Die UFO-Problematik rational betrachtet
© 2001 Gernot L. Geise; veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 4/2001

Da sind sie wieder, die Außerirdischen in ihren UFOs, von denen man nicht weiß, ob es sie nun wirklich gibt oder nicht. Sind sie nur Hirngespinste einiger Wichtigtuer oder reale Wesen?

Die Problematik bei dem ganzen UFO-Thema besteht darin, dass seit den ersten Sichtungen der Neuzeit gegen Ende des 2. Weltkrieges alles in einen großen Topf geworfen wurde, was irgendwie auf den ersten Blick unerklärlich war. Dazu gehören Sichtungen von Wetterballons, Kometen und anderen Himmelskörpern, Wolken, hoch fliegenden Flugzeugen, Raketentrümmern, Meteoriten, Kugelblitzen und was der Dinge mehr sind. Dazu gehören jedoch auch strengst geheim gehaltene reichsdeutsche Flugscheiben-Entwicklungen und ebenso streng geheime militärische Flugkörper-Entwicklungen der beiden Nachkriegs-Supermächte. Und beiden letzten Punkte waren der Hauptgrund für die sofort einsetzende und bis heute andauernde Verschleierungspolitik, die einher ging mit der Lächerlichmachung des ganzen Themas. Die deutschen Flugscheiben aus den vierziger Jahren durfte es nicht geben, weil es nicht sein durfte, dass Deutschland gegen Ende des 2. Weltkrieges Fluggeräte besaß, die denen der Siegermächte haushoch überlegen waren. Und die geheimen amerikanischen Flugzeug-Entwicklungen (aus denen u.a. der sogenannte Stealth-Bomber hervor ging) wurden aus naheliegenden Gründen vertuscht. Um die reichsdeutschen Flugscheiben rankten sich schon bald die unsinnigsten Gerüchte, die so weit gehen, dass deutsche Flugscheiben angeblich bis zum Aldebaran-Sonnensystem geflogen seien. Stützpunkte auf Mond und Mars seien errichtet worden. Ich glaube, dazu muss nichts gesagt werden. Deutsche Flugscheiben gab es wirklich. Doch es waren im Prinzip verkleidete Hubschrauber, wie die Pläne des Flugscheibenkonstrukteurs J. Andreas Epp zeigen. Man sollte hier nicht mehr hinein deuten, als technisch möglich war. Utopische Antriebsmöglichkeiten gab es damals nicht.

Flugscheiben-Entwurf von 1939 des Konstrukteurs J. Andreas Ep

Flugscheiben-Entwurf von 1939 des Konstrukteurs J. Andreas Epp. Der Antrieb bestand aus einem Rotorblätterkranz. Der kleine Propeller auf der Kabine diente der Steuerung.

Doch die UFO-Sichtungen aus allen Schichten der Bevölkerung rund um die Erde rissen bis heute nicht ab. Die moderne Technik der Video-Kameras, die heute weit verbreitet sind, machte es möglich, solche Objekte zuhauf zu filmen. Hatte man früher Fotos, die mehr oder weniger unscharf waren, als Fälschungen deklarieren können - und es wurde auf diesem Gebiet bis heute gefälscht, was das Zeug hält! - ist es bei den inzwischen in die tausende gehenden Videoaufzeichnungen nicht mehr so einfach, sie alle als Fälschungen hinzustellen.

Wie gesagt, besteht der überwiegende Teil der existierenden Sichtungen aus durchaus erklärbaren Phänomenen oder realen irdischen Flugkörpern. Doch bleibt ein kleiner Prozentsatz mit Sichtungen, die nicht rational erklärt werden können.


Zeichnung der mit seiner Flugscheibe "Omega-Diskus" möglichen Flugmanöver

Zeichnung der mit seiner Flugscheibe "Omega-Diskus" möglichen Flugmanöver (J. Andreas Epp). Diese Manöver erinnern fatal an die beobachteten Flugmanöver von UFOs.

Merkwürdigerweise hat man gleich die ersten Sichtungen - sofern sie nicht verleugnet wurden - Außerirdischen untergeschoben, denen man, zumindest in den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg, kriegerische Absichten zuschrieb. Aus dieser Zeit stammen auch eine ganze Reihe von Spielfilmen, die dieses Thema behandeln, und die mit dazu beitrugen, alle unbekannten Flugkörper ominösen Außerirdischen zuzuschanzen, die in böser Absicht die Menschheit versklaven wollen. Die UFOs, die ja eigentlich nur ein Sammelbegriff für alle unidentifizierten Flugobjekte sind, wandelten sich immer mehr zu außerirdischen Raumschiffen. Wenn heute von UFOs geredet wird, dann nur noch in diesem Sinn.

Das ganze UFO-Problem wäre nicht entstanden, wenn die Supermächte - insbesondere die USA - nicht ihre Verschleierungspolitik betrieben hätten. Doch selbst wenn heute alle Fakten offen gelegt werden würden, würde sie kaum jemand glauben, weil man sofort eine neue Fälschungsaktion vermuten würde.

Zu den Sichtungen gesellen sich die mehr oder weniger geheim gehaltenen UFO-Abstürze rund um die Welt, von denen rund ein Dutzend nicht verschwiegen werden konnte. Die Dunkelziffer wird noch höher liegen. Welche Flugkörper hier wirklich abgestürzt sind, wird nicht bekannt gegeben, es fällt mal wieder unter "Top secret". Dass damit die Gerüchteküche jedesmal aufs Neue angeheizt wird, ist wohl klar.

Rund fünfzig Jahre UFO-Phänomen erbrachten nur so viel: Es gibt bis heute keinen einzigen eindeutigen Beweis dafür, dass die nicht erklärbaren Flugkörper aus anderen Sonnensystemen stammen sollen.


Foto eines unbekannten Flugobjekts

Foto eines unbekannten Flugobjekts. Meist sind auf UFO-Bildern nur helle Punkte zu erkennen, seltener ein Flugkörper. Die meisten Fotos von Flugscheiben stellten sich als mehr oder weniger geschickte Fälschungen heraus (GLG-Archiv)

Keine Beweise, aber fortlaufend neue Sichtungen, wie etwa in den neunziger Jahren die UFO-Massenflüge über Belgien, wo hunderte von Flugkörpern - meist dreieckig - nicht nur gesehen, sondern auch fotografiert und gefilmt und von Militärmaschinen ergebnislos verfolgt wurden.

Skeptiker wenden ein: Wenn die UFOs wirklich aus anderen Sonnensystemen stammen würden - abgesehen von den zurückzulegenden Entfernungen -, dann wäre unser Sonnensystem nicht das einzige, das besucht werden würde. Da es aber Milliarden von Sonnensystemen allein in unserer Galaxis gibt, wie viele Flugkörper müssten dann wohl ständig unterwegs sein, wenn man nur pro besuchtem Sonnensystem einen einzigen Flugkörper annimmt? In den letzten fünfzig Jahren wurden aber allein auf der Erde zehntausende von UFOs beobachtet. Welche Zivilisation kann es sich leisten, -zig Milliarden von Flugkörpern zu bauen, um damit andere Sonnensysteme anzufliegen? Das wäre ein unbezahlbarer Kostenfaktor. Hinzu kommt das Materialproblem. Woher soll diese angenommene Zivilisation die Unmengen an Stahl und anderen Materialien genommen haben, um ihre Flugkörper bauen zu können? Und dann müssen sie bemannt werden, mit mehr als nur einem Piloten. Man stelle sich vor, wir würden unsere gesamte irdische Bevölkerung (z.Z. ca. acht Milliarden Menschen) als UFO-Piloten ausbilden und in den Weltraum schicken. Damit wäre die Erde leer, unsere Zivilisation hätte sich aufgelöst.

Sie sehen, so einfach ist es nicht mit der Annahme von außerirdischen Flugbewegungen. Man könnte obiges Beispiel natürlich einschränken. Es muss nicht zwangsläufig jedes Sonnensystem besucht werden. Möglicherweise besitzt die angenommene Superzivilisation technische Möglichkeiten, um - vielleicht durch Abhören von Funksignalen - nur solche Systeme auszuwählen, in denen sich intelligentes Leben befindet. Doch selbst dann dürfte die Zahl der bewohnten erdähnlichen Planeten allein in unserer Galaxis in die Millionen gehen, wie man heute in der Wissenschaft annimmt.

Es bleibt also offen, warum ausgerechnet unser kleiner blauer Planet ausgewählt worden sein soll, regelmäßig von ganzen UFO-Geschwadern besucht zu werden. Hier haben sich im Laufe der Zeit eine Reihe von Menschen gefunden, die sich als sogenannte Kontaktler sehen und der Welt die "telepathisch empfangenen" Botschaften der "galaktischen Brüder" mitteilen. Man mag dazu stehen, wie man will. Ich betrachte es als Scharlatanerie und Unfug.


Unbekanntes scheibenförmiges Flugobjekt

Unbekanntes scheibenförmiges Flugobjekt, Ausschnitt aus einem Videofilm (GLG-Archiv)

Natürlich dürfen auch nicht diejenigen fehlen, die nun wieder die altbekannte Mär aufwärmen, die Erde stelle den Mittelpunkt der Galaxis dar. Zwar nicht räumlich wie im Mittelalter, sondern heute geistig gesehen. Die Spekulationen, die sich allein aufgrund des Vorhandenseins des UFO-Phänomens im Laufe der Zeit gebildet haben, alle aufzuzählen, würde ein Buch ergeben...

Wegen des oben erwähnten Materialproblems in Verbindung mit den riesigen galaktischen Entfernungen, die zurückgelegt werden müssten, hat der bekannte Sachbuchautor Ernst Meckelburg eine neue These aufgestellt (1). Er postuliert, die UFOs seien in Wirklichkeit Zeitmaschinen, mit denen uns Menschen aus unserer Zukunft besuchen würden. Seine Hypothese stützt sich überwiegend auf den beobachteten Effekten beim De- und Rematerialisieren von UFOs. Häufig wird um UFOs eine mehr oder weniger diffuse Wolke beobachtet, man hat weiterhin beobachtet, wie UFOs materialisierten, d.h. plötzlich aus dem Nichts auftauchten, und ebenso plötzlich wieder verschwanden. Das seien nach Meckelburg eindeutige Anzeichen für eine solche Zeitreise-Technik. Mag sein. Für mich ist damit das Thema allerdings nur in eine andere unbeweisbare Richtung abgeschoben worden.

Ein Hauptargument, das immer wieder gegen eine Anwesenheit von Außerirdischen im irdischen Luftraum vorgebracht wird, lautet: Wenn sie wirklich hier wären und Verbindung mit uns aufnehmen wollten, warum landen sie dann nicht hochoffiziell vor dem Weißen Haus oder auf sonst einem öffentlichen Platz in irgend einer Stadt und nehmen Verbindung mit uns auf? Wer die menschliche Mentalität kennt, für den wird diese Frage von selbst beantwortet. Wo und wann auch immer irgendeine UFO-Sichtung stattfand, stiegen irgendwelche Kampfflugzeuge auf, um das UFO zu jagen und ggf. abzuschießen. Zumindest wurde das häufig ergebnislos versucht. Wie soll ein (friedliebender?) Außerirdischer in dicht besiedeltem Gebiet auf der Erde unbehelligt landen können? Das kann nur in ländlichen Gebieten und möglichst bei Nacht und Nebel stattfinden. Und so ist es ja auch oft genug passiert.

Die Thesen der "Verschwörungs-Fanatiker" besagen, dass (zumindest) die Regierung der USA seit einigen Jahrzehnten streng geheim mit Außerirdischen zusammen arbeiten soll, wobei die Außerirdischen (die "Grauen") genetische Forschung (auch an Menschen) betreiben würden, während sie im Gegenzug einen Technologietransfer vornehmen würden. Man schreibt sogar die Erfindung des Transistors einem solchen Technologietransfer zu. Ich sage mir jedoch: Was haben Transistoren, die selbst für uns heute schon "antike Technik" sind, mit einer Raumfahrt-Technologie zu tun, die Lichtjahre überwinden kann?

Eine Gruppe Außerirdischer würde zusammen mit amerikanischen Wissenschaftlern in (streng geheimen) unterirdischen Laboratorien arbeiten. Dabei wird auch immer wieder die sagenumrankte "Area 51" genannt, jenes militärische Gelände, zu dem angeblich nicht einmal der amerikanische Präsident Zugang hat. Auf dem Gelände dieser Basis werden anscheinend supergeheime Fluggeräte entwickelt, die auch schon teilweise fotografiert werden konnten. Gerüchte wollen wissen, dass hier abgestürzte UFOs untersucht und eventuell nachgebaut werden. Doch das sind Gerüchte.


Idealbild einer UFO-Flugscheibe

Idealbild einer UFO-Flugscheibe (Zeichnung, GLG-Archiv)

Die Verquickung zwischen den angeblich hier stationierten Außerirdischen und ihrer Genforschung entstand auch durch die Häufung der sogenannten Tiervertümmelungen in den USA. Hunderttausende von Rindern (und anderem Getier) fand man im Laufe der Jahre. Alle zeigten sie die gemeinsamen Merkmale: Sie wurden tot aufgefunden und starben ohne Todeskampf. Ihnen fehlte das Blut, das bis auf den letzten Tropfen abgesaugt worden war. Sie waren teilweise sauber bis auf die Knochen zerschnitten, wobei die Schnittstellen bis heute nicht erklärbar sind, weil sie molekular durchgeführt sind. Das heißt, das Gewebe wurde so durchgetrennt, dass es keine Beschädigungen wie etwa bei einem Schnitt aufweist. Versuche mit einem Laser erbrachten zwar ähnliche, aber nicht identische Ergebnisse. Allen Tieren waren die Geschlechtsorgane (auch Euter oder einzelne Zitzen) und andere Körperteile (jeweils ein Auge, ein Ohr, das Herz, die Zunge, Bereiche der Haut oder Teile von Lippe oder Schnauze) chirurgisch entfernt worden. Auch der Rektalbereich war gewöhnlich herausgeschnitten worden. Weiterhin wurden die toten Tiere oftmals in verschneitem Gelände oder auf lehmig-weichem Boden gefunden, es fanden sich jedoch keinerlei Fuß-, Fahrzeug- oder andere Spuren. Gelegentlich deuteten Knochenbrüche darauf hin, dass die Tiere aus einer relativ großen Höhe zu Boden gefallen sein müssen. Es ist bis heute ein Rätsel geblieben, wer und zu welchem Zweck diese Tiere verstümmelte, und da boten sich die angeblich mit den USA zusammen arbeitenden Außerirdischen mit ihrer "Supertechnik" geradezu an, zumal es nicht erklärbar ist, wie man aus einem Körper das Blut vollends entfernen kann, ohne dass Reste darin verbleiben.

Allerdings wurden in der Gegend der meisten Verstümmelungsfälle häufig nachts schwarze Hubschrauber ohne Kennzeichen und Positionslichter gesichtet, die mit modernster Technik ausgestattet sein müssen, weil sie sehr leise sind und ein ungewöhnliches Beschleunigungsvermögen besitzen sollen. Diese Umstände legen es nahe, dass hier keine Außerirdischen, sondern irgendeine Geheimgruppe der US-Regierung am Werk ist, zu welchem Zweck auch immer.

Ein verstümmelter Stier, der am 31. Januar 1992 in Caldwell, Kansas, tot aufgefunden wurde

Ein verstümmelter Stier, der am 31. Januar 1992 in Caldwell, Kansas, tot aufgefunden wurde. Kein Tropfen Blut ist erkennbar, das Fell ist präzise zerteilt (Rétyi, a.a.O.)

Ein weiteres Vorkommen, das man den Aliens unterschob, sind die jährlich verschwindenden Personen in den USA. Man hört zwar seltener davon, doch es sind einige tausend Personen, meist Kinder, die dort jährlich spurlos verschwinden und niemals wiedergefunden werden. Sicher gibt es auch hierfür eine "natürliche" Erklärung, doch es passt so schön in die "Verschwörungs-Theorie".

Zu den Fällen von "Entführungen durch Außerirdische" ist zu sagen, dass sie bestimmt stattgefunden haben, wenigstens ein großer Teil davon. Doch wer sagt denn, dass es sich hierbei um Außerirdische handeln muss, welche diese Entführungen vornehmen? Wie schon im Beitrag "Das UFO-Problem" angeführt wird, wird den Betroffenen oftmals eine falsche Erinnerung eingepflanzt, also hypnotisch verankert. Ich bin davon überzeugt, dass es sich hier um rein irdische Machenschaften handelt. Die Geheimdienste verfügen heute über Möglichkeiten der Beeinflussung, die geradezu unglaublich sind. Es ist - dazu sind keine Außerirdischen nötig - tatsächlich möglich, die komplette Erinnerung eines Menschen völlig neu zu gestalten. Und zwar so perfekt, dass sie auch hypnotischen Sitzungen widersteht. Wie können Geheimdienste ihr verbrecherisches Tun besser tarnen als mit fiktiven Erinnerungen an irgendwelche Außerirdischen?

Hierher gehört auch das Einsetzen von Mikrochips. Es besteht durchaus kein Unterschied (mehr) zwischen irdischen und (angeblich) außerirdischen Implantaten. Auch der sogenannte Abstoßungseffekt des Körpers gegen Fremdkörper ist inzwischen völlig unter Kontrolle (2).

Verschiedentlich bleiben bei Entführungsopfern Merkmale (Narben) am Körper zurück, wo Gewebeproben entnommen worden sind. Dass hier tatsächlich an den Körpern manipuliert worden ist, steht außer Frage. Doch ob es Außerirdische waren, die hier Testproben genommen haben, ist höchst fraglich. Die geschilderte Technik jedenfalls passt durchaus zu unseren medizinischen Möglichkeiten - natürlich nicht zu der Praxis des praktischen Arztes um die Ecke.

Wenn wir uns mit offenen Augen betrachten, was mit den Entführungsopfern gemacht wurde (Ei- und Spermaentnahme, künstliche Befruchtung, Fötusentnahme usw.), so handelt es sich doch sehr fatal genau um diejenigen genetischen Versuche am Menschen, um die gegenwärtig so heftig gestritten wird wegen der moralischen Bedenken. Genauso fatal sind die Aussagen der Opfer, die "Außerirdischen" würden einen neuen Menschentyp züchten. Hatten wir nicht in unserer Geschichte schon mehrere Versuche in dieser Richtung? Das versprochene "goldene Zeitalter" ist ebenfalls nicht neu, sondern entspricht völlig der Illuminaten-Ideologie.

Ich denke, dass es sich bei den Menschenversuchen um Langzeitprojekte höchst irdischer Natur von Geheimdiensten oder sonstigen höchst irdischen Gruppen handelt, die - aus moralischen Gründen - offiziell niemals genehmigt werden würden. Den Betroffenen wird eine falsche Erinnerung eingepflanzt, und somit kann niemand der Verantwortlichen mehr dingfest oder regresspflichtig gemacht werden.

Löffelförmige Narben, die Hinterlassenschaften von Gewebeentnahmen durch - wen auch immer Löffelförmige Narben, die Hinterlassenschaften von Gewebeentnahmen durch - wen auch immer

Löffelförmige Narben, die Hinterlassenschaften von Gewebeentnahmen durch - wen auch immer (Fowler, a.a.O.)

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass gerade die USA bzw. die amerikanischen Regierungen und ihre Organisationen noch niemals Rücksicht auf die eigene Bevölkerung genommen hat, wenn es galt, irgend etwas Schädliches an Menschen auszutesten. Bestes Beispiel ist die Entwicklung der amerikanischen Atombombe, wo mehrfach ganze Städte ohne das Wissen der dort Lebenden radioaktivem Fallout ausgesetzt wurden, nur um zu sehen, ob und wie die Menschen dies überleben. Ähnliche "Tests" wurden mit den verschiedensten Giften gemacht, zuletzt im Kosovo-Krieg, als Soldaten ungeschützt der strahlenden Atom-Munition ausgesetzt wurden.

Der "Knackpunkt" ist für mich der von allen Entführungsopfern zugegebene Erinnerungsaustausch. Alle Aussagen der Opfer wurden bei Rückführungen bzw. unter Hypnose gemacht, in denen sie das Geschehen nochmals durchlebten. Wenn den Opfern jedoch eine falsche Erinnerung eingepflanzt wurde, ist es kaum möglich, diese als solche zu enttarnen. Möglicherweise haben wir ein Hinweis darin, dass bei den Beschreibungen der Aliens durch die Opfer kaum dieselben "Rassen" geschildert werden, sondern nur sich ähnelnde. Das könnte damit zusammenhängen, dass sie das geschilderte Geschehen so selbst nicht erlebt haben, sondern auf eine eingepflanzte Erinnerung zurückgreifen.

Was spricht nun eigentlich noch für die Anwesenheit irgendwelcher Außerirdischer auf der Erde? Etwa der Film von der Sezierung einer "Außerirdischen" aus den fünfziger Jahren, der Mitte der Neunzigerjahre von dem Video-Produzenten Ray Santilli groß vermarktet wurde (siehe Abb. im Beitrag "Das UFO-Problem" von H.-P. Thietz)? Die "Außerirdische" war angeblich mit einem UFO bei Roswell abgestürzt und mit einigen anderen Toten geborgen worden. Auf einer US-Militärbasis wurde sie seziert. Dieser Vorgang wurde gefilmt, wobei einige dieser Filme angeblich bei dem Fotografen verblieben, der sie erst vierzig Jahre später zufällig wiedergefunden haben will. Alle Welt versuchte nachzuweisen, dass es sich hierbei um eine Fälschung handelt, doch ein definitiver Nachweis blieb bis heute aus. "Echt oder unecht?" fragten wir schon in SYNESIS Nr. 12/1995 (3).

Gerade im UFO-Bereich wurde (und wird) seit den ersten Sichtungen gefälscht, was irgend möglich war. Heute sind die Möglichkeiten einer guten Fälschung um vieles größer als noch vor wenigen Jahren. Aber heute haben wir andererseits auch viel bessere Möglichkeiten, Fälschungen als solche zu enttarnen, womit ich nicht etwa behaupten will, dass der "Autopsie-Film" eine Fälschung ist.

Wir sollten aber nicht alles, was wir nicht verstehen, irgendwelchen Außerirdischen in die "Schuhe" schieben. Unsere Technik ist viel, viel weiter fortgeschritten, als wir es wahrhaben wollen. Alle technischen Entwicklungen, die für den "Normalbürger" als Neuerungen verfügbar werden, sind entwicklungsmäßig bereits wieder "altes Eisen", wenn sie auf den Markt kommen. Das erkennt man zum Beispiel in der Computerentwicklung, bei der man in der Industrie heute über Prozessorgeschwindigkeiten über zwei Gigahertz (die für den Anwender noch gar nicht erhältlich sind) bereits lacht, weil schon Testgeräte mit der zehnfachen Geschwindigkeit laufen.

Ebenso verhält es sich mit der Genforschung, über die derzeit (wieder einmal) zu Recht fleißig gestritten wird. Ist Genforschung an menschlichem Material moralisch zulässig oder nicht? In den Labors wird schon lange damit gearbeitet, ob wir es wahr haben wollen oder nicht. Genmanipulationen? Haben denn die entrüsteten Proteste irgend etwas bewirkt? Nein. Ein Großteil dessen, was wir heute verzehren, ist genmanipuliert. Völlig ohne außerirdische Einwirkung.

Die Technik kann also nicht mehr als Beleg für eine außerirdische Anwesenheit gelten. Alles was bisher beobachtet wurde, seien es Gewebeentnahmen, Implantate oder "unglaubliche" Flugbewegungen unidentifizierter Flugkörper, ist auch mit irdischer Technik machbar.

Betrachten wir uns die Beschreibungen von UFO-Besatzungen bei Nahbegegnungen, so fällt es auf, dass in den ersten Jahren fast immer von großen, gut gewachsenen "menschenähnlichen" Humanoiden die Rede war, die meist blonde lange Haare trugen (und manch-mal sogar deutsch redeten). Erst später gesellten sich in den Beschreibungen die kleineren "Grauen" mit ihren riesigen Augen in dem überproportionierten Kopf auf schmächtigem Körper hinzu. Die "reptiloiden" oder "insektoiden" Wesen tauchten erst etwa in den Achtzigerjahren auf. Dagegen wird heute keine UFO-Besatzung mehr beobachtet, die dem blonden Idealtypus entspricht. Nimmt man die Schilderungen von Entführungsopfern jedoch ernst, wonach die Aliens ein Menschenzüchtungsprogramm unterhalten würden, indem sie Hybriden züchten würden, die eine Kreuzung zwischen Menschen und Aliens darstellen, so müsste der Sichtungs-Trend eigentlich umgekehrt verlaufen: Die ersten Begegnungen hätten mit großäugigen "Grauen" erfolgen müssen, und im Laufe der gentechnisch herbeigeführten Vermischung mit immer menschenähnlicheren "Hybriden". Dem ist jedoch nicht so.

Ich will mit diesem Beitrag nicht in den großen Chor der UFO-Verleugner mit einstimmen. Solange es unaufgeklärte Vorfälle und Sichtungen gibt, ist jede Erklärung möglich, auch die einer außerirdischen Intervention. Doch sollten wir alle Schilderungen und Sichtungen peinlichst genau darauf abklopfen, ob nicht doch eine verschwiegene höchst irdische Macht dahinter steckt. Noch vor dreißig Jahren konnte man Menschen damit beeindrucken, indem eine "übermächtige" außerirdische Technologie beschrieben wurde, die der unseren weit überlegen war. Heute ist unsere eigene Technologie so weit, dass kein Unterschied mehr besteht. Wo bleibt nun die übermächtige Technik der Außerirdischen? (Oder haben wir sie klammheimlich übernommen?)

Oder sind inzwischen alle Staaten durch Aliens-Hybriden unterwandert, ohne dass es jemand gemerkt hat? Dann müssen sich diese Hybriden aber recht schnell an die korrupten Gegebenheiten einer gnadenlosen irdischen Machtpolitik angepasst haben.

Anmerkungen
(1) Ernst Meckelburg: "Jenseits der Ewigkeit", München 2000.
(2) Hierzu etwa: Gernot L. Geise: "Die absolute Kontrolle rückt näher", in: SYNESIS Nr. 1/1999; ders.: "Die absolute Kontrolle rückt näher, Teil 2", in: SYNESIS Nr. 2/1999;
(3) Gernot L. Geise: "Die Tranchierung eines ,Außerirdischen'. Echt oder unecht? Das ist hier die Frage", in: SYNESIS Nr. 12/1995.

Literatur
J. Andreas Epp: "Die Realität der Flugscheiben", Hohenpeißenberg 1998
Raymond E. Fowler: "Die Wächter", Bergisch Gladbach 1991
o.A. "Die UFOs", Reihe "Geheimnisse des Unbekannten", Hamburg 1988
Andreas v. Rétyi: "Tierverstümmelungen und UFOs - eine erschreckende Botschaft", in UFO-Kurier Nr. 10/1995


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