© 1991 Wilfried Stevens
Waren die Dinosaurier einst Nachbarn des Menschen?
Hätte es die Evolutionstheorie schon vor 1770
gegeben, so hätte sie sicher eine tiefe Wunde von vielen Millionen Jahren.
Aber wie wir wissen, wurde der erste Fund von Saurierknochen 1770 in Holland
gemacht, und nicht Darwin, sondern Georges de Cuvier machte
sich bereits Gedanken über die Evolutionstheorie - ohne Zweifel waren die
Dinosaurier einst die Krönung der Entwicklungsgeschichte der Erde. Obwohl es
heute zahlreiche Theorien über ihr Aussterben gibt, ist das Rätsel noch
nicht gelöst. Zahlreiche Wissenschaftler, Autoren und Untersuchungen begleiten
dieses Thema.
Adrian J. Desmond, Autor des Buches „Das Rätsel der
Dinosaurier“, machte sich folgende Gedanken:
„Säugetiere gab es bereits im Trias, vor 190 Millionen Jahren. Sie
waren jedoch während der ganzen ersten 120 Millionen Jahren ihrer Existenz
eine unterdrückte Klasse, unfähig, einen Fleischfresser von mehr als Katzengröße
und einen Pflanzenfresser von mehr als Rattengröße hervorzubringen. Weshalb
blieben sie so lange Zeit derartig klein? Was hielt die Mehrzahl fest auf dem
Entwicklungsstand winziger, spitzmausartiger Insektenfresser, die sich nur im
Schatten der Dunkelheit ins Freie wagten und tagsüber Zuflucht in Erdlöchern
suchen mussten? Wieso trat nicht gleich eine Verzweigung in die mannigfaltigen
Formen ein, die wir heute kennen?“
Warum lebten im Jura keine Elefanten und Wale, in der Spätkreide keine
Säbelzahntiger? Wie kam es, dass der Mensch nicht schon vor 100 Millionen
Jahren auf dem Mond landete? - Die letzte Frage sollten wir nicht außer acht
lassen! Vielmehr bringe ich die Frage rein, ob der letztere Gedanke nicht
womöglich eine Antwort auf viele Fragen sein könnte ...
Zum Rätsel der oder die Katastrophe/n gibt es einheitliche Gedanken
verschiedener Autoren. Adrian J.
Desmond:
„Die Verheerung wird noch unbegreiflicher durch die Tatsache, dass es
die minderen Lebensformen des Erdmittelalters waren, die überlebten. Die
größten Verluste erlitten jene Tiere und Pflanzen, die im Mesozoikum eine
Blütezeit erlebt hatten. Darunter waren die Dinosaurier, eine der erfolgreichsten
Tiergruppen, die je die Erde bevölkert hatten. Wie kam es, dass so
unterschiedliche Lebensformen wie Dinosaurier und Ammoniten, Paddelechsen
und Flugsaurier, viele Planktongruppen
und zahlreiche Landpflanzen sämtlich zur selben Zeit in dem anscheinend
umfassendsten Massensterben der ganzen Erde untergingen?“
Zu oft wird vergessen, dass nicht nur die Dinosaurier ausgestorben sind,
sondern viele andere Lebensformen. Bis heute weiß man nicht, ob die Katastrophe
innerhalb weniger Tage oder mehrerer hunderttausend Jahre geschah.
Wie erklärt sich das Verschwinden der Fisch fressenden Pterosaurier aus
der Luft, der Maas- und Paddelechsen aus dem Meer, dem kleinen säugetierjagenden
Dinosaurier vom Festland, ganz zu Schweigen vom Erlöschen zahlloser anderer
Lebensformen? Wieso überlebten die Säugetiere, die Krokodile und die hoch
empfindlichen Vögel, die doch alle dem Verderben genauso ausgesetzt waren
wie die Saurier?!
Niemand sollte behaupten, es habe an der Plumpheit oder Dummheit der
Saurier gelegen. Die bisherigen Untersuchungen haben ergeben, dass die
Dinosaurier anscheinend doch Warmblüter hervorgebracht haben, und dass
z. B. der Koloss Tyrannosaurus Rex, einer der größten Fleischfresser aller
Zeiten, eine Kraftmaschine war und Geschwindigkeiten von 50 km/h erreichte, und
das bei mehreren Tonnen Gewicht. Weiterhin gab es relativ sehr intelligente
Saurierarten, wie den Dromaeossaurus und den Stenonychosaurus, die beide mit
Erfolg Säugetiere jagten und mindestens die Intelligenz von Straußen besessen
haben sollen. Sie waren nicht nur den damaligen Säugetieren, vielmehr auch
allen anderen Saurierarten an Intelligenz überlegen! Wer weiß, vielleicht
hätten sie sich die Erde untertan machen können.
Aber was ist mit dem Menschen? Uns sind die Drachenlegenden bekannt, die
urzeitlichen Skulpturen und Höhlenzeichnungen, die einen Kontakt zwischen
Menschen und Sauriern widerspiegeln, weiter fand man Werkzeuge und Menschenknochen,
eingebettet in Kohleschichten, das selbst den konventionellsten Geologen aufhorchen
lassen müsste. Vergessen wir nicht die „Urängste“, sie sind uns noch heute
geläufig. Und nicht zu vergessen die uns wohlbekannten Fußspuren von Menschen,
die es eigentlich nicht geben dürfte, da es in der geologischen Schicht, in
der sie gefunden worden sind, keine Menschen gegeben haben dürfte. Hatte der
frühe Mensch etwa Kontakte mit Dinosauriern gehabt, sie vielleicht sogar
gejagt?
Der als ziemlich kritisch eingestellte Wissenschaftler und Autor Carl
Sagan (der inzwischen verstorben ist) machte sich ebenfalls Gedanken darüber:
„Das jüngste Fossil eines Dinosauriers ist etwa 60 Millionen Jahre alt.
Die Familie des Menschen (nicht die Gattung Homo) ist einige zehn Millionen
Jahre alt. Kann es menschenähnliche Geschöpfe gegeben haben, die tatsächlich
dem Tyrannosaurus Rex begegnet sind? Kann es Dinosaurier gegeben haben,
die der Vernichtung in der späteren Kreidezeit entgingen? Könnten die
eindrucksvollen Träume und die heutigen Ängste vor „Ungeheuern“ nicht
Überbleibsel einstiger Reaktionen auf „Drachen“ sein?“
Die Vermutung rückt näher, der Mensch könne weitaus älter und ein Nachbar
der Dinosaurier gewesen sein. Sind die Urängste vielleicht die letzten Überbleibsel
davon? - Selbst Darwin fragte sich: „Könnten wir nicht annehmen, dass die
vagen, doch realen Ängste von Kindern, die von Erfahrung ganz unabhängig sind,
ererbte Wirkungen wirklicher Gefahren und tiefster Aberglauben alter, wilder
Zeiten sind? Es ließe sich recht gut mit dem vereinbaren, was wir über die
Weitergabe von früher hoch entwickelten Merkmalen wissen, dass diese in einer
früheren Periode des Lebens auftreten und später verschwinden - wie die
Kiemenspalten in der menschlichen Embryoentwicklung.“
Auch Karl F. Kohlenberg stellt Fragen auf: „Ich frage mich
manchmal, ob unsere Mythen über Gnome, Trolle, Riesen und Zwerge nicht
vielleicht eine genetische oder kulturelle Erinnerung an jene Zeit sein
könnten.“
Dass die Evolutionstheorie am Wanken ist, ist nichts Neues. Da gibt es
die bekannten spektakulären Fußabdrücke, wo der Mensch mit dem Saurier
zusammenkommt, da gibt es die Malereien und Skulpturen von Sauriern,
Drachenlegenden und andere Mythen. Auch sind viele Tierarten, die seit
Jahrmillionen ausgestorben galten, wiederentdeckt worden. So u. a. der
Quastenflosser, der Schlammspringer und sogar Nachkommen von Trilobiten.
Ferner wurden viele Urtiere vom Menschen ausgerottet, so der Moa, dessen
Eier einen Umfang von drei Metern hatte. Weitere Funde werden sicher noch folgen.
Welche Rolle spielte der Mensch in der Entwicklungsgeschichte? Kamen wir
wirklich erst fünf vor zwölf?
Wir sollten nicht nur einseitig auf Göttersuche gehen, sondern vielmehr
die natürlichen Ursprünge heraussuchen. Wir wissen noch zu wenig über uns
selbst.
Es könnte sich zum Schluss herausstellen, dass es tatsächlich die überlieferten
Zeitalter gab! Ich kann mich nur einem Zitat von Carl Sagan anschließen:
„Das Nichtvorhandensein von Beweisen ist jedoch kein Beweis für das
Nichtvorhandensein.“
Der letzte Aspekt ist die Angst vor der Anomalie. Der konventionelle, auf
ein Fachgebiet fixierte Forscher neigt zu dieser Reaktion, wenn er neuem
Beweismaterial gegenübersteht, das nicht in sein Weltbild passt. - Wie die
Geschichte jenes Meeresbiologen, den man eines Tages eine ihm unbekannte
Seemuschel in die Hand gab. Ihre bloße Existenz drohte sein gesamtes Lebenswerk
über Klassifikationen zu zerstören, er hätte von vorne anfangen müssen.
Als er die Folgen bedachte, die sich für ihn aus diesem Fund ergaben, wuchs
seine Angst. Er sprang schließlich auf und zermalmte die Muschel mit dem Fuß.
„Bitte“, sagte er, „sie existiert nicht!“
Dies ist leider kein Einzelfall, sondern die normale Reaktion der
heutigen Wissenschaftler, die zum überwiegenden Teil an den festgeschriebenen
„Erkenntnissen“ kleben und alles ignorieren, was nicht in ihre Lehrmeinung
passt. Zum Glück gibt es auch Wissenschaftler, die mit offenen Augen und Ohren
leben. An ihnen liegt es, die eingestaubten wissenschaftlichen
Glaubensgrundsätze zu enttarnen.
Quellen:
Adrian J. Desmond: „Das Rätsel der Dinosaurier“
Carl Sagan: „... und werdet sein wie Götter“
Karl F. Kohlenberg: „Enträtselte Vorzeit“
Francis Hitching: „Die letzten Rätsel unserer
Welt“
Wilfried Stevens: „Der Saurier-Mensch“ (unveröffentlichtes
Manuskript; Teilauszug in MYSTERIA Nr. 64)
(veröffentlicht in EFODON NEWS
Nr. 4/1991)