Mobilfunk: Es ist schlimmer als angenommen!
Eine Informationsveranstaltung der Bürgerwelle e.V.

München, Burmesterstraße, Kindertagesstätte  

Zum Beispiel: Diese Mobilfunksender auf Wohnhäusern (!) zielen mit ihren Sendekeulen direkt auf die Kindertagesstätte in der  Burmesterstraße in München (im Vordergrund). In der Verlängerung dazu steht die Burmester-Schule, die ebenfalls voll im Bereich der  mörderischen Mikrowellenstrahlung liegt. Das ist ein Verbrechen an unseren Kindern, die durch die ununterbrochene Bestrahlung irreparable Schäden davontragen! (Foto: (c) Geise)


Bürgerwelle e.V., der Dachverband der Bürger und Initiativen zum Schutz vor Elektrosmog, hatte eingeladen zum 21.  Oktober 2000 nach Lalling in der Nähe von Deggendorf im schönen Niederbayern. Für den Vormittag stand für Mitglieder die Jahreshauptversammlung an, ab 14:00 Uhr dann eine öffentliche Informationsveranstaltung.
Für die Infoveranstaltung war der Saal des örtlichen Gasthauses “Lallinger Hof” fast zu klein. Schätzungsweise mehr als  hundert Menschen drängten sich in den völlig überfüllten Gasthof hinein, um die gebotenen Informationen aufzunehmen, ein  Zeichen für das allgemeine Informationsdefizit in unserer Bevölkerung. Aber auch ein Zeichen dafür, dass ein Erwachen  durch die Bevölkerung geht, dass nicht mehr kommentarlos alles geglaubt wird, was uns von offizieller Seite - von den Mobilfunkbetreibern gesponsert - erzählt wird.
Die Anwesenden, unter ihnen Ärzte, Anwälte, Baubiologen sowie die Politiker Ambros Pronold (SPD) und Renate Franzel  (Bündnis 90/Die Grünen), wurden von Vertretern der Bürgerwelle e.V., die inzwischen über fünfhundert Initiativen  europaweit betreut, und eingeladenen Fachleuten über die neue Technik UMTS, über Medienberichte sowie die unkorrekte  Arbeitsweise der ICNIRP (Strahlenschutzkommission) informiert. Weiterhin informierten Vertreter der Bürgerwelle über  die bisher errungenen Erfolge der Bürgerwelle im Kampf gegen die Mobilfunkbetreiber, über rechtliche Möglichkeiten des Einzelnen und Strafanzeige gegen Strahlenschutzbehörden.
Diese Themen hören sich auf den ersten Blick recht trocken an, waren es jedoch nicht! Im Gegenteil, die Emotionen  brachen bei den Gästen oftmals durch, als sie erfuhren, wie sie durch die Mobilfunkbetreiber und die von dieser Industrie bezahlten Politikern ihrer Gesundheit beraubt werden.
Die dargelegten brisanten Fakten und Untersuchungsberichte von unabhängigen Instituten aus dem In- und Ausland machten  die Anwesenden betroffen, denn sie machten eines klar: Die Situation auf dem Mobilfunksektor ist für unsere Gesundheit (und die unserer Mitwelt) weitaus schlimmer, als man sie sich ausmalen kann!
Die Dauerbestrahlung durch die gepulsten Mikrowellen der vielen tausend Sendemasten - zu denen im Zuge der UMTS-Aufrüstung weitere sechzigtausend pro Mobilfunkbetreiber hinzu kommen sollen! - erzeugt nachweislich Krebs und andere Krankheiten! Nicht: “kann erzeugen” oder “eventuell”, sondern definitiv und unausweichlich! Dem muss man ins  Auge blicken, denn das zeigen mehrere unabhängige Untersuchungen sehr nachdrücklich. Die einzige kleine Einschränkung  liegt darin, dass es bei dem einen Menschen etwas schneller geht und bei dem anderen etwas länger dauert, bis die  Krankheiten durchbrechen, weil kein Mensch dem anderen gleicht und jeder eine unterschiedlich gute Konstitution aufweist.  So wurden auch die Mobilfunkbetreiber - mit Recht, wie ich meine - als “Mörder” bezeichnet, denn was sie mit unserer Gesundheit machen, ist wirklich mörderisch!
Die bestehenden Grenzwerte für Strahlenbelastung sind völlig unzureichend, weil darin nur die thermischen Wirkungen  enthalten sind. Das bedeutet nur einen Schutz vor Hitzestress, nicht jedoch vor athermischen Wirkungen, die größte  gesundheitliche Konsequenzen haben. Das sind Wirkungen bei geringen Strahlenintensitäten, ohne dass sich der Körper  merklich erwärmt. Zur Zeit erlaubt dieser Grenzwert beispielsweise eine Belastung von 470.000 Nanowatt pro Quadratzentimeter im D-Netz. Bereits im Oktober 1999 forderten viele Wissenschaftler, medizinische Verbände,  Umweltverbände sowie die Bürgerwelle e.V. in einer an Jürgen Trittin überreichten Resolution einen Vorsorgewert von 0,1 nW/cm2, ein Wert, der um eine Milliarde niedriger liegt als der in der 26. Bundesimmissionsschutzverordnung festgelegte gültige Grenzwert im E-Netz. Bis heute hat sich jedoch nichts geändert.
Die meisten Menschen, die von der Industrie zum Kauf eines Händi - meist durch Lockangebote - überredet werden,  wissen nicht, was sie sich antun, indem sie dieses Teufelsgerät ständig mit sich herum tragen. Sie wissen nicht, dass dieses  Gerät auch im ausgeschalteten Zustand aktiv ist und mit dem nächsten Sender in Verbindung steht, also Mikrowellen  aussendet. Sie wissen nicht, dass sie ihr Immunsystem durch das Tragen eines Händis ruinieren, dass sie impotent werden und ihre Gene irreparabel schädigen, wenn es “modisch” am Gürtel getragen wird, dass allein das Tragen eines Händi nachweislich Langzeitschäden erzeugt.

Das Letzte, was mir aufgefallen ist, ist die Werbung für neue Händis, die mit einem digitalen Wecker ausgerüstet sind. Man  stelle sich vor: dieses Gerät nehmen die Benutzer dann mit ins Schlafzimmer, um sich morgens davon wecken zu lassen. Das  klingt zwar recht praktisch, weil das Telefon dann auch gleich griffbereit ist (und deshalb werden die Geräte auch gekauft  werden), doch liegen die Benutzer dann die ganze Nacht in der Mikrowellenstrahlung, denn der Wecker kann ja nur funktionieren, wenn das Händi eingeschaltet ist. Hurra, wie gesund!
Damit man auch auf jeden Fall der Händistrahlung ausgesetzt ist, dafür sind in die Geräte kleine Spielchen integriert. Das animiert (nicht nur) Kinder zum Spielen, natürlich in eingeschaltetem Zustand.

Die britische Regierung hat inzwischen eine Warnung herausgegeben, dass während Autofahrten nicht mit dem Händi  telefoniert werden soll, weil die überwiegende Zahl der Verkehrsunfälle bis zehn Minuten nach dem Telefonat passiert.  Warum wohl? Weil die Körperreaktionen herabgesetzt werden. Und wer weiß es schon - es wurde ja nur beiläufig in den  Medien erwähnt – dass es in Deutschland (leider erst) ab dem 1. Februar 2001 verboten ist, im Auto oder auf dem Fahrrad  mit dem Händi zu telefonieren! Auto-Telefonate werden mit 60 Mark, Fahrrad-Telefonierer mit 30 Mark bestraft. Dieses  Verbot wurde nicht etwa deshalb vom Bundestag beschlossen, um uns vor der Händistrahlung zu schützen, sondern weil die  Aufmerksamkeit während eines Telefonats merklich nachlässt und die Unfallhäufigkeit dadurch steigt. Doch wie auch immer, es ist ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung.
Es ist nicht nur unser Körper, der durch die Dauer-Strahlenbelastung geschädigt wird, sondern auch unsere Gen-Informationen. Wir müssen damit rechnen, dass zukünftig immer mehr Fehl- und Missgeburten zur Welt kommen,  immer mehr Säuglinge, die mit körperlichen und geistigen Defekten aufwachsen - wenn sie nicht tot geboren werden. Parallel dazu wird die Geburtenrate gesunder Kinder rapide abnehmen.
Das sind nicht etwa Schauermärchen oder Schlagworte, auch wenn es sich schlimm anhört, sondern bestens belegte,  knüppelharte Untersuchungsergebnisse! Und es geht schon los: Befragen Sie einmal Ihren Bekanntenkreis. Sie werden überrascht sein, wie sehr die Kopfschmerzhäufigkeit in den letzten Jahren zugenommen hat.
Hierzu hat die Bürgerwelle schon vor zwei Jahren ein Angebot am führende Politiker und Funktionäre der  Mobilfunk-Industrie gerichtet. Zwanzigtausend Mark zahlen sie jedem der Verantwortlichen, der sich bereit erklärt und sich  nur zehn Tage lang unter kontrollierten Bedingungen einer kontinuierlichen Senderbestrahlung aussetzt - einer  Senderstrahlung, wie wir sie bis zu 24 Stunden am Tag ertragen müssen -, sofern er danach keine gesundheitlichen Schäden davon trägt. Bezeichnenderweise hat sich bisher kein einziger der Verantwortlichen dazu bereit erklärt. Das Angebot der Bürgerwelle besteht weiter.

Wie sagte Siegfried Zwerenz , der Vorsitzende der Bürgerwelle, der die größte Datenbank zum Thema Mobilfunk  aufgebaut hat, unter dem tosenden Applaus der Anwesenden zum Schluss: “Es gibt keine Alternative. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: entweder unsere Gesundheit oder Mobilfunk. Beides zusammen geht nicht! Das heißt: die  Mobilfunk-Anlagen müssen alle weg!”

Dem wäre nichts hinzu zu fügen. Allerdings wird sich die Mobilfunkindustrie mit allen Mitteln dagegen wehren, geht es doch  um Milliardengewinne. Da hilft nur eins: Infoveranstaltungen der Bürgerwelle besuchen, Mitglied werden und die Bemühungen der Bürgerwelle im Kampf für unsere Gesundheit tatkräftig zu unterstützen!
Es klingt vielleicht wie schlechte Science Fiction, doch es ist bittere Wahrheit: Die westlich geprägte Menschheit ist tatsächlich auf dem besten Wege, sich selbst auszurotten. Warum erkennen das nicht unsere Politiker?
Vielleicht werden im Laufe der Zeit einige wenige (heutige) Entwicklungsländer, die “rückständigerweise” noch nicht so  strahlenverseucht sind, rechtzeitig wach werden und die “moderne” Technik ablehnen, wenn sie sehen, wie die Menschen  der Industrienationen qualvoll sterben. Sie sind dann eventuell die wenigen Überlebenden, die voller Angst vor den Folgen eine technikfeindliche Kultur aufbauen werden.

Es kann heute niemand mehr sagen, er wüsste nichts von der Gefährlichkeit des Mobilfunks. Zu oft wurden diese Themen  bereits in den Medien behandelt, wenn auch recht vorsichtig. Sehr eindrucksvoll war z.B. der Fernsehbeitrag in “Report”  am 21. August 2000, in dem u.a. totgeborene Rinder aus bestrahlten Ställen gezeigt wurden. Auch das Bayerische  Fernsehen Bayern 3 brachte am 25. Oktober in seiner Sendung “Zeitspiegel” eine kritische Darstellung der Gefahren durch  Händis und Sender, indem u.a. dargestellt wurde, wie Mobilfunkbetreiber in Nacht-und-Nebel-Aktionen inmitten von  Wohngebieten Sendemasten auf Wohnhäuser stellen und den Bewohnern auch noch raten, den Bereich zwischen zwei und fünf Metern Höhe - also ihre Wohnung! - zu meiden...

Und “arte” brachte am 23. Oktober 2000 in seiner Sendung “Schöne neue Handy-Welt” recht kleinlaut und “nebenbei” zu,  dass es in England inzwischen größte Bedenken wegen der damit verbundenen Gesundheitsgefahren gibt, obwohl  überwiegend Jugendliche gezeigt wurden, die auf ihr Statussymbol nicht verzichten wollen und über die kommende Technik  mit Bildübertragungen jubelten. Dazu befragte Personen meinten zwar, dass Händis nicht in Kinderhände gehörten, sie selbst jedoch wegen der damit verbundenen Annehmlichkeiten nicht darauf verzichten wollten. “Mein schönes blaues Nokia gebe ich nicht mehr her, es passt so gut zu meinem Kleid!” Natürlich freute sich auch direkt anschließend ein  Vertreter der britischen Bauwirtschaft lachend, dass in den nächsten drei Jahren noch weitere fünfzigtausend Sendemasten  errichtet würden. Geradezu peinlich sind jedoch die Aussagen, Mobiltelefone seien “ein Teil der Schöpfung” und der  Vergleich, wir hätten schließlich gelernt, mit dem Telefon, dem Fernsehen und dem Telex zu leben, dann würden wir auch mit dem Mobiltelefon zurecht kommen...

Es müsste eigentlich jedem einleuchten: wenn Bäume im Strahlungsbereich von Mobilfunksendern verenden, wenn Tiere mit Krankheiten und Fehlgeburten auf diese Bestrahlungen reagieren, dann können Menschen nicht dagegen “immun” sein! Es sollte uns zu denken geben, dass es nach Jahren der Entspannung beispielsweise dem Wald in Bayern wieder schlechter  geht. Die Zahl der angeschlagenen Bäume hat nach Angaben von Landwirtschaftsminister Josef  Miller (CSU) im Vergleich  zum Vorjahr um drei Prozentpunkte zugenommen. Heuer seien 22 Prozent der Bäume mit einem Nadel- oder Blattverlust  von mehr als einem Viertel deutlich geschädigt, sagte Miller bei der Vorstellung des Waldzustandsberichts 2000. Schuld daran seien jedoch hauptsächlich Witterungseinflüsse...

(c) 2000 Gernot L. Geise


Für weitere Informationen empfehlen wir die Homepage der Bürgerwelle www.buergerwelle.de oder einen direkten Kontakt unter

Bürgerwelle e.V.
Dachverband der Bürger und Initiativen zum Schutz vor Elektrosmog

c/o Siegfried Zwerenz, Lindenweg 10, D-95643 Tirschenreuth
Tel. 09631-795736; Fax: 09631-795734; Email: pr@buergerwelle.de


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