Lehrmeinung contra Evolution?
Neue Ungereimtheiten aus der Forschung
© 1998 Roland Roth, veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 29/1998
Genanalysen ermöglichen völlig neue Sichtweisen auf die Evolution (1). Danach haben sich die meisten Säugetiergruppen bereits 40 Millionen Jahre vor Aussterben der Dinosaurier entwickelt.
Dieses Beispiel zeigt uns, dass die Erdgeschichte noch mit jeder Menge Überraschungen aufwartet und gesicherte Erkenntnisse durch ständig neue Entdeckungen verblassen.
Immer wieder zeigen fortschreitende Forschungen in der Paläontologie Unsicherheiten im gesicherten Wissen. Das Erdmittelalter - nach geologischen Tabellen die Spanne vor 250 bis 65 Millionen Jahren - war anscheinend nicht nur das goldene Zeitalter der Dinosaurier.
Die Wissenschaftler Sudhir Kumar und Blair Hedges von der Penn State University behaupten in einer Veröffentlichung im Wissenschaftsmagazin Nature, dass sich die meisten Säugetiergruppen, Genstudien zufolge, schon 40 Millionen Jahre vor dem Aussterben der Dinosaurier entwickelt hätten. Damit widersprechen sie der bisherigen Lehrmeinung, die Säugetiere hätten sich nach dem Aussterben der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren entfalten können, als die dafür nötigen ökologischen Nischen frei geworden seien (2). Dieses Gedankengebäude beruht hauptsächlich auf Fossilfunden aus der Kreidezeit, die von vor 120 Millionen bis 65 Millionen Jahren dauerte.
In diesen geologischen Schichten sind nur die Überreste kleiner, nagetierähnlicher Säuger bekannt, die zeigen sollten, dass die Säugetiere - die schon vor 200 Millionen Jahren entstanden sind - bis zum Untergang der Dinosaurier lediglich ein Schattendasein geführt haben sollen, da sämtliche ökologischen Nischen von den Dinosauriern besetzt waren.
Die beiden Biologen kamen jedoch zu einem anderen Ergebnis: Sie untersuchten für ihre Studie Gen-Sequenzen von 207 verschiedenen Säugetierarten. Sie analysierten solche Gensequenzen, die im Laufe der Evolution bei verschiedenen Arten eine ähnliche Mutationsrate hatten. Aus den Unterschieden konnten sie ablesen, wann der letzte gemeinsame Vorfahr von zwei Arten gelebt haben müsste.
Interessant hierbei ist, dass die Gensequenzen eine genauere Altersbestimmung zulassen als die fossile Schätzung, da diese wesentlich größere Lücken aufweisen kann. Außerdem vertreten die Biologen die Ansicht, dass die Paläontologen in Gesteinsschichten aus der Kreide noch nicht genau genug nach Säugetierüberresten gesucht haben, weil sie eben dort keine vermuten, was ebenso provokant wie logisch klingt (3).
Fossilienfunde sind meist Zufall. Es wurden noch niemals größere Säugetierskelette in entsprechenden geologischen Schichten entdeckt. Daher existierten, nach gängiger Lehrmeinung, in der zugehörigen Zeit auch keine höherentwickelten Säugetiere. Eine derartige Entdeckung könnte gegenwärtige Annahmen aus dieser Zeit aber revolutionieren, sollte man morphologisch weiterentwickelte Säugetiere in kreidezeitlichen Schichten finden.
Diese Entdeckung ist insofern interessant, als wir eine Verbindung zur Evolutionslehre des Menschen ziehen können. Im Stammbaum des Menschen gibt es viele Ungereimtheiten.
Dies erinnert uns vor allem an die Arbeiten des Autoren-Duos Michael Cremo und Richard L. Thompson, die belegen, dass in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Überreste, Knochen und Spuren von Menschen gefunden wurden, die bedeutend älter sind, als es bislang angenommen wurde (4).
Man könnte sich die Frage stellen, ob die Paläontologen in den Gesteinsschichten der Kreide, auch im Falle des Homo sapiens, noch nicht genau nach entsprechenden Überresten gesucht haben, weil sie dort nun mal keine vermuten. Die Ergebnisse von Cremo und Thompson belegen, dass Funde gemacht wurden, die von der Fachwelt nicht akzeptiert werden.
Es sei nur an die versteinerten Fußspuren und den bereits mehrfach erwähnten Hammer von Glen Rose (Texas) erinnert (5), denn diese Kuriositäten entdeckte man in den Gesteinsformationen der Kreidezeit, was einem Alter von 65 bis 140 Millionen Jahren entspricht. Doch allein der Nachweis der frühen Werkzeugbenutzung spricht für sich, der bis in die Epochen des Miozän (5 bis 26 Millionen Jahre) und Oligozän (26 bis 38 Millionen Jahre) zurückreicht (6).
Auch die neuen Forschungen von Dr. Hans Joachim Zillmer (7) präsentieren uns nachhaltige Belege, dass eine Koexistenz von Menschen und Dinosauriern durchaus im Bereich des Möglichen liegt. Egal, ob der Nachweis erbracht wird, dass Menschen oder ihre humanoiden Vorläufer Zeitgenossen der Dinosaurier waren - was eine Kerbe in die menschliche Abstammungslehre schlagen würde - oder Dinosaurier noch lange nach der Kreidezeit existierten, was ebenso eine Koexistenz möglich erscheinen lässt; beide Erkenntnisse wären eine Sensation. Werden so uralte Erinnerungen an furchterregende Echsen und Drachen erklärbar, die aus einer längst vergessenen Zeit stammen?
Was fangen wir mit den erwähnten Widersprüchen im Verlauf der Erdgeschichte an? Auf der einen Seite haben wir Ergebnisse der etablierten Wissenschaft, die auf keinen Fall darauf hindeuten, dass menschliche Wesen in weit zurückliegenden Zeiten existierten, und auf der anderen Seite bestechen rätselhafte Funde und Entdeckungen, die uns zeigen, dass humanoide Entitäten Spuren und Artefakte bis in kreidezeitliche Gesteinsschichten hinterließen. Was wissen wir also tatsächlich von der Zeit vor 65 Millionen Jahren bis zur Zeitenwende? Ist die Überlegung allzu spekulativ, dass technisch höherentwickelte Menschen lange vor unserer gängigen Geschichtsschreibung existierten? Die langen Zeitspannen, die dazwischen liegen, erschweren es, herauszufinden, was der Wahrheit entspricht.
Die Hypothese, dass die gegenwärtige technische Zivilisation auf diesem Planeten nicht die erste ist, gewinnt jedoch durch die erwähnten Fakten an neuer Aktualität (8).
Quellen
(1) Siehe auch die neuen Genanalysen zum Neandertaler, beispielsweise in: Roland Roth: Wer war der Neandertaler?, in: Ancient Skies Ausg. 5/97
(2) Ute Kehse, Penn State University: Entstanden Säugetierarten doch, bevor die Dinosaurier ausstarben?, in: bild der wissenschaft, Meldung vom 4.5.1998.
(3) ebenda.
(4) Richard L. Thompson/Michael Cremo: Verbotene Archäologie, Essen 1994.
(5) Ulrich Dopatka: Die Däniken-Enzyklopädie, Düsseldorf 1997, sowie die EFODON - Dokumentation Der fossile Hammer aus der Zeit der Dinosaurier von Dr. Hans Joachim Zillmer.
(6) Thompson/Cremo.
(7) Hierzu etwa: Dr. Hans Joachim Zillmer: Gemeinsame Spuren von Menschen und Dinosauriern in SYNESIS Nr. 27/1998, ders.: Dinosaurierspuren in weicher Kohle in SYNESIS 28/1998 sowie das neue Buch vom selben Autor: Darwins Irrtum (Verlag Langen Müller 1998).
(8) Theoretischer Grundsatz der Ancient Astronaut Society (b-Hypothese).