Warum werden wir belogen?

(© 2003 Gernot L. Geise, veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 4/2003)

 

Es ist nicht etwa regierungs- oder zeitabhängig: wir werden immer und überall belogen und betrogen. Was können wir überhaupt noch glauben, was uns als angebliche „Wahrheit“ vor­­gesetzt wird?

Fangen wir in unserer heutigen Zeit an: Man erzählte uns, die Umstellung von der DM auf den Euro wä­re mit keinerlei Preissteigerungen verbunden. Wie sieht die Wirklichkeit aus? Die Preise wurden 1 : 1 umgerechnet und meist zusätzlich aufgerundet.

Man erzählt uns, Deutschland würde „überaltern“, was nicht zu finanzieren sei. Dabei sterben in Deutschland mehr Rentner, als Kinder geboren werden.

Man erzählte uns, der Krieg im Irak sei eine friedensstiftende Maßnahme, weil der böse Diktator Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen angehäuft hätte, mit welchen er uns (bzw. die USA) bedrohen würde. Jetzt, einige Monate nach Beendigung des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges steht fest, dass das nur ein Vorwand war, der durch nichts gerechtfertigt ist. Geahnt hatten wir das zwar schon, die USA und Großbritannien beharrten jedoch auf dieser Behauptung. Doch Saddam hatte im Jahre 2002 die „Sünde“ begangen, seine Erdölproduktion nicht mehr in Petro-Dollars, sondern in Euro abzurechnen, und das durfte aus Sicht der USA ja nicht sein.

Saddam soll Teile seiner eigenen Bevölkerung durch Giftgas ermordet haben, eine weitere Behauptung für die Legitimierung des Krieges - Fehlanzeige. Eine weitere gefälschte Behauptung.

Ähnlich verlief es schon beim vorigen Irak-Krieg, der ausgelöst wurde, weil Saddam angeblich befohlen hatte, Säuglinge aus den Brutkästen zu nehmen und auf den Boden zu werfen, um sie zu töten. Eine gefälschte Aussage, der gezeigte Videofilm eine ebensolche Fälschung.

Wie war es im Kosovo-Krieg - der ebenso ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg war -, als man uns weisgemacht hatte, Milosevic hätte Konzentrationslager für die moslemische Bevölkerung angelegt? Man zeigte uns im Fernsehen wochenlang Flüchtlingsströme und Lagerinsassen, doch es waren immer die selben Statisten. Und im Nachhinein stellte es sich heraus, dass diese Lager erst von den Amerikanern angelegt worden waren.

Ging es im Kosovo-Krieg noch angeblich darum, das Land von seinem „Diktator“ zu befreien, ging es im Afghanistan-Krieg vorrangig darum, angebliche Terroristen dingfest zu machen (die leider bis heute nicht gefunden werden konnten), denn die gesamte Weltöffentlichkeit hätte aufgeschrieen, wenn die Amerikaner den wahren Angriffsgrund genannt hätten: den Zugriff auf das afghanische Erdöl zu bekommen, genauso wie es im letzten Irak-Krieg war. Demge­mäß bestand auch die erste Amtshandlung des neuen afghanischen Präsidenten darin, eine Erdöl-Pipeline für die Amerikaner bauen zu lassen.

Als Hauptgrund für den Afghanistan-Krieg wurden die Vorkommnisse um den 11. September 2001 - den Anschlag auf das World Trade Center - genannt, um die daran beteiligten Terroristen dingfest zu machen. Die Widersprüche um diesen Anschlag sind jedoch inzwischen so reichhaltig, dass man allein darüber mehrere Bücher schreiben könnte. Warum hält die US-Regierung alle „Erkenntnisse“ darüber geheim?

Wir könnten noch weiter zurück gehen. Wie war es denn im 2. Weltkrieg mit Pearl Harbour? Der Angriff der Japaner auf den US-Kriegshafen war ta­gelang vorher bekannt, aber die US-Regierung benötigte einen Präzedenzfall, um die Bevölkerung für den Ostasienkrieg zu gewinnen. Deshalb baute man rechtzeitig alle Flugabwehrkanonen ab und ließ die Japaner unbehelligt bombardieren, was natürlich einen Aufschrei in der US-Bevölkerung erzeugte, woraufhin die US-Regierung alle Gelder und Vollmachten durch den Kongress zugesprochen bekam, die sie benötigte, um im unseligen Ostasienkrieg mitmischen zu können.

Auf die uns von den Siegermächten aufgezwungene Geschichtsfälschung nach dem 2. Weltkrieg will ich hier gar nicht eingehen.

Auch in anderen Bereichen wurden und werden wir betrogen: Was gab die NASA noch 1996 triumphierend der Welt kund? Sie hätten in der Antarktis einen Meteoriten vom Mars gefunden, in welchem sich einwandfrei die Reste von Bakterien, „Lebensspuren“, nachweisen lassen würden.

Diese „Sensation“ war der „Aufhänger“, um die benötigten Geldmittel für die beabsichtigte PATHFINDER-Mission zum Mars vom US-Kongress zu erhalten. 1997 gab dann US-Präsident Bill Clinton vor dem Gelächter der erheiterten Presse zu, dass es nur ein PR-Gag war: „Stellt euch vor, wir sagen, es gäbe Leben auf dem Mars. Das haben wir gemacht, und ihr habt es uns tatsächlich abgekauft!“. Die Parallelen zum APOLLO-Projekt sind überwältigend!

Denn auch damals wurden wir betrogen, auf eine bis dato einmalige Art. Und das Einmalige daran war wohl auch der Grund, dass alle Welt auf den Betrug hereingefallen ist [siehe „Die dunkle Seite von APOLLO“, Peiting 2002; „Die Schatten von APOLLO“, Peiting 2003]. Auf den APOLLO-Betrug brauche ich hier wohl nicht näher einzugehen. Es gibt genügend andere Beispiele, nicht nur bei der Legitimierung kriegerischer Maßnahmen.

Insbesondere sollte man wachsam sein, wenn diesbezügliche Meldungen in Zeitungen oder im Fernsehen verbreitet werden. Denn es ist ein ungeschriebenes Gesetz: Die Medien leben von den Sensationen. Je „blutiger“ eine Meldung ist, unabhängig vom Wahrheitsgehalt, um so besser lässt sie sich verkaufen und steigert die Auflage (bzw. die Einschaltquote). Das ist eine alte (Zwangs-) Jacke, und jeder Journalist handelt danach.

Uns als Leidtragende und Konsumenten bleibt nichts anderes übrig, als jede, aber auch jede Aussage, die man uns als angebliche Wahrheit vorsetzt, so kritisch wie möglich zu hinterfragen. Das ist nicht immer sofort möglich, zumal nicht jedem das teil­weise benötigte Fachwissen zur Verfügung steht. Dann gibt es jedoch im­mer noch die Möglichkeit, das als angebliche Tatsache Dargebotene erst einmal wertfrei stehen zu lassen, ehe man es bedingungslos  als „Wahrheit“ übernimmt.

In diesem Sinne: bleiben Sie kritisch! Sie werden öfter belogen und betrogen, als Sie es wahr haben wollen!

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