Begehung der vorgesehenen Schanze südlich von Endlhausen mussten wir wegen des starken Bewuchses durch Brombeeren unterlassen. Dafür fuhren wir ein paar Kilometer weiter zu einer Schanze zwischen Großeichenhausen und Gumpertsham, südöstlich von Endlhausen.
Auch diese Schanze liegt in einem Waldgebiet und ist sehr gut erhalten. Auf einer Fläche von etwa hundert auf 85 Metern liegt sie nordöstlich ausgerichtet. Das Innenflächen-Bodenniveau liegt auch hier etwa einen halben Meter über dem Außenniveau. Wälle von bis zu vier Metern Höhe und einer Breite von vier bis fünf Metern mit den schanzentypischen Eckerhöhungen (etwa einen halben Meter) umgeben die Anlage. Der Zugang liegt auch hier in der Mitte des Ostwalles, und auch hier konnten wir die beiden Resonanzkörper auf der linken und rechten Seite muten. Die Anlage ist von einem etwa zwei Meter tiefen und vier bis fünf Meter breiten Spitzgraben umgeben.
An schanzentypischen Attributen konnten wir je eine positiv und negativ polarisierte Blind Spring muten, die negative mit der Wasserschlaufe (etwa acht Meter Durchmesser, ein Meter Breite, 1,60 Meter Tiefe).
Zwei Korrekturschächte (etwa drei Meter Durchmesser bei 17 Metern Tiefe mit Nord-Süd- sowie Diagonalgitter-Kreuzungen und 2,50 Meter Durchmesser bei elf Metern Tiefe mit Nord-Süd-Gitterkreuzung) sind vorhanden, beide am schütteren Pflanzenbewuchs auch optisch erkennbar.
Zwei Vierermanipulationen fanden wir, sowie eine parallel der Südseite verlaufenden Wachstumslinie.
Der zugehörige "Holzort": "Maltheser-Holz", etwa 500 Meter südlich der Schanze.
Die Messdiagramme mit dem "medCONT"-Messgerät bestätigen unsere Mutungen (© Robert Mayr)
Nähere Infos zu dem verwendeten Messgerät erhalten Sie bei
ROM-Elektronik GmbH
Grasiger Weg 12
D-86488 Nattenhausen
Tel. 08282-7385
www.rom-elektronik.de