Die „Großplatine Norddeutschland“

© 1998 Gernot L. Geise, veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 29/1998

Am 20. bis 22. März fand in der kleinen Ortschaft Börger (Kreis Emsland) in Norddeutschland ein EFODON-Treffen statt. Dabei wurden u.a. die Steinsetzungen rund um den Hümmling untersucht. Der Hümmling ist eine Gegend, in der sich viele Steinsetzungen aus verschiedenen Epochen befinden. Aus verschiedenen Epochen? Ja, so sagen die Archäologen, und berufen sich dabei auf Funde, die in diesen Anlagen gemacht wurden.

Nun wissen wir ja, dass sich Steine mit keiner bekannten Methode datieren lassen, und auch eventuelle Bearbeitungsspuren sind davon nicht ausgenommen. Darüber haben schon genügend andere geschrieben. Dass es in allen Jahrhunderten und Jahrtausenden „Mode“ war, die eigenen Toten möglichst nahe an irgendwelchen „Heiligtümern“ oder „heiligen Orten“ beizusetzen, ist wohl eine menschliche Eigenschaft - sagt jedoch nichts, aber absolut nichts über die Herstellungszeit des jeweiligen Objektes aus. Ein Beispiel: Auch heute werden Verstorbene in Familiengräbern beigesetzt, die teilweise einige hundert Jahre alt sein können (allerdings schreibt man heute ihre Namen auf die Steine). Graben Archäologen in tausend Jahren so ein Familiengrab aus und datieren die sterblichen Überreste, so müssen sie zu völlig widersprüchlichen Ergebnissen kommen.


 

Beispiel „Glaner Braut II“, Wildeshausen. Oben: Rekonstruktion, Mitte: heutige Lage der Steine, unten: Querschnitt


 Beispiel „Kleinenkneten II - Große Steine II“, heutige Lage der Steine.



So auch bei den Steinsetzungen in Norddeutschland. Es sind Megalithanlagen, die - obwohl sie sich von Anlage zu Anlage geringfügig unterscheiden, alle mehr oder weniger nach demselben Muster erbaut wurden: zwei parallele Steinreihen mit durchschnittlich achtzig Zentimeter hohen Felsbrocken, auf denen (meist) sechs Steinplatten oder -blöcke liegen. Dazu vorne und hinten je ein „Reflektorstein“, d.h. ein Stein mit einer abgeflachten Seite (wobei es uns nicht möglich ist, festzustellen, ob es sich hierbei um einen natürlichen oder künstlichen Abbruch handelt, was für die Funktion wohl auch nicht wichtig ist). Eine Anlage wird von einem Steinring umschlossen, der meist annähernd rechteckig angelegt ist. Die Steine dieser Umfassung haben eine Durchschnittshöhe von etwa einem halben Meter und einen Abstand von vielleicht einem Meter. Zwei Steine fehlen jeweils in der Umfassung, was meist nicht auffällt, denn wer achtet darauf? Man denkt dann an Steinräuber oder mutwillige Zerstörungen, unter denen durchaus eine ganze Reihe dieser Anlagen zu leiden hatten, besonders durch Leute, die zum Bauen Steine brauchten und die Großsteine zerlegten. Sie wurden noch in den fünfziger Jahren zum Straßenbau abgetragen.

Wie wir bereits früher feststellen konnten, liegen die beiden Längsreihen der Umfassungssteine exakt auf radiästhetisch feststellbaren Linien, wobei man vielleicht einmal nachprüfen sollte, ob diese Kraftlinien künstlich „über die Anlage“ gelegt worden sind oder ob der Platz für die jeweilige Anlage nach den Kraftlinien ausgewählt wurde. Da wir bei verschiedenen Anlagen unterirdische Wasserresonanzen muten konnten, tendiere ich dazu, dass die entsprechenden Linien möglicherweise später auf die jeweilige Anlage geschaltet wurden. Jedenfalls sind diese Linien bis heute unverändert vorhanden.

Die Mitte einer Anlage liegt exakt auf einem Kreuzungspunkt zweier Energielinien. Allein diese Feststellungen würden nicht ausreichen, die Grabtheorie zu Fall zu bringen, obwohl man sich fragen muss, wozu der gigantische Aufwand getrieben worden sein soll, nur um einige Verstorbene zu beerdigen, obwohl es doch u.a. auch (preiswertere) Brandurnen gab.


 

 Beispiel „Visbeker Bräutigam“ mit vier Satelliten-Anlagen, Ahlhorner Heide.


 Die (ehemalige) Funktion einer Einzelanlage lässt sich radiästhetisch recht gut nachvollziehen. Ein Energiestrom fließt oder floss (durch eine der zwei Lücken in der Steinumfassung) in die Anlage hinein. Dort oszillierte die Energie, vergleichbar mit einem Laser, zwischen den beiden Reflektorsteinen hin und her, bis sie sich zu einer gewissen Stärke aufgebaut hat und durch die zweite Lücke in der Steinumfassung zur nächsten Anlage floss. Vom Standpunkt der Logik her müsste sich auf diese Weise von Anlage zu Anlage die Quantität oder Qualität der Energie immer weiter aufgebaut haben, bis sie an einem Endpunkt... ja, was? Wohin entschwand sie dort, und zu welchem Zweck? Anhand der Menge der auf engerem Gebiet befindlichen Anlagen muss ein recht starker Energiestrom erzeugt worden sein.


Beispiel: So sieht heute eine Computer-Steckkarte aus. Viele einzelne elektronische Bauteile sind auf einer Platine miteinander verbunden. Jede Steckkarte hat aber auch einen „Ausgang“. Wo ist dieser bei den Megalith-Verbundsystemen gewesen?


„Großsteingrab am »Osteresch«“. Michael Skiera steht mit dem Satellitenpeilgerät auf einem der Decksteine (Foto: Geise)


Für mich bot sich spontan der Vergleich mit einer heutigen Platine an, einer gedruckten Schaltung, auf der Widerstände, Transistoren, Dioden u.a.m. befestigt sind, um irgendeine Funktion zu erfüllen. Auch solche Elektronikbausteine sehen sich ähnlich, obwohl sich ihre Funktion unterscheiden kann.

Tatsächlich sind die Steinsetzungen ebenfalls durch verschiedene energetische Linien und ggf. durch unterirdische Wasserläufe miteinander verbunden. Es ist auch teilweise noch eine energetische Funktion feststellbar. Die Gesamtanlage funktioniert jedoch nicht mehr (wieder vergleichbar mit einer Platine: brennt ein Transistor durch, muss das ganze Platinenmodul ausgetauscht werden).

Unsere bisherige Vermutung als Arbeitshypothese bestand darin, dass es sich bei diesen Anlagen möglicherweise um „Geräte“ zur Wetterharmonisierung handeln könnte, ähnlich in der Funktion wie die sogenannten Keltenschanzen. Zweifel kamen dann auf, nachdem selbst dort, in der Nähe dieser Anlagen, Keltenschanzen (sogar teilweise noch mit Wall) vorhanden sind. Wozu also „doppelt moppeln“? Tatsächlich konnte die energetische Aktivität einiger Steinanlagen zu dem Schluss führen, dass hier eine Wetterbeeinflussung stattfindet, da verschiedentlich auch eine energetische Abstrahlung nach oben feststellbar ist. Es bleibt nachzuprüfen, ob die energetische Abstrahlung nach oben etwa eine Art Überlastungsschaltung darstellt, eine Art Sicherung, damit bei einem Defekt überschüssige Energien abgeleitet werden können, um keinen Schaden anzurichten?


 


Skeptiker können nun natürlich einwenden, dass „energetische Phänomene“, die mithilfe der Radiästhesie festgestellt wurden, auf reiner Vermutung, Wunschdenken oder Einbildung basieren würden. Tatsächlich muss bei derartigen Mutungen sehr gewissenhaft und genau vorgegangen werden, denn bereits eine ungenaue Abfrage ergibt ein falsches Ergebnis. Demgemäß ist es bei radiästhetischen Untersuchungen immer vorteilhaft, wenn mehrere Radiästheten daran beteiligt sind. Dass die festgestellten Energien jedoch durchaus vorhanden sein müssen (um welche auch immer es sich handelt), geht schon daraus hervor, dass sie spürbar sind. Für Skeptiker zeigt der Einsatz von elektronischen Geräten: Warum funktioniert ein Satellitenpeilgerät in einer dieser Anlagen nicht mehr? Warum ist mit einem „Handy“ innerhalb einer solchen Anlage keine Verbindung mehr herstellbar? Dies bezieht sich nicht etwa auf die Hohlräume unter den Dachsteinen, sondern auf der höchsten Position, mit hindernisfreier Sicht, ohne eventuell störende Berge! Einige Meter neben der jeweiligen Anlage funktionieren die Geräte wieder störungsfrei. Das sind jederzeit nachprüfbare Fakten!

Die Art der Bauweise dieser megalithischen „Großgräber“ und die heute noch feststellbaren energetischen Phänomene legen den Schluss nahe, dass es sich bei diesen Megalithanlagen mit einiger Wahrscheinlichkeit um ein großes energetisches Verbundsystem handelte.

Sicher sind heute nicht mehr alle Anlagen funktionsfähig. Wer weiß, welche Kräfte hier einst - als noch alle Anlagen als Gesamtsystem funktionierten - aufgebaut, gebündelt und wohin geschickt wurden? Wozu benötigten die Erbauer dieser Anlagen große Energiemengen? Doch bitte nicht dazu, um ihre Toten darin zu braten? Und doch auch nicht dazu, um Sonnen- oder Mondaufgang beobachten zu können... (astronomische Deutungen in solche Anlagen hinein zu interpretieren, grenzt ohnehin an weltfremden Schwachsinn).


 

Das „Großsteingrab am »Osteresch«“ (Gemeinde Stavern, Lkr. Emsland). Exakt ausgerichtet liegt dieses Objekt direkt auf einem  Kreuzungspunkt des Globalgitters (Foto: Geise)


Die Errichtung dieser Anlagen wird heute (immer noch) unseren „knüppelschwingenden“ Vorfahren zugeschrieben. Wohl, weil man die wahren Erbauer nicht kennt. Doch wenn man vor einer solchen Anlage steht und die tonnenschweren Steinklötze betrachtet, müssen einem doch Zweifel kommen, mit welchen Mitteln unsere „technologielosen“ Vorfahren diese Großsteine transportiert und aufeinandergeschichtet haben sollen. Heute wäre ein solches Unterfangen nur mittels Einsatz von technischem Großgerät möglich (siehe die Blamage der Ägyptologen mit den Gizeh-Pyramiden, deren Granitsteine mittels Kupfermeißel bearbeitet worden sein sollen).

Wer diese Anlagen errichtet hat, der wollte sichergehen, dass sie wind-, wetter- und erdbebenfest waren, damit das Gesamtsystem nicht bei jedem mittleren Unwetter (oder sich daran reibenden Großtieren) ausgefallen wäre, und dass sie über einen längeren Zeitraum störungsfrei funktionieren konnten. Das System ist genial konzipiert: ein für die Erbauer einfach (man nehme einige große Felsbrocken) herzustellendes System, das gleichzeitig robust ist und trotzdem effektiv arbeitet. Nein, das waren keine Jäger und Sammler, die hier ihren steinernen Friedhof errichteten.

Möglicherweise besteht hier ein Zusammenhang mit den Erbauern der Gizeh-Pyramiden. Damit möchte ich nicht behaupten, dass diese Megalithanlagen energetisch mit den Pyramiden - und somit mit dem von mir postulierten solaren Transmittersystem (siehe SYNESIS Nr. 26) - zusammenhingen (obwohl es vorstellbar wäre). Sie können durchaus eine noch zu findende andere Funktion gehabt haben. Auch wir haben in unserem Haushalt die verschiedensten Geräte, die zwar nicht miteinander verbunden sind, aber trotzdem alle mit demselben elektrischen Strom arbeiten und von uns benutzt werden.


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