,,Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde...“

(1. Mose Kap. 1, Vers 27)

© Heinz Günther Birk; veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 19/1997

So schildert das 1. Kapitel des 1. Buches Mose (Genesis) die Erschaffung des Menschen. Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde. Bisher hat man dieses 1. Kapitel der Genesis eher allegorisch gesehen. Natürlich, das glaubt man ja spätestens seit Charles Darwin zu wissen, hat sich der Mensch angeblich aus dem Affen entwickelt. Seit der Entdeckung erster vorzeitlicher Schädelknochen durch den Elberfelder (heute Wuppertal) Lehrer Johann Carl Fuhlrott im weltberühmten Neandertal sammeln ganze Heere fleißiger Anthropologen Knochen um Knochen; man forscht sich von einem Höhepunkt zum anderen. Doch trotz aller gefundenen Australopithecinen, Homo erectus’ oder Homo Neanderthalensis’ fehlt immer noch das Bindeglied zum Homo sapiens sapiens. Trotz aller Erfolge, die die Anthropologie vorzuweisen hat, sind alle Kandidaten genetisch so weit vom Jetztzeit-Menschen entfernt, wie dieser vom heute existierenden Menschenaffen. Auch wenn zum Beispiel das Erbgut eines Gorillas ,,nur” zu 5 % vom Menschen abweicht, trennen uns dennoch genetische Welten von King Kong. Trotz der Anhänglichkeit an den großen Gelehrten des 19. Jahrhunderts, Charles Darwin, gibt es keinen einzigen Beweis für die Entstehung menschlichen Lebens auf der Erde. Stattdessen wimmelt es in Sagen und Mythen von Göttern, die den Homo sapiens schufen. Haben wir hier lediglich fromme Ammenmärchen unserer Vorfahren vor uns, oder müssen wir diese Berichte ernsthaft prüfen? Noch vor zwanzig Jahren galt die Komplexität des Chromosoms als Beweis für die Unmöglichkeit, den Menschen gentechnisch zu verändern. Millionen von Genen ließen gezielte Veränderungen einzelner Bauteile des Erbguts als absurd erscheinen. Doch Technik und Wissenschaft machen ungeheure Fortschritte. Beinahe täglich kommt man dem Ziel, das Geheimnis des Erbguts zu entschlüsseln, ein Stück näher.

Da die heute lebende Menschheit davon überzeugt ist, die Generation mit dem größten Wissen zu sein, haben Verse wie in der Genesis für sie keine Bedeutung. Doch ist dies wirklich so? Für den Touristen, der der französischen Hauptstadt Paris einen Besuch abstattet, gehört ein Besuch des weltberühmten Musée de Louvre beinahe zum Pflichtprogramm. Kaum ist man eine stattliche Anzahl französischer Franc an der Kasse losgeworden, fühlt man sich sogleich ins geheimnisvolle Ägypten versetzt. Würdevoll und unnahbar blickt die Mumie eines der größten Pharaonen vom Nil auf den Besucher. Es handelt sich um Ramses II., Gottkönig und Sohn des Amun-Re.

Man braucht eine ganze Weile, um sich von diesem majestätisch wirkenden König zu lösen. Man spürt die Gänsehaut, den Hauch eines großen, längst versunkenen Reiches. Vor allem der gute Erhaltungszustand der Mumie ist heutigen Experten immer noch ein großes Rätsel. Bekannt ist, dass die Leiche des Verstorbenen vor der eigentlichen Mumifizierung siebzig Tage lang in einem Natronbad lag. Diese Prozedur entzog dem Körper auch den letzten Rest Wasser, wodurch eine lange Erhaltung erst möglich wird. Dies ist jedoch auch schon alles. Über die Zusammensetzung der Substanzen, mit denen der Körper bis zur endgültigen Mumifizierung behandelt wurde, weiß man so gut wie nichts. Eine chemische Analyse ist noch nicht gelungen. Wie aus neueren Untersuchungen hervorgeht, haben die Ägypter es jedoch nicht nur verstanden, die körperliche Hülle dauerhaft zu erhalten. Die damaligen Priester konnten noch mehr.

Schon in der 70er Jahren gelang es Wissenschaftlern, bei der Untersuchung des Erhaltungszustandes von mumifiziertem Gewebe nachzuweisen, dass die darin vorkommenden roten Blutzellen ihre Form nicht verloren hatten. Elektronenoptische Aufnahmen hiervon waren von denen zeitgenössischer Blutzellen nicht zu unterscheiden. Bei der Untersuchung der 1976 nach Paris geschafften Mumie des vor 3.000 Jahren gestorbenen Königs Ramses II. konnten auch Nukleinsäuren, Eiweißmoleküle, Fette und Kohlehydrate isoliert und bestimmt werden. Forschern der Universität Tübingen ist es inzwischen gelungen, noch aktive Enzyme in Mumien nachzuweisen. Enzyme sind aus vielen Molekülen bestehende, im allgemeinen nur von lebenden Zellen gebildete Eiweißverbindungen, die biochemische Vorgänge im Organismus ermöglichen oder steuern. In Tübingen wurde gezeigt, dass bei der Mumie neben der sehr gut erhaltenen Architektur der Körperzellen auch die biologisch-funktionelle Seite konserviert ist.” (IPE-lnfo 3/95, dort zitiert aus der Rheinischen Post vom 18. 1. 95)

Auch dem Laien wird deutlich, was diese Mumien sein könnten - konservierte Genbänke, so hat man den Eindruck. Man könnte an dieser Stelle auf die überragenden Fähigkeiten der ägyptischen Priester und auf ihren besonders ausgeprägten Totenkult verweisen - wenn die ägyptischen Mumien einzigartig wären. Doch gerade dies sind sie nicht. Im Gegenteil, die Konservierung Verstorbener war nahezu weltweit geläufig.

In der Nähe der russischen Pazifikküste grub man eine weibliche Eismumie aus. Sie war - den ersten Berichten zufolge - noch besser erhalten, als die ägyptischen Mumien. Tragisch nur, dass diese Prinzessin nun aus Geldmangel für wissenschaftliche Untersuchungen in einem sibirischen Käselager dahin rottet.

In Mexiko, genauer gesagt in der alten Königsstadt Palenque, unweit des berühmten Tempels der Inschriften, fand man den Gründer dieser Königsdynastie, den göttlichen Pacal. Auch seine Mumie präsentiert sich in hervorragender Verfassung. Der ehemalige NASA-Chefingenieur Josef Blumrich berichtet von blondhaarigen Mumien, die man in der Nähe der peruanischen Stadt Nazca fand. Mumien fanden sich in Afrika, Polynesien und auch in Europa. In Europa, insbesondere in nördlichen Regionen, konnte man sich die Natur zunutze machen. Moorleichen, in norddeutschen und dänischen Mooren gefunden, sind mit ägyptischen Mumien durchaus vergleichbar. Was also sind diese Mumien? Hatten alle Völker rund um den Erdball den gleichen Spleen oder gab es klare Anweisungen der Götter?

Schauen wir noch mal in alte Schriften. Im Alten Testament, im ersten Buch Mose erfahren wir, dass Gott zuerst Adam schuf. Bald sah der Herr jedoch, dass sich der Arme einsam fühlte und beschloss, diesen für Adam wenig erfreulichen Zustand zu ändern. Er gab ihm eine Gefährtin zur Seite. Hierzu versetzte er Adam in einen tiefen Schlaf. Der Herr nahm eine seiner Rippen und formte aus ihr eine Frau. Diese war dann, wie man weiß, die ,,sündige” Eva.

Rippe kann man aus dem althebräischen Originaltext auch mit Fleisch übersetzen. Damit wären wir wieder beim Thema. Jede Körperzelle eines Menschen enthält den genetischen Schlüssel, den sogenannten genetischen Fingerabdruck gewissermaßen. Isoliert man solche Körperzellen, kann man gentechnisch, mittels künstlicher Befruchtung, Gene des normalen Erbgutspenders austauschen. Das ist heutig wissenschaftlich machbar. Kaninchen- oder Hundezüchter würden hier von Zuchtveredelung sprechen. Auf den Menschen, das höchste Lebewesen, ist solches natürlich nicht anwendbar... oder doch? Hatte irgendwer die Absicht, aus dem aufrechtgehenden, menschlichen Affen eine intelligente Spezies zu züchten, die dem Ebenbild der Götter gleicht?

Klonen, so der moderne Begriff heutiger Wissenschaftler: zuerst bringt man die Komponenten zusammen, dann befruchtet man exkorporal, das heißt außerhalb des Körpers. Das so befruchtete, weibliche Ei hat die neue Erbinformation gespeichert. Teilt man diese Eizelle wiederum, enthält jedes der Teile die eingeschleuste Information. Das heißt, dass man aus einem weiblichen Ei zwei gemacht hat und zwar mit genau denselben Erbmerkmalen. Biologisch gesehen, kann man diese Prozedur endlos weitertreiben. Nach jeder nochmaligen Teilung des Eis erhält man jeweils eine Tochterzelle mit genau identischen Bauteilen. Nach der ersten Zellteilung könnte man einerseits der Mutter wieder beide Eizellen einpflanzen - sie bekäme dann Zwillinge.

Andererseits besteht die Möglichkeit, nur ein Ei wieder einzupflanzen und austragen zu lassen. Das andere Ei, entstanden aus der oben beschriebenen Zellteilung, würde eingefroren. Friert man diese Eizelle bis zum absoluten Nullpunkt (-273,33 Grad Celsius) ein, so wäre die Haltbarkeit schier unendlich. Die oder der Erstgeborene könnte dann zum Beispiel in seinem dreißigsten Lebensjahr dem Zwillingsgeschwisterchen die Windeln wechseln. Gab es einst eine derartige göttliche Genbank? Auch das Einfrieren männlichen Samens ist ja machbar. Ein Blick in alte Schriften eröffnet uns den Horizont dafür, dass unsere himmlischen Väter je nach Belieben genetisch eingreifen konnten. Vor allem die am Westufer des Toten Meeres gefundenen Qumran-Rollen erzählen dies.

Aus der sogenannten ,,Sektenhöhle 4“ stammt ein Text, der im Zusammenhang unserer Diskussion aufhorchen lässt: ,,Und alle Seelen, welche aus den Lenden Jakobs kamen, waren 70 Seelen.” Heißt dies, dass im Wege des Klonens aus der Mumie Jakobs sein Erbgut auf siebzig Nachkommen übertragen wurde? Aber es kommt noch toller. Als das Volk der Israeliten während der vierzigjährigen Wanderung durch die Wüste Sinai wieder einmal rebellierte, baten die Ältesten Gott um einen Vermittler. ,,Ich will euch einen Propheten erwecken aus euren Brüdern”, so werden im Buch Exodus die Worte Jahwes überliefert. Was heißt hier ,,erwecken”? Etwa konstruieren auf genetischem Wege aus den einbalsamierten Körpern der verstorbenen Brüder? Klonen mit Erbgut aus intakten Zellen? Zeugung eines Propheten aus eingefrorenem Samen?

Doch es kommt noch viel besser. Selbst im Neuen Testament erfahren wir einiges über das Wirken altertümlicher Gentechniker. Der Evangelist Lukas berichtet über die Geburt Johannes des Täufers. Zacharias, ein hochmögender Priester, fromm und gottesfürchtig, bekam, als er schon hochbetagt war, ungebetenen Besuch. Ein „Engel des Herrn“ erschien dem Unglücklichen. Unglücklich deshalb, weil sein Weib Elisabeth, ebenfalls hochbetagt, kinderlos geblieben war. Für einen angesehenen Priester war das eine Schande. Ehe- und Kinderlosigkeit galten im Judentum fürwahr als Strafe Gottes. ,,Seid fruchtbar und mehret euch”, so sein Gebot in der Thora (dem „Gesetz Gottes“). Der Priester Zacharias wusste wohl, dass sein Weib über die Zeit hinaus war, wo eine Frau Kinder gebären konnte. Nur der Herr, an den er inbrünstig glaubte, konnte ihn von diesem Stigma befreien, und seine Gebete wurden erhört. Der „Engel“ erschien und verkündete dem Verzweifelten große Freude. In Lukas Kap. 1, Vers 13 liest sich das so: ,,Aber der Engel des Herrn sprach zu ihm: ,Fürchte dich nicht, Zacharias, denn dein Gebet ist erhört und dein Weib Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, des Namen sollst du Johannes heißen ...“

Neben Prophezeiungen, wonach dieser Johannes viele Menschen des Volkes Israel auf den Weg Gottes zurückführen werde, erfahren wir noch mehr Spannendes. Lukas Kap. 1, Vers 17:

,,Und er wird vor ihm hergehen in Geist und Kraft des Elia“. „Geist und Kraft“ kann man, den hebräischen Schriften zufolge, durchaus mit väterlichem Samen übersetzen. Könnte dies bedeuten, dass der unfruchtbaren Elisabeth der Samen des Elia eingepflanzt wurde - der Geist oder Samen des Propheten, der mehr als ein halbes Jahrtausend zuvor „gen Himmel“ fuhr? Hatten die Göttlichen seine ,,Kraft” eingefroren oder lebte Elia in einer anderen Welt? Warum nahm man offensichtlich bevorzugt Frauen, die bereits über die Zeit waren, Kinder gebären zu können? Noch vor einigen Jahren hätte jeder Experte natürlich gesagt, dies könnten nur Mythen und Allegorien sein. Nach den Wechseljahren einer Frau ist es für sie unmöglich, noch einmal schwanger zu werden. Doch auch dies ist nicht mehr aktuell. Ein italienischer Arzt beschert gar Frauen, die das 60. Lebensjahr bereits überschritten haben, noch Mutterglück. Auch hier erfolgt die Befruchtung des Eis außerhalb des Körpers, wobei zusätzliche Hormonbehandlungen durchgeführt werden. Man diskutiert nicht mehr, ob dies machbar sei oder nicht, nur Begriffe wie Anstand und Moral werden noch gebraucht. Wäre die Beglückung der Elisabeth, wie vom Evangelisten Lukas berichtet, einmalig, so könnte man tatsächlich eine Allegorie vermuten. Doch diese von einem Engel überbrachte frohe Botschaft taucht sowohl in vielen biblischen, als auch nicht-biblischen Schriften auf.

Die wohl bekanntesten nicht-biblischen Schriften sind die sogenannten Apokryphen. Die Bibel, so wie wir sie heute kennen, wurde erst Jahrhunderte nach der Abfassung der Schriften zusammengestellt. So wurde zum Beispiel das Neue Testament erst zur Zeit des byzantinischen Kaisers Konstantin im 5. Jahrhundert auf dem 1. vatikanischen Konzil zu Nicäa kanonisiert. Von ursprünglich achtzig Evangelien, die in allen möglichen Glaubensgemeinschaften rund ums Mittelmeer kursierten, blieben nur die uns heute bekannten vier übrig. Gleichwohl lohnt sich ein Blick in diese Apokryphen, um Spuren zu finden, die auf das gentechnische Wirken der Götter hindeuten. Im Protoevangelium des Jakobus (nach dem Johannes-Evangelium war Jakobus der Bruder des Herrn) erfahren wir Erstaunliches über die Mutter der heiligen Jungfrau Maria.

Marias Mutter hieß Anna und ihr Gemahl Joachim war - ähnlich wie Joseph - wohl auch nicht der leibliche Vater der Jesus-Mutter. Da die Ehe Joachims mit seiner Anna kinderlos geblieben war, ging er hinaus in die Wüste, um vierzig Tage zu fasten. Sein ,,Brot” war das Gebet zum Herrn. Anna, sein Weib unterdessen, wusch ihr Haupt und war voller Gram. Denn sie war bereits über die Zeit, wo eine Frau Kinder gebären kann. Aber, oh Wunder (wessen Wunder?), auch der verzweifelten Anna erschien ein „Engel“ mit der frohen Botschaft. Der Herr tat schließlich, wie verheißen und Anna gebar ihre Tochter Maria.

Diese Formulierung „der Herr tat wie verheißen”, taucht schon im Alten Testament auf. Dort wird dem guten Abraham, dessen Frau Sarah ebenfalls über die Zeit war, geweissagt, dass sie ihm dennoch einen Sohn schenken werde, den er Isaak nennen solle. Auch die Geburt biblischer Propheten, wie zum Beispiel Elias’, Samuels, Joels oder Jesajas wird solcherart geschildert. Die jeweiligen Mütter wurden stets ,,von der Kraft des Herrn überschattet”. Doch damit sind die Beispiele für das Wirken der Götter noch nicht erschöpft. Selbst die heilige Jungfrau Maria wird entsprechend heimgesucht. Wie wir es im Zusammenhang mit Johannes dem Täufer bereits gesehen haben, widerfährt Maria ähnliches. Der Evangelist Matthäus berichtet darüber (Matth. Kap. 1, Vers 18): ,,Die Geburt Jesu Christi geschah aber also: Als Maria, seine Mutter, dem Joseph vertrauet war, erfand sich’s, ehe er sie heimholte, dass sie schwanger war von dem heiligen Geist. Joseph aber, ihr Mann, war fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber, sie heimlich zu verlassen.”

Matthäus versucht hier elegant zu umschreiben, was diese Schwangerschaft für die noch nicht verheiratete Maria bedeutete. Die Thora verdammt den Ehebruch, mehr noch, sie schreibt sogar vor, dass man die Ehebrecherin steinigen solle. Die Schande für den armen Joseph kann man also gut verstehen. Eine Frau, die mit ihrem zukünftigen Mann verlobt war, konnte nicht schwanger sein. Die Braut stand bis zur Hochzeit unter strenger Aufsicht ihrer Eltern. Ein voreheliches Schäferstündchen war so gut wie unmöglich. Wenn Matthäus also den Joseph als fromm beschreibt, verweist er indirekt auf die Thora, die u.a. vorschreibt, dass der Mann eine solch untreue Braut verstoßen solle. Doch für Maria nahte Rettung. Ein „Engel des Herrn“ erschien dem Joseph (Matth. Kap. 1, Vers 2): ,,Joseph, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, dein Gemahl, zu dir zu nehmen; denn das in ihr geboren ist, das ist von dem heiligen Geist.”

Wird hier möglicherweise eine künstliche Befruchtung be- und umschrieben? Normalerweise bildet die Geburt des Kindes den Abschluss der Schwangerschaft. Im Bauch der Mutter kann also nichts geboren werden. Setzen wir jedoch voraus, dass das vom heiligen Geist in ihr Befindliche auf künstlichem Wege dorthin gelangt ist, könnte dies durch die Beschreibung ,,das in ihr geboren ist” gemeint sein. Wurde also der Maria der Samen eines Himmlischen eingepflanzt? Dann wäre die Bezeichnung für Jesus als Sohn Gottes völlig korrekt.

Doch es gibt noch seltsamere Dinge. Im Mittelalter bis in unsere Zeit hinein hat es immer wieder fromme Leute gegeben, die beweisen wollten, dass die jungfräuliche Empfängnis der Maria auf Tatsachen beruhe. Eine von uns unterstellte künstliche Befruchtung lässt diese durchaus möglich erscheinen. Aber es gab sogar Versuche, den Gläubigen zu erklären, Maria sei selbst nach der Geburt noch Jungfrau gewesen. Spätestens hier weiß der heutige Mensch ganz genau, dass diese Schilderungen nichts anderes sein können als fromme Märchen. Keinesfalls könne man hier von Tatsachen sprechen. Vielleicht aber doch!

Wenn jemand im Altertum in der Lage war, mit gentechnischen Mitteln künstlich zu befruchten, könnten diese Götter auch Kaiserschnitte in ihrem medizinischen Repertoire gehabt haben. In diesem Falle wäre Maria auch nach der Geburt noch Jungfrau gewesen. Ein Blick in andere Überlieferungen wird zeigen, dass dies so unmöglich nicht ist.

Über die Geburt des erhabenen Buddha (ca. 500 v.Chr.) wird überliefert, er sei an der Seite seiner Mutter ,,herausgetreten”, um sich nicht zu ,,beschmutzen”. Nun wird man auch vor 2.500 Jahren die Geburt, das Wunder des Lebens, nicht als etwas Schmutziges angesehen haben. Diese Formulierung muss also eine andere Bedeutung haben. Wird auch hier ein für die damalige Zeit unverstandener Vorgang mit dem unzureichenden Vokabular der staunenden Zeitgenossen beschrieben? Vergleichen wir an dieser Stelle noch einmal alte Schriften mit heutigen Möglichkeiten.

Wenn in einer modernen Klinik Paaren durch außerkörperliche Befruchtung zum ersehnten Kinderwunsch verholfen wird, entnimmt man der Frau in der Regel zwei Eizellen. Diese werden dann mit dem Samen des Mannes befruchtet und in die Gebärmutter eingepflanzt. Würde man nur ein Ei befruchten, wäre der Erfolg keineswegs sicher. Nur sehr selten kommt es zu einer Zwillingsgeburt. Überlieferungen aus alter Zeit legen nahe, dass diese Taktik auch schon von den „Göttern“ angewandt wurde.

Der große griechische Philosoph Platon gibt einen Bericht seines Urahns Solon wieder. Dieser Solon gilt als Architekt und Gründer des klassischen Griechenlands. Seine größte Hinterlassenschaft waren Schriften, wo Solon von einem ägyptischen Priester über die Existenz des sagenhaften Kontinents Atlantis erfahren haben will. Platon überliefert dies in seinen Dialogen ,,Kritias” und ,,Timaios”. Über die Gründung des Reiches der Atlanter berichtet er aus dem Blickwinkel des Gottes Poseidon. Nach der Schilderung, wie Poseidon den Berg der Königsburg, sowie den Handelshafen, formte (!?) wird dann berichtet, wie der Gott die Menschen erschuf, die die Königsdynastien begründen sollten.

Poseidon nahm seine sterbliche Geliebte und formte fünf Zwillingspaare. Ganz recht, er formte sie; in anderen Übersetzungen platonischer Schriften liest man auch, dass er sie ,,schuf”. Der griechische Dichter Homer bezieht dieses Erschaffen auf das von ihm besungene Troja, so wie wir es in seiner Ilias nachlesen können. Doch kehren wir noch einmal nach Palästina zu Beginn unserer Zeitrechnung zurück.

Wie wir schon gesehen haben, könnten biblische Texte des Neuen Testamentes eine künstliche Befruchtung durch die himmlischen Väter nahe legen. Gibt es auch hier Schriften, die die von uns betrachtete Technik heutiger Mediziner, immer zwei Eizellen zu befruchten, beschreiben? Ja, es gibt sie tatsächlich. Um diese Textstellen zu finden, müssen wir noch einmal außerbiblisches Schriftgut bemühen.

Insbesondere das Thomas-Buch, eine gnostische Schrift, die im Jahre 1948 im ägyptischen Nag Hammadi gefunden wurde, erzählt vom Zwillingsbruder des Herrn. Wenn hier vom ,,Zwilling Thomas” die Rede ist, erkennen wir einen Widerspruch. Der Name Thomas bedeutet nämlich „Zwilling“. Korrekt müsste ,,Zwilling Thomas” mit ,,Zwilling-Zwilling” übersetzt werden. Müssen wir aus den Nag Hammadi Schriften gar ein Gespräch Jesu mit seinem Zwillingsbruder herauslesen, wenn dort steht: „Bruder Thomas, so lange du in der Welt Zeit hast, höre mir zu und ich will dir anzeigen.... Man hat ja gesagt, du bist mein Zwilling und Freund...“

Noch deutlicher werden die sogenannten Thomas-Akten. Wir lesen hier schon Erstaunliches: ,,Zwillingsbruder des Messias, Apostel des Höchsten und mit eingeweiht in das verborgene Wort des Messias - der du seine verborgenen Aussprüche empfängst.”

Oder in der Übersetzung eines koptischen Urtextes: ,,Sei gegrüßt, mein verehrungswürdiger Beschützer Petrus. Sei gegrüßt Thomas, mein zweiter Messias.”

Diese apokryphen Textstellen, die vom Zwillingsbruder des Herrn berichten, lassen sich noch weiter anführen. Schauen wir uns beispielhaft noch eine Stelle in den Thomas-Akten an, wo das Wort ,,Bruder” deutlich lesbar ist: ,,Ein junger Mann sah den Herrn im Aussehen des Apostels Judas Thomas. Der Herr aber sprach zu ihm: Ich bin nicht Judas mit dem Zunamen Thomas. Ich bin sein Bruder.“

Ein Bruder des Herrn, von ihm als der ,,zweite Messias” bezeichnet? Ist dies der Hinweis, dass die Himmlischen zwei Eizellen in Marias Gebärmutter implantierten? Zwillinge galten im Altertum stets als heilig und als von den Göttern gesegnet. In dem Wissen, es hätte zwei Messias’ gegeben, könnten sich Bildmotive in keltischen Kirchen in Irland erklären lassen, auf denen sowohl Joseph als auch Maria mit jeweils einem Jesuskind zu bestaunen sind. Doch es gibt noch mehr gnostische Texte, die zum Nachdenken einladen. So klingt es doch seltsam, wenn es heißt: ,,Wenn ihr den seht, den keine Frau geboren hat, so werft euch auf euer Angesicht, jener ist euer Vater.”

Was heißt das? Wer ist der, den keine Frau geboren hat? Nachdem wir in alten Schriften geforscht haben, wie und wo etwas über das Wirken der Götter zu erfahren ist, wollen wir nun auch neue Autoren zu Wort kommen lassen. Der Amerikaner Raymond Fowler (,,Die Wächter”, Bastei Lübbe) berichtet von Entführungen durch Außerirdische. Die Untersuchungen Fowlers zur sogenannten ,,Betty-Andreasson-Luca-Affäre” gelten als die präzisesten Dokumente, die sich mit diesem Thema befassen. Fowler berichtet darüber, was ihm Betty Andreasson Luca erzählte.

Sie wurde von den ,,kleinen Grauen”, zierlichen Gestalten mit großem Kopf und großen Augen, in ein Raumschiff entführt. Dort musste Betty einer Frau Trost zusprechen, der gerade ein Fötus entnommen wurde. Erstaunt sah sie, was nun geschah. Dieses ,,kleine Ding”, so Betty, wurde von den ,,Anderen” flugs in ein großes Gefäß gesteckt. ,,Es darf keine Luft atmen”, so wurde ihr von den kleinen Grauen erklärt. Fowler legt in seinem Kommentar dazu nahe, dass es sich bei diesem Gefäß um eine künstliche Gebärmutter gehandelt haben könnte.

Da diese Aliens den Fötus entnahmen, könnte die Vermutung nahe liegen, dass die Mutter gar nicht in der Lage war, den Embryo auf natürliche Weise zu gebären. Vielleicht deshalb, weil der für menschliche Maßstäbe übergroße Kopf nicht durch den Geburtskanal passt? Darum musste der Fötus Wochen vor dem Geburtstermin geholt werden. Darum brauchten die ,,Anderen” eine künstliche Gebärmutter.

Die heutige Medizin ist bereits in der Lage, zum Beispiel bei angeborenen Herzfehlern pränatale (vor der Geburt) chirurgische Eingriffe vorzunehmen. Keinesfalls darf der Fötus dabei normale Luft einatmen. Man schafft auch hier eine Art künstliche Gebärmutter. Wenn die ,,Anderen” also diese Technik anwenden, weil die von ihnen erwählte Mietmutter das genetisch erzeugte Produkt nicht auf normalem Wege auf die Welt bringen kann, haben wir hier die Lösung des gnostischen Textes ,,wenn ihr den seht, den keine Frau geboren hat” gefunden. Die eigentliche Geburt würde dann aus der Maschine heraus erfolgen. Bestätigt Raymond Fowler mit seinen Untersuchungen, was einst geschah und wohl auch jetzt noch geschieht? Sind die Götter unserer Altvorderen zurückgekommen? Schaffen sie vielleicht gerade heute wieder einen neuen Menschen? Haben wir, die wir zu dieser Zeit den Erdball bevölkern, uns als „nicht tauglich“ erwiesen? Symbolisieren Kriege und die Gier nach Macht den Göttern von einst ein neues Sodom und Gomorrha? Planen die Götter, die uns einst nach ihrem Ebenbilde schufen, eine neue Sintflut, eine ,,Apokalypse now”?

,,Gott würfelt nicht!“
(Albert Einstein)

Quellen
1. Kasskara und die sieben Welten, Josef Blumrich, Knaur Taschenbuch
2. Die Qumran-Essener Band II., Johann Mayer, UTB-UNI-Taschenbücher
3. Die Bibel nach Dr. Martin Luther
4. Die Apokryphen, Weidinger, Pattloch Verlag
5. Der Ur-Jesus, Gruber/ Kersten, Verlag Langen Müller
6. Die Wächter, Raymond Fowler, Verlag Bastei-Lübbe


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