Das dunkle Zeitalter und die „Erdställe”
© 1999 Pit Schellenberg; veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 31/1999
Hans J. Andersen schildert sehr anschaulich aus alten Überlieferungen der Menschheit Berichte zu einer Dunkelheitsphase auf der Erde. Die Erde könnte also für längere Zeit durch kosmische Einwirkungen weiter von der Sonne entfernt gewesen sein, als wir das bislang gewöhnt waren. Wieder so ein Kapitel, mit dem sich die Wissenschaft offenbar bislang nicht gerne beschäftigen mochte. Es ist auch aus so alter Zeit sehr wenig Greifbares vorhanden. Und die alten Überlieferungen werden vielfach noch immer nicht ernst genommen.
Aber im auf der Erde Geschichteten könnten sich Belege finden lassen. Wie umfangreich da noch etwas zu finden sein wird, das ist eine andere Frage, wenn von Zeit zu Zeit - in unregelmäßigen Abständen - weite Teile unseres Planeten bei Erdkatastrophen immer wieder mächtig überspült und /oder verbrannt worden sind. Aber, wenn Menschen solche Zeiten überlebt haben, dann sollten sich vereinzelt noch Reste damaliger Vegetation und Fauna finden lassen.
Was mir beim Lesen des Artikels von Herrn Andersen spontan einfiel, sind die bei uns so genannten Erdställe. Das sind ausgedehnte unterirdische Anlagen, die sich überall auf der Erde, besser gesagt, weltweit unter der Erde finden. Am Bekanntesten dürften die „unterirdischen Städte” von Derinkuyu und in anderen Teilen der heutigen Türkei sein. Aber, auch in Deutschland gibt es mehr davon als allgemein bekannt ist.

Stadtplan der unterirdischen Stadt Kaymakli in der Türkei
Nimmt man die erwähnten frühgeschichtlichen Überlieferungen ernst, so machen diese Anlagen Sinn. Wird das Klima an der Erdoberfläche unzuverlässig, so steigen die Überlebenschancen für Menschen erheblich, wenn sie sich in den Bereich der Erdwärme zurückziehen können.
Diese Erdinnenwärme ist für die offizielle Wissenschaft - nach meinen Beobachtungen - auch kein besonderes Thema. Manche nehmen an, dass sie noch aus der Entstehungszeit unseres Planeten übrig geblieben sei. Weshalb unser Planet in seinem Inneren dann noch nicht weiter abgekühlt ist, scheint kaum weitere Kreise zu interessieren. Dabei wird hier kosmische Energie, die die Erde (und jede andere Masse) von allen Seiten durchdringt, zu einem kleinen Teil absorbiert (aufgenommen) und in Wärme umgewandelt. Und diese Energie stammt nur zu einem relativ kleinen Teil von der Sonne. (Es ist die gleiche Energie, die Massen aufeinander zu drückt, weil sie einen Teil von ihr absorbieren und in sich in Wärme umsetzen. Dadurch entsteht zwischen den Massen eine Abschattung, sozusagen eine Verdünnung des Energiefeldes, die sogenannte Schwerkraft.)

Zugang zu Derinkuyu. Rechts der mächtige Verschlussstein (Foto: Liese Knorr)
Nun, ich wollte hier nur eine kurze Erklärung versuchen, weshalb es weit genug unter der Erdoberfläche ganz schön warm sein kann, auch wenn draußen die Sonne weiter weg ist, als wir das gewöhnt sind.
Damit ist für die Menschen aus der dunklen Zeit das Ernährungsproblem noch nicht gelöst. Nicht allzu viel Nahrhaftes wächst längerfristig im Dunklen unter der Erde. Oder haben wir uns in unserem seit einigen Jahrtausenden gewöhnten Reichtum auf der Erdoberfläche da nur nicht genug drum gekümmert? Gab es in diesen Zeiten eventuell ein teilweises Ausweichen der Flora in menschengeschaffene Erdöffnungen mit höherer Temperatur? Vielleicht wissen biologisch stärker interessierte Leser da mehr?
Der überlieferte „Sieben-arara” scheint als Sonnenersatz jedenfalls so unzuverlässig gewesen zu sein, dass für mich ein Ausweichen von Menschen unter die Erdoberfläche in gleichmäßig warme Bereiche logisch erscheint. Wenn es oben sowieso dunkel und auch noch kalt war, so war es hier unten wenigstens nur dunkel.
Außerdem wird damit klar, weshalb die unterirdischen Anlagen dann keine „Mausefallen” für Menschen waren. Es gab zu dieser Zeit keinen oberirdischen Gegner, der die Menschen unten hätte einschließen und „ausräuchern” wollen.