Die ersten Kornkreise in Deutschland!
(c) 1991 Jörg Benecke, Thomas Eickhoff und Peter Schellenberg
Veröffentlicht in EFODON NEWS Nr. 4/1991
Am 17. Juli 1991 geisterten sie zum erstenmal in den Medien:
Im Regionalprogramm der ARD "Hallo Niedersachsen" wurde gemeldet, in Grasberg bei Bremen sei ein UFO gelandet und hätte einen Kornkreis hinterlassen. Aufnahmen eines "Amateurfilmers" wurden auch gezeigt.
Am 18. Juli in der gleichen Sendereihe kam dann das Dementi. Es wurden diverse Einzelheiten verraten, wie es zu den Aufnahmen des Vortages gekommen sei. Alles sei nur eine "gemeine Verlade" durch das Team der ARD gewesen. Dieser "Jux" hat jedoch im Nachhinein einen komischen Beigeschmack!
Am Samstag, dem 20.7. überschlugen sich die Meldungen von Kornkreisen in Schleswig-Holstein:
Ein Kreis ist in Felm bei Kiel aufgetaucht, ein weiterer bei Damp 2000.
Unsere eigenen Nachforschungen ergaben dann folgendes:
1) Felm
Der Zugang zu dem Kornfeld, auf dem sich der Kreis befindet, war versperrt und mit dem Hinweisschild "Privatweg, Durchgang verboten" versehen. Nach Angaben des Bauern sei der Kreis bereits über 14 Tage alt und es gäbe keinen Zweifel, dass er von Menschen (in alkoholisiertem Zustand) gemacht worden sei. Schließlich hätte man Fußspuren etc. entdeckt. Die Verursacher seien barfuß gewesen.
In der Tat sieht der Kreis sehr unregelmäßig aus.
2) Damp
Der zweite Kornkreis liegt sehr weit abseits von den Hauptverkehrsstraßen von und zu Damp in einem Weizenfeld des Grafen Christian von Reventloh. Er gab uns die Erlaubnis, in seinem Kornfeld einige Nachforschungen zu unternehmen. Schließlich seien ja bereits der NDR, SAT 1 und diverse Journalisten vor Ort gewesen. Auch das Kieler Institut für Meeresbiologie und Bodenforschung habe bereits ausgiebige Bodenproben entnommen. Der Kreis sei etwa drei bis vier Tage alt.
Als wir am Kreis ankamen, nahmen gerade zwei Wissenschaftler von MUFON-CES verschiedene Messungen vor, wobei sie einige Merkwürdigkeiten festgestellt hatten (Ausschlag eines Messinstruments). Nach ihrer Auffassung handele es sich um den ersten deutschen Kornkreis, der, wie in England, unter recht merkwürdigen Umständen zusammengekommen sein müsse.
Das Korn lag weitgehend im Uhrzeigersinn gedreht flach an den Boden gepresst. Die Halme waren zum weitaus größten Teil nicht geknickt und hatten selbst eine im Uhrzeigersinn gleichmäßig gekrümmte Form. Spuren von einem gewaltsamen Niederdrücken durch Holzlatten oder Walzen gab es nicht. Der Weizen selbst war noch grün und daher eigentlich recht widerstandsfähig, d.h. die Halme hätten sich wieder aufrichten müssen, da sie ja nicht geknickt waren. Bei Versuchen mit einer Rute schlug dieseall im Kreis stark gegen den Uhrzeigersinn aus. Dieser Rutenausschlag ist deshalb so bemerkenswert, weil gerade ein kräftiger Wind wehte und die Rute auch stark gegen diesen Wind ausschlug.
An den Rändern des Kreises drehte die eingesetzte Wünschelrute scharf an der Kante zum stehenden Korn in die jeweilige Gegenrichtung, während die Anzeige in der Kreismitte neutral war. Eine der Traktorspuren verlief fast durch die Kreismitte. Gegen die rechte Spur lag das Korn etwas nach außen geschoben, ab Spurkante wieder um einen gemeinsamen Mittelpunkt herum angeordnet. An dieser Stelle ergab ein Fluidkompass, der an der Traktorspurkante eingenordet wurde, 30 cm parallel nach rechts verschoben eine Abweichung um -15° von der Nordrichtung.
Luftaufnahmen, die später gemacht wurden, zeigen einen weiteren, etwas kleineren Kreis im gleichen Feld, von dem wir bei unseren Untersuchungen am 27. Juli noch nichts wussten.
Inzwischen sind weitere Kornkreise aufgetaucht:
In den Tagen danach untersuchten Thomas Eickhoff und Peter Schellenberg noch die Piktogramme von Grasdorf (Abfahrt Salzgitter von der A7) und einen Kornkreis bei Springe am Deister.
Die Piktogramme scheinen - entgegen der bei Felm vorgebrachten "Bekennerangaben" - echt zu sein. Die Kompassabweichungen betrugen zwar nur maximal zwei Grad - ein völlig normaler Wert - und der Energieübertrag auf die Wünschelrute war deutlich schwächer als in Damp, doch die Art, wie die Halme lagen (viel war bereits zertrampelt, aber genügend Stellen auch noch unberührt), spricht gegen die "Walzenerklärung".
Die Piktogramme von Grasdorf (Foto: © Eickhoff)

Die Kante des Kornkreises von Grasdorf (Foto: © Eickhoff)
Der Kreis in einem Weizenfeld bei Springe wirkt im Innenkreis "schlampig gemacht". Der Innenkreis ist eher ein Oval mit etwa vier Meter Durchmesser, der Außenkreis hat eine Breite von etwa 1,2 Metern. Energieeinwirkungen auf die Rute haben wir nicht feststellen können.
Die Ähren liegen unordentlich gegen den Uhrzeigersinn und sind abgeknickt, nicht gebogen. Untersuchungen auf magnetische Anomalitäten haben wir hier nicht durchgeführt, da wir diesen Kreis für "getürkt" halten.
Merkwürdig an der ganzen Sache ist, dass im Fernsehen das Thema Kornkreise so ins Lächerliche gezogen wird, wenn zwei Tage später in allen Medien Meldungen über weitere Kreise auftauchen, die aber schon vor der sogenannten "Verlade" entstanden sind. Wird hier wieder einmal eine alte Verschleierungstaktik ausprobiert? Erstaunlich sind auch die vielen Deutungsversuche und die merkwürdigen Erklärungen, wie man selbst solche Kornkreise machen kann.
Jedes bislang veröffentlichte Verfahren hinterlässt jedoch eindeutige Spuren, die weder in Damp, noch in Grasdorf (Salzgitter) gefunden worden sind. Auch die Erklärungen einer anonymen Gruppe von Jurastudenten, die sogar im Fernsehen auftraten (allerdings vermummt!) und ihre Praxis demonstrierten, kann nicht allgemein gelten! In den Tagen zuvor hatte es reichlich Niederschlag gegeben, der Boden war durch die Regenfälle aufgeweicht. Stelzenläufer hätten also deutlich sichtbare tiefe Spuren in Hülle und Fülle hinterlassen müssen. Dies jedoch war nicht der Fall. Somit dürfen wir davon ausgehen - und darauf hätten die Fernsehleute eigentlich auch kommen können - dass es sich bei den vermeintlichen Studenten um ein paar Leute handelt, die die Gelegenheit nutzten, um sich wichtig zu machen und ins Fernsehen zu kommen.
Fazit: Eine schlüssige Erklärung für die Kornkreise haben auch wir weiterhin nicht, nur Annahmen.
Messungen der Radioaktivität an den Piktogrammen in Grasdorf
(c) Thomas Eickhoff, veröffentlicht in EFODON NEWS Nr. 4/1991
Die Piktogramme von Grasdorf vermaß Thomas Eickhoff mit einem Fag-Radiometer, Typ FH F2 der Firma Kugelfischer. Hier die Daten dieses Gerätes:
Messbereich: 0,5 µSv/h - 9,9 mSv/h.
(µSv/h = micro Sievert pro Stunde)
Geiger-Müller-Rohr: 65 KeV - 3 MeV
Grenzwert: 0,8 < q/90 < 1,2
Detektor: ZP 1200
Der höchste Messwert wurde im Bereich der Figur 14 gemessen, und zwar im Grenzbereich des Ausläufers von Figur 10. Hier konnte der Wert 0,684 - 0,737 µSv/h etwa 10 bis 12 Sekunden lang festgestellt werden, ehe die Anzeige rapide absank. Dieser hohe Wert konnte auch nicht wiederholt festgestellt werden.
Ich halte einen Messfehler allerdings für ausgeschlossen, da ich seit über drei Jahren beruflich mit diesem Gerät arbeite.
Der bisher höchste gemessene Wert lag bei 0,24 µSv/h. Zum Vergleich: Die durchschnittlichen Messwerte an meinem Arbeitsplatz, einem durch einen Bunker abgeschirmten Elektronenbeschleuniger, liegen bei 0,129 - 0,193, nur selten bei 0,24 µSv/h.
Die Arbeitsplatz-Grenzwerte werden durch den TÜV vorgegeben und betragen maximal 0,1 mSv pro Tag, das entspricht 0,0041666 mSv/h oder 0,41666 µSv/h. Das heißt: Alle Messwerte bis zu 0,41 µSv/h sind innerhalb der Toleranz.
Der höchste in Grasdorf gemessene Wert lag bei 0,737 µSv/h, womit die Normaldosis um über 76% überschritten worden ist!
Die gesamte Messdauer betrug etwa 3,5 Stunden.
Die Nummerierung der Piktogramme ist willkürlich, vgl. dazu die Messergebnisse. Bei den Figuren handelt es sich um eine visuelle Rekonstruktion, die nicht unbedingt maßstabsgetreu ist (Skizze: © Geise)
Die Meßergebnisse im Detail
Piktogramme bei Grasdorf (Hildesheim/Salzgitter)
(c) Thomas Eickhoff, veröffentlicht in EFODON NEWS Nr. 4/1991
1. Durchgang
Figur µSv/h
1 0,6 - 0,9
2 0,11 - 0,13
3 0,11 - 0,3
4 0,11 - 0,24
5 0,11 - 0,19
6 0,9 - 0,19
7 0,15 - 0,24
Figur µSv/h
8 0,15 - 0,24
9 0,15 - 0,3
10 0,15 - 0,3
11 0,15 - 0,19
12 0,15 - 0,24
13 0,15 - 0,19
14 0,684 - 0,737
2. Durchgang
Figur µSv/h
1-13 gleiche Werte
14 0,17 - 0,3
3. Durchgang
Figur µSv/h
1-13 gleiche Werte
14 0,15 - 0,24
4. Durchgang
Figur µSv/h
1-13 gleiche Werte
14 0,15 - 0,24
5. Durchgang
Figur µSv/h
1-13 gleiche Werte
14 0,13 - 0,19
Der Kornkreis in Langenau
(c) Thomas Riemer, veröffentlicht in EFODON NEWS Nr. 4/1991
Am 26.07.91 besichtigten wir den Kornkreis bei Langenau im Landkreis Alb-Donau (Ulm). Zu den weiteren Erscheinungen in Schleswig-Holstein (Damp, Felm) und Niedersachsen (Grasdorf) kann nun auch Süddeutschland im Trend mithalten.
Der Kornkreis erschien in der Nacht vom 22. auf den 23.07.91 und wurde morgens vom Besitzer entdeckt.
Der Kreis, der in der Ulmer Zeitung mit "vier Metern Durchmesser" bezeichnet wurde, entpuppte sich beim Lokaltermin als ein Doppelring mit 18,60 Metern Außendurchmesser. Der innere Ring hat immerhin schon fünf Meter Durchmesser, wie an der Skizze zu erkennen ist. Vielleicht sollte das ein zaghafter Presseversuch gewesen sein, das Phänomen herunterzuspielen.
Es scheint sich hier um ein rein radiästhetisches Phänomen zu handeln, das recht einfach physikalisch zu erklären ist. Die radiästhetische Situation: In der Mitte der "Ringanlage" ist eine Blind Spring (BS), die zunächst nicht erkannt wurde, da eine größere BS vor der Scheune (östlich vom Kreis) diese überlagert. Genau durch das Zentrum verläuft die Traktorspur - wie so oft genau auf der Benker-Reizzone - die sich im Mittelpunkt rechtwinklig kreuzt. Das merkwürdigste und in England nicht beobachtete Ereignis: im Mittelpunkt ein ovaler, 40 x 20 cm großer, leerer Fleck mit einem Brandnest, zeigte sich als nicht zum Phänomen gehörig. Zwei Jungen aus der Gegend machten uns darauf aufmerksam, dass der Brandrest und das Erdreich penetrant nach Benzin rochen. Die "Nasenprobe" überzeugte uns alle! Ob die Leute der Universität Ulm, die auch Bodenproben nahmen, das auch bemerken werden?
Am Sonntag machten sich dann Hans Guggemos und Reinhold Lück auf den Weg, um die Sache gründlicher - radiästhetisch - zu untersuchen. Das Ergebnis zeigen die Skizzen.
Einige Erklärungen dazu:
Genau im Quadrat von vier Wachstumslinien (WL) zeigt sich der äußere Kreis, schön rechtwinklig sind die am Boden liegenden Halme von den noch stehenden abgesetzt. Die Halme liegen verflochten im Uhrzeigersinn gedreht in derselben Richtung innen wie außen. Das Zentrum und einige Teile des Zwischenrings des noch stehenden Korns zeigen an, dass das Korn hier schon naturgemäß nicht gut wächst:
Die Halmabstände sind weit, das Feld erscheint hier schütter. Ursache ist die unterirdisch verlaufende Verwerfung mit einer stehenden Wassersäule (BS) die ihre Resonanz nach oben ausmutbar werden lässt. Das Wasser (Oberflächenwasser in 12 Metern Tiefe) kommt aus Richtung des Hochspannungsmastens (420 kV vom AKW Gundremmingen) auf den Mittelpunkt des Kreises zu, um dann in die Verwerfung (Kluft, Spalte) 70 Meter hinabzustürzen. Von da aus fließt das Wasser dann weiter.
Nach Befragen der Anwohner war zwar in der Nacht in Langenau kein Gewitter, aber fünf Kilometer weiter war eines! Nun kommt der Auslöser:
Wenn ein Blitz in das Blitzschutzkabel der Überlandleitung einschlägt, wird die überschüssige Energie durch Blitzableiter in den Boden abgeführt. Der abgebildete Mast ist genauso geerdet - nur eben genau in das Oberflächenwasser. Diese Gesamtenergie eines Blitzes lässt das dünne Korn (hier Weizen) zusammenklappen, wie auf den Abbildungen zu sehen ist. Durch die zusätzliche Überdüngung wird das Korn nur durch Chemie aufrechtgehalten und ist nicht sehr widerstandsfähig, wie umliegende Sturmschäden beweisen.
Da der Anteil an metallenen Spurenelementen sehr hoch ist, kombiniert mit Silizium und Phosphor, kann man bei einem Kornhalm (mit Ähre) von einer Art Antenne sprechen. Auf 100 Gramm Weizenkorn kommt dann noch ein Anteil von 13,20 Gramm Wasser, so dass eine gewisse Leitfähigkeit gewährleistet ist. Da ist schon das Wissen um die Inhaltsstoffe des Weizens wichtig:
Ein ganzes Korn enthält, bezogen auf 100 Gramm, an metallenen Spurenelementen:
Über die piezoelektrische Wirkung dieser kleinen Pflanze ist die physikalische Erkenntnis gleich NULL. Das sollte einmal in eigenen Labortests untersucht werden, um wissenschaftlich nachzuweisen, was einem Halm bei einem Blitzeinschlag widerfährt.
Die magnetische Feldenergie, die sich im Resonanzkegel der Wassersäule (BS) befindet, kann durch jede Art elektrischen Strom erzeugt werden, sei es durch die 420-kV-Starkstromleitung, die Radarstrahlen des nahegelegenen Militärflugplatzes Leipheim, in Verbindung mit einem angenommen Blitzeinschlag.
Das Ergebnis ist jedem aus dem Physikunterricht bekannt, Versuch Funkeninduktor:
Fazit: Die Physik könnte das Phänomen erklären - ein aufmerksamer Schüler der 8./9. Schulklasse allerdings auch. Viel wichtiger ist jedoch, dass die Kornkreise kein Objekt für "Ufologen und anderweitig Bescheuerte" sind. (Zitat wörtlich aus dem Spiegel # 31/1991, S. 187 zum Thema Kornkreise!).
Die Umgebung Langenaus lässt auf weitere archäologische Signifikanzen schließen: 1,7 km weiter westlich ist ein römischer Gutshof ergraben (es gibt noch zwei in der Gegend), 100 Meter südwestlich erhebt sich der Kugelberg (ca. 480 Meter ü.N.N.), dahinter die Flur "Wasenmeister".
Inmitten von Langenau befindet sich noch eine von Hans Guggemos und Reinhold Lück ausgemutete Keltenschanze, nie bebaut, heute ein Parkplatz. Und last not least führt eine Römerstraße durch Langenau.
Weitere Keltenschanzen sind im weiteren Umfeld, so dass hier auch eine erhöhte Tätigkeit seitens Kelten und Römern dokumentiert ist. Von den Kelten kennen wir bereits die Fähigkeit, mit Hilfe großer Erdbewegungen Wasserläufe zu manipulieren, so dass kein Fragezeichen bleibt.
Anmerkung
Ortsnamen und Situation aus Stadtplan Langenau, Wanderkarte Schwäbische Alb Ost, TK 7526 Ulm-Nordost.