Die Dolmen bei Roses
Eine besondere Aufgabe?

© Katharine Laura Bräuer; veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 19/1997

In herrlichem, weitem Schwung, von leicht ansteigenden Hügeln im Norden und weitem Sumpfland im Westen gesäumt, liegt die schöne Bucht von Roses. An der nördlichen Costa Brava, am Fuße der östlichen Pyrenäen, etwa 50 km von der französischen Grenze entfernt, viel geliebt, viel erstrebt, viel umkämpft. Griechen, Phönizier, Römer, alle haben ihre Spuren hinterlassen. Das waren sicher noch nicht alle, die - angelockt von der Harmonie der Linien, den Farben des Meeres, der Lichterfluten der aufgehenden und wandernden Sonne dieses wahrhaft beglückenden Zusammenspiels aller Möglichkeiten hier einen Lebensplatz suchten. Wer sie waren und woher sie kamen? Die Vorstellung lässt einem heutigen Menschen viel Spielraum.

Karte

Ich fand auf einem der Hügel bei Roses vier Dolmen. Es sind die Dolmen der Creu d'en Corbetella. Verschieden groß, in unterschiedlichen Entfernungen voneinander. Ein jeder öffnete sich nach einer anderen Himmelsrichtung. Mir war bei meinen Wanderungen, bei denen ich von immer neuen Seiten dieses Gebiet erreichte, ganz wunderlich zumute. Ohne es zu wollen, stand ich regelmäßig wieder vor diesen aus Gneis errichteten Gebilden, als ob sie nach mir riefen.

Als ich mich einmal nach einiger Vorbereitung in einen Hauptdolmen hineinbegab (in reduzierter Haltung), erdrückte mich fast körperlich die Gewalt seiner Schwingungen. Hatten sie einen kultischen Zweck? Wie sich jetzt bereits herauskristallisiert hat, waren Dolmen im Ursprung niemals Gräber. Alle Dolmen stehen auf Kraftpunkten (natürlich nur die originalen Dolmen). Also kann man davon ausgehen, dass die Bauform der Dolmen (zwei aufgerichtete Steinplatten mit einem Deckstein) einen geschützten Raum darstellten.

Dolmen

Während ich von oben einem vorüberrauschenden Touristenschwarm zusah, erlebte ich, dass die Atmosphäre dieses Hochtals durch sie nachhaltig gestört wurde. Es bedurfte einiger Mühe von mir, diese Störung auszugleichen. Wie oft mochten wohl - auch früher - diese Störungen schon geschehen sein? Und haben sensible Menschen vielleicht von der Möglichkeit einer Wellenbündelung zum Zweck der harmonischen Wiederherstellung ihres Umfeldes Gebrauch gemacht?

Wir sind hier auf Hypothesen angewiesen, und ich möchte die meine hinzufügen:

Ich konnte gefühlsmäßig nachvollziehen, dass sich an diesem Platz Kraftwellen bündeln ließen, was eine Kommunikation, beispielsweise hinauf in den kosmischen Raum, ermöglichen würde. Wozu dienten diese speziellen Kraftorte? Dazu fragte ich mich, was uns heute eigentlich besonders stark beschäftigt? Die Vergiftung unserer Atmosphäre. Mir kam der Gedanke, ob hier vielleicht die Möglichkeit einer Verbindung besteht? Könnte es nicht sein, dass zur Zeit der Errichtung dieser speziellen Dolmen eine ganz ähnliche Notwendigkeit bestanden hat. War es vielleicht die Antwort oder Reaktion der damaligen Menschen auf eine vorausgegangene Katastrophe? Es wäre möglich, dass es diesen Menschen natürlich war, übergeordnete Kräfte, wo immer sie sie auch vermuteten, um Hilfe anzurufen. Liegt vielleicht in dieser Annahme die Antwort auf unsere heutige Frage? Könnte mit den gleichen Mitteln ein Effekt erzeugt werden, der eine Reinigung der Atmosphäre nach sich zieht? Und läge vielleicht eine Chance für uns heute in einem ähnlichen Tun? Wir wissen, dass über die klingenden Vokale (A - E - I - O - U) auf unsere Atemkräfte eingewirkt werden kann. Die Wirkung dieser Klangschwingung in der Dolmenanlage von Roses wäre einen Versuch wert.

Dolmen

Dolmen

Dolmen

Es mag sein, dass ein Mensch nach seiner eigenen Ausrichtung dort Erlebnisse haben wird. Dieses Hochtal ist voller Schwingungen, und doch wie abgehoben und überzeitlich. Das leuchtende Meer, das diese Plätze umgibt, bildet einen wunderbaren Rahmen dazu.

Fotos: Die Dolmen von Roses © Laura Bräuer; Kartenabbildung und Gesamtansicht von Roses aus einem Touristenwerbeblatt

Unten: Ansicht der Meeresbucht mit der Ortschaft Roses. Die Dolmen befinden sich in Höhe des rechten Bergausläufers.


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