Dinosaurierspuren in weicher Kohle

© 1998 Hans-Joachim Zillmer, veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 28/1998

In EFODON SYNESIS Nr. 27/1998 habe ich über meine Erkenntnisse bei der Ausgrabung gemeinsam versteinerter Spuren von Dinosauriern und Menschen in den gleichen geologischen Schichten in Glen Rose (Texas) berichtet (1). Das Erscheinungsbild und der teilweise gute Erhaltungszustand dieser Spuren lässt nur einen Schluss zu: Das heute verfestigte Sedimentgestein war zum Entstehungszeitpunkt der Abdrücke weich, wurde verformt und erhärtete schnell, da sonst der Einfluss der Erosion die Spuren verwischt hätte.

Auch die Beschreibung des fossilen Hammers von London (Texas) aus der Zeit der Dinosaurier ließ nur einen Schluss zu: Ein ursprünglich weiches oder flüssiges Fluidum muss den Hammer eingeschlossen haben und härtete danach zu Sandstein aus (2). Es gibt viele ähnliche Funde, die in Schiefer, Sand- oder Kalkstein gemacht wurden, wie Nägel, Stahlkessel, Schrauben, künstliche Gegenstände aus Gold oder andere technische Artefakte.

Aber auch in Kohle wurden unglaubliche Funde gemacht:

Diese Funde sind mit der Evolutionstheorie nicht zu vereinbaren, da sie in zu alten geologischen Schichten gefunden wurden, denn eine langsame evolutionäre Entwicklung wäre aus Zeitknappheit nicht möglich gewesen. Deshalb wird von der Schulwissenschaft kategorisch behauptet, dass diese Funde gefälscht seien, oder es wird erst gar kein Kommentar abgegeben, da es so etwas ja nicht geben kann.


Dieser Dinosaurier-Abdruck wurde von der Decke der „Ballard Mine“ entfernt. Der Messstab ist 30,5 cm (12 inch) lang. (Foto: William Peterson)


Dinosaurier in einem Kohleflöz

In den Jahren 1877 und 1878 stießen Bergleute in einer Kohlemine bei Bernissart beim Stollenbau 300 Meter unter der Erdoberfläche auf eine Ansammlung von Iguanodon-Skeletten. Diese pflanzenfressenden Dinosaurier lebten zusammen in kleinen Gruppen und sollen vor 140 bis 97 Millionen Jahren gelebt haben. Es dauerte drei Jahre, bis ihre Skelette geborgen wurden. Man fand außerdem Schildkröten, Krokodile und über zweitausend Fische. Wieso sterben so viele Tiere an der derselben Stelle zur gleichen Zeit? Stellt dieses Massengrab das Zeugnis für eine Erdkatastrophe - Sintflut - dar? Wenn sich Kohle über lange Zeiträume hinweg bilden würde, müssten Tierreste während des Versteinerungsprozesses eigentlich schon lange verrottet oder verwest sein, oder die Einbettung der Tiere fand plötzlich unter Licht- und Luftabschluss statt.

Menschlicher Fußabdruck in Kohle

Im Jahre 1927 wurden im Fisher Canyon bei Pershing County (Nevada) in einer kohlehaltigen Schicht Schuhsohlenabdrücke mit deutlichen Nahtspuren aus einer Art Zwirn gefunden. Das Alter der Kohleschicht wird auf 160-195 Millionen Jahre geschätzt (3).

Dieser Fund bestätigt die von mir beschriebenen Ausgrabungsfunde der gemeinsamen Spuren von Dinosauriern und Menschen. Außerdem wurde auch ein zu Kalkstein versteinerter Finger in einer ähnlichen geologischen Schicht gefunden. Weitere entsprechende Funde aus der Gegend von Glen Rose sind in meinem im August erscheinenden Buch „Darwins Irrtum“ durch Bilder entsprechend dokumentiert (5).

Die menschlichen Fußspuren in Kohle und massiven Sedimentschichten bezeugen, dass Dinosaurier und Menschen gemeinsam gelebt haben. Fragt sich nur, zu welcher Zeit?

Eine andere Frage scheint interessanter zu sein: Wie kann ein versteinerter Fußabdruck in einer Kohleschicht entstehen? Gibt es eine Parallele zu Abdrücken und Artefakten in Sedimenten? Die Ablagerungsgesteine müssen zum Zeitpunkt der Entstehung der Spuren oder des Einschlusses von Artefakten zumindest weich gewesen sein. Gilt diese Feststellung auch für Kohle? War sie zu einem früheren Zeitpunkt weich und formbar? Genau genommen handelt sich bei Kohle auch um ein Sedimentgestein, jedoch um ein brennbares, das überwiegend aus den Resten fossiler Pflanzen zusammengesetzt ist. Die Frage nach der Konsistenz von Kohle zur Zeit der Entstehung scheint, aufgrund der beschriebenen Parallelen zu den nicht brennbaren Sedimenten, interessant zu sein.

Die Entstehung von Kohle

Kohle soll eigentlich durch einen Inkohlungsprozess, also langsamer Umwandlung von organischen Substanzen, entstehen. Dieser Vorgang ist durch eine Anreicherung von Kohlenstoff (C) gegenüber Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff gekennzeichnet. Der fortschreitende Inkohlungsprozess wird durch den Inkohlungsgrad charakterisiert, der durch den Kohlenstoffgehalt dokumentiert wird und von Torf (50 %), Braunkohle (65-78 %), Steinkohle (79-92 %) über Anthrazit (93-98 %) bis zu Graphit (100 %) reicht. Bis zur Entstehung von Braunkohle überwiegen biochemische Vorgänge, während für einen höheren Inkohlungsgrad geochemische Vorgänge, in Form von Druck und Temperatur, maßgebend sind.

Steinkohle gibt es in riesigen Lagerstätten fast auf der ganzen Welt, auch in der Antarktis. Da Druck und höhere Temperaturen als Voraussetzung für die Aktivierung geochemischer Prozesse vorgelegen haben müssen, stellt sich die Frage, wie diese Bedingungen erzeugt werden konnten. Unsere Erde soll sich gleichmäßig, analog der Gleichförmigkeitstheorien von Charles Lyell (Geologie) und Charles Darwin (Biologie) entwickelt haben. Für Erdkatastrophen ist daher in der Evolutionstheorie kein Platz. Größerer Druck- und Hitzeeinfluss könnte daher nur ein regionales Phänomen gewesen sein.

Dieselben Voraussetzungen müssen auch für die Verfestigung des losen Gerölls zu soliden Sedimentgesteinen (auch Marmor) vorgelegen haben. Die Geologie nennt diesen Vorgang Regionalmetamorphose und dokumentiert damit einen örtlich begrenzten Prozess, denn die Theorie von Lyell verbietet einen weltweiten Charakter entsprechender Vorgänge.

Der beschriebene Schuhabdruck in einer kohlehaltigen Schicht zeugt von einer weichen Beschaffenheit der Kohle vor der Versteinerung. Aus meiner Sicht ist das ein Faktor, der in diesem Zusammenhang bisher kaum untersucht wurde. Gibt es noch andere Abdrücke in Kohleflözen, die von der ursprünglich weichen Beschaffenheit von Kohle zeugen?


Skizze des Dinosaurierpfades in der „Ballard Mine“ der „American Fuel Company“, von William Peterson.


Die Decke von Kohleflözen

Es gibt mehrere Nationalparks und etliche andere Fundstellen in den USA, bei denen man versteinerte Dinosaurierspuren besichtigen kann. Im Sommer dieses Jahres werde ich mehrere Fundstätten in Colorado, Utah und Arizona besuchen. In diesem Zusammenhang habe ich, als Vorbereitung auf meine Reise, interessante Informationen bekommen, die kaum bekannt sind und Parallelen zu den Funden von Abdrücken in Glen Rose aufweisen.

In Utah und Colorado soll es zu Lebzeiten der Dinosaurier ein Kreidemeer gegeben haben. Aus dieser Zeit stammen auch die Kohlevorkommen. Bei den unterirdischen Arbeiten in den Kohleminen störten oft große mit Kohle vermischte Steinklumpen, die von der Decke, der Grenzschicht zwischen Kohle und Deckgestein, herabhingen. Es gab einzelne Klumpen, aber auch ganze Gruppen. Bei niedrigen Flözen mussten diese entfernt werden. Der Geologe William Peterson untersuchte Hunderte von diesen Erscheinungen, und es gab ein überraschendes Ergebnis:


 

Dinosaurierspuren an der Decke von Kohleminen in Utah (links). Der Abdruck (rechts) mit einer Länge von 1,36 m gehört zu den größten je gefundenen Abdrücken. Er fiel als separater Block von der Minendecke. (Foto: John Balsley, aus: „Essentials of Earth History“, von W. Lee Stokes, Prentice-Hall 1982)


Die Klumpen an der Decke der Kohleflöze stellen die Fußspuren von Dinosauriern dar. Man vermutet, dass diese Giganten durch das Urmeer wateten und in dem Torf des Seebodens einsanken. Die Vertiefungen füllten sich mit Schlamm, der sich langsam zu Sandstein oder Schiefer verfestigte, während der Torf sich zu fester Kohle umwandelte. Die zu Stein verfestigten Klumpen der Abdrücke hängen heute in verschiedenen Formen von der Decke des Kohleflözes herab. Teilweise sind sie fest mit dem Deckgestein verbunden, während andere leicht abgetrennt werden können.

Es wurden regelrechte Pfade entdeckt, die eine Breite von bis zu neun Metern aufweisen. In der alten „Ballard Mine“ auf dem Grundstück der „American Fuel Company“, etwa acht Meilen nördlich von Thompson an der Bahnlinie von Denver nach Rio Grande, wurden sieben Abdrücke in Rechts-Links-Folge entdeckt. In einem anderen Teil der Mine wurden Spuren ähnlicher Größe entdeckt. Von der Ferse bis zur Vorderseite der mittleren Zehe weisen die Fußabdrücke eine Länge von über achtzig Zentimetern auf. Die Zehen sind fünfzehn bis zwanzig Zentimeter dick und ziemlich spitz, mit scharfen Klauen am Ende (6). Es scheint sich um ein Mitglied der Familie Tyrannosaurus gehandelt zu haben, das hier seine Spuren hinterließ. Interessanterweise haben wir dreizehige Abdrücke dieser Saurier auch am Paluxy River in Glen Rose gefunden. Aber auch in Madagaskar und anderen Teilen der Welt hat man Relikte des Typus Tyrannosaurus entdeckt (7). Diese und andere Funde belegen, dass es heute nicht mehr existierende Landbrücken gegeben haben muss.

Im Umkreis von knapp zweihundert Kilometern wurden in Colorado und Utah in verschiedenen Kohleschichten unterschiedlich große Abdrücke entdeckt. In der „Castle Gate-Mine“ (Utah) fand man etwas kleinere Abdrücke mit einer Gesamtlänge von etwas mehr als sechzig Zentimetern. Das Foto, aufgenommen von Mr. Watts von der „Utah Fuel Company“, zeigt einen dieser Abdrücke (6).

Die Kohleschichten in diesem Areal sind insgesamt gut zehn Meter dick und unterteilen sich in drei bis vier Schichten, die in einer ungefähr sechzig Meter dicken Sandsteinschicht eingebettet sind. Parallelen zu unseren Ausgrabungsergebnissen in Glen Rose sind unübersehbar. Es blieben Fußspuren in Schiefer, Kalk- oder Sandstein, aber auch in Kohle erhalten. Alle diese Sedimentgesteine erhärten aber, gemäß unserem geologisch geprägten, wissenschaftlichen Weltbild, sehr langsam und über größere Zeiträume hinweg. Stimmt jedoch diese Ansicht?

Geochemische Prozesse

Bleiben Abdrücke in Kalkstein oder Kohle so lange von Erosionseinflüssen verschont, bis sie endlich versteinern? Aufgrund der in SYNESIS Nr. 27 von mir beschriebenen Funde in Glen Rose habe ich auf eine schnelle Erhärtung der Sedimentgesteine geschlossen. In meinem in Kürze erscheinenden Buch „Darwins Irrtum“ beweise ich diese Ansicht auch auf geochemischer Basis, unter der Berücksichtigung kataklysmischer Vorgänge wie den weltweiten Sintfluten (5).


 

 Kopien originaler Abdrücke von Dinosauriern an den Decken der Kohleminen von Utah, aus der Sammlung des „College of Eastern Utah Prehistoric Museum“ in Price. (Aus: „Dinosaur Tracks“ von Tony Thulborn, Chapmann and Hall, 1990)


Das ähnliche Erscheinungsbild der Abdrücke in Sedimentgesteinen und Kohle ist unübersehbar. Erhärtete Kohle auch so schnell wie Kalkstein? Wenn ein Dinosaurier durch einen See watet und im torfigen Seeboden aufgrund seines Eigengewichts tiefe Abdrücke hinterlässt, können diese nicht über Tausende oder sogar Hunderttausende von Jahren erhalten bleiben, bis sie versteinern. Diese Feststellung besitzt insbesondere Gültigkeit, da ganze Trampelpfade, über ein großes Gebiet hinweg, erhalten blieben. In diesem Zusammenhang verweise ich auf den achtzig Kilometer langen Dinosaurierpfad in Winton (Australien).

Wie lange dauert es wirklich, bis aus Torf feste Kohle wird? War diese Kohle vorher überhaupt ein torfiges Gemisch? Stimmt die Ansicht, dass durch eine immer weitere Anreicherung von Kohlenstoff aus Holz, über Torf, Braunkohle, Steinkohle, Anthrazit schließlich Graphit entsteht? Welchem Umstand waren die für den Umwandlungsprozess zur Steinkohle erforderlichen geochemischen Vorgänge (Hitze und Druck) zu verdanken? Diese Voraussetzungen müssen jedoch global vorgelegen haben, da Steinkohle und Anthrazitvorkommen weltweit in großem Umfang zu verzeichnen sind. Es kann sich daher nicht um ein lokales Phänomen gehandelt haben. Auch für die Bildung metamorpher Gesteine müssen Hitze und extreme Druckverhältnisse geherrscht haben, weltweit! Diese Feststellungen widersprechen jedoch den Gleichförmigkeitstheorien von Lyell und Darwin als Basis und theoretischer Grundlage unseres aktuellen Weltbildes.

Mit dem Ablauf von Erdkatastrophen lagen diese extremen geochemischen Voraussetzungen jedoch vor. Allerdings müsste dann unser Weltbild und damit die Evolutionstheorie überdacht werden, denn gleichförmige Entwicklungen und Erdkatastrophen schließen einander aus. Das ist auch der Grund, warum die biblische Sintflut auf ein örtliches Phänomen in Mesopotamien reduziert wurde.

Wie entstand Kohle?

Die Theorie, dass sich Torf auf dem Grund von Meeren in hunderttausenden von Jahren zu Kohle verwandelte, muss aufgrund der beschriebenen Funde bezweifelt werden. Außerdem gibt es fast immer mehrere Kohleschichten, die durch Sedimente getrennt sind. Das bedeutet aber, dass der mit fließendem Wasser angeschwemmte Sand die Kohle- oder Torfschicht bedeckte. Bleiben unter diesen pulsierenden Umständen ganze Trampelpfade erhalten?

Anderseits wachsen viele Pflanzen und Bäume, die zur Kohlebildung beitrugen, nicht in Sümpfen. Diese Beobachtung widerspricht der Torfmoor-Theorie. Außerdem findet man oft in Kohle eingebettete Findlinge. Diese gerundeten Steine sollen aber Erzeugnisse der Eiszeiten sein, da die Sintfluttheorie abgelehnt wird. Gemeinsame Funde von Kohle und Findlingen widersprechen der Evolutionstheorie, sind jedoch ein Indiz für kataklysmische Ereignisse. So ist es auch zu erklären, dass versteinerte Baumstümpfe manchmal umgekehrt, mit der Wurzel nach oben, in Torf- oder Kohleschichten eingebettet liegen.

Manche nicht unterteilte Kohleschichten fächern sich am anderen Ende in zahlreiche Flöze auf, getrennt durch Sedimentschichten. Diese Beobachtung widerspricht der wissenschaftlichen Theorie, dass Wälder nacheinander langsam förmlich übereinander wuchsen.

Kohleschichten sind manchmal zehn, zwanzig oder mehr Meter dick. Unter normalen, gleichförmigen Umständen vermag kein Wald derartig dicke Kohleschichten zu erzeugen. Eine zehn Zentimeter starke Kohleschicht würden eine über einen Meter dicke Torfschicht und eine über zehn Meter hohe pflanzliche Schicht voraussetzen. Die erforderliche biologische Masse für die Entstehung eines Kohleflözes mit einer Mächtigkeit von zehn Metern wäre unvorstellbar (8). Berücksichtigt man, dass es auf der Welt manchmal fünfzig oder mehr getrennt übereinander liegende Kohleschichten gibt, kann man diese Phänomene mit den Gleichförmigkeitstheorien unseres Weltbildes wohl kaum in Einklang bringen.

Die durch die Geologen Prof. Dr. Alexander und Dr. Edith Kristan-Tollmann mit modernen naturwissenschaftlichen Methoden nachgewiesene Sintflut bietet die richtigen Rahmenbedingen für die Bildung von Kohle (9). Da die Sintflut nicht einfach eine große Überschwemmung darstellte, sondern von Großereignissen (Impakte, Erdrisse, Vulkanausbrüche) erzeugt wurde, vernichtete ein Feuersturm die Erde, heftige Orkane entwurzelten die Bäume, und die folgende Flutwelle schwemmte die verkohlten, zersplitterten Bäume zu großen Haufen zusammen. Anschließend wurden sie mit Sand, Steinen (Findlinge) und toten Meerestieren bedeckt. Durch den erhitzten Boden wurde das verbrannte Holz metamorph zu Kohle umgewandelt. Steinkohle entstand, wenn diese verkohlte organische Masse mit einer bituminösen Substanz durchtränkt, oder mit heißer vulkanischer Asche angereichert wurde. Nasse Blätter widerstanden manchmal der Verbrennung und hinterließen ihren Abdruck in der Kohle, wodurch auch dieses Phänomen erklärbar wird.


 

 Eine Muschelbank mit versteinerten, geschlossenen Exemplaren (aus: „Die Chronik der Erde“, von Felix Paturi, Chronik-Verlag 1996)


In Braunkohle fand man Blätter, die noch das Chlorophyll enthalten. Manchmal findet man noch grüne Blätter in Kohleklumpen. Auch Tiere mit erhaltener Feinstruktur oder Reste von noch farbigen Insektenteilen blieben in Braunkohle erhalten. Diese Konservierung, also die Abschottung des Licht- und Lufteinflusses, muss schnell vor sich gegangen sein. Die Funde widersprechen der langsamen Entstehung einer Humus- oder Torfschicht.

Der Versteinerungsvorgang muss blitzschnell vor sich gegangen sein. Die regelrecht versteinerten Massengräber auf der ganzen Welt beweisen diese Behauptung. In SYNESIS Nr. 27 habe ich weitere Bespiele verschiedener Fossilienfunde vorgelegt. Ein in jedem Fossilienlager zu findender Beweis für schnelle Versteinerungen bilden die Muscheln, die fast nur in geschlossener Form gefunden werden. Dies deutet jedoch auf einen Sekundentod hin, da bei einer unter normalen Umständen sterbenden Muschel die Schließmuskeln erschlaffen und sich die Schalen öffnen.

Kohlevorkommen sind ein Beweis für kataklysmische Vorgänge in unserer Erdvergangenheit. Gewagt erscheint die Verschmelzung der Ereignisse Sintflut und Entstehungszeitpunkt der Kohle. Aber ein „Weltuntergang“ würde die Zeitdatierungen direkt oder indirekt in Frage stellen, da die Grundlagen der Altersbestimmung durch die Gleichförmigkeitstheorien gebildet werden. Setzt man aber kataklysmische und damit nicht-konstante oder überhaupt wissenschaftlich nicht exakt definierbare Rahmenbedingungen voraus, können auch die Zeitdatierungen, insbesondere auf der Basis indirekter Vergleichsmethoden, nicht stimmen.

Da Menschen, Dinosaurier und auch Kohle, gemäß meinen Erkenntnissen, aus der gleichen Zeitepoche stammen, ist es durchaus denkbar, dass diese Ereignisse erst vor relativ kurzer Zeit stattfanden.

Mount St. Helens

Am 18. Mai 1980 brach der Vulkan Mount St. Helens, an der Westküste der USA im Staat Washington, aus. Dies führte 1982 zur Schaffung des Nationalparks „Mount St. Helens Volcanic Monument“, der das direkt betroffene Katastrophengebiet unter den Schutz der Nationalparkbehörde stellte.


 Über eine Million zersplitterter Baumstämme wurden mit der heißen Vulkanasche in den Spirit Lake gespült. Das entstehende Gemisch bildet die Substanz für eine schnelle Kohlebildung.  (D. Morris, aus „The Young Earth“)


Bei dem damaligen Ereignis wurden ungefähr hundertfünfzig Quadratmeilen Wald total vernichtet. Aus dem Vulkan ergossen sich große Mengen Lava in die Täler. Der Vulkankegel wurde um vierhundert Meter reduziert, und es blieb ein eineinhalb Kilometer breiter, nach Norden aufgebrochener, Krater übrig. Dieser Park gehört heutzutage zu den eindrucksvollsten Naturwundern in Amerika. Hier wurden Hunderttausende von Stümpfen und Baumstämmen in den See Spirit Lake gespült, begleitet von einem großen Volumen von biologischem Material und vulkanischer Asche. Innerhalb weniger Jahre bildete sich am Grund des Sees ein großes Lager aus organischen und vor allem hölzernen Material, welches mit vulkanischer Asche angereichert und durchsetzt ist. Der hierdurch entstandene Torf besitzt oft ähnliche Strukturen und Aussehen wie Kohle. Die Rinde der Bäume löste sich, sank zu Boden und bildete dicke Ablagerungsschichten. Die Baumstümpfe mit den Reststämmen wurden in dem vorhandenen Matsch teilweise in senkrechter Position abgelagert, da der schwerere Wurzelstock zuerst zu Boden sank.

Sollte sich ein Vulkanausbruch wiederholen, werden diese Bäume und die vorhandenen Torfschichten durch heiße Vulkanasche und andere Sedimente des Sees unter Luftabschluss komplett begraben. Damit wären dann alle Voraussetzungen für die endgültige Entstehung von teeriger oder teerhaltiger Kohle gegeben. Intensive Untersuchungen nahm Dr. Steve Austin im Jahr 1986 vor, und auch heute noch werden die geologischen Vorgänge überwacht (10). Aus diesen Gegebenheiten kann man schließen, dass der Entstehungsprozess von Kohle nicht vor Millionen von Jahren und über einen langen Zeitraum hinweg abgelaufen sein muss, sondern dass dieser Vorgang, unter den richtigen Bedingungen, relativ schnell, in sehr kurzer Zeit stattfinden kann (5).


 

 Der bei einem Ausbruch des Mount St. Helens vernichtete Wald. (Foto: Lyn Topinica)


Eine Bitte des Autors:

Wenn Sie ungewöhnliche Funde in Kohle oder massivem Gestein (Fossilien) kennen, schreiben Sie mir bitte, über die EFODON e.V.-Redaktion.

Anmerkungen

(1)  Dr. H.-J. Zillmer in EFODON SYNESIS Nr. 27/1998 (Mai/Juni 1998): „Gemeinsame Spuren von Dinosauriern und Menschen“.

(2)  Dr. H.-J. Zillmer in EFODON SYNESIS Nr. 26/1998 (März/April 1998): „Die Evolution, frei erfunden?“.

(3)  Geise, G.: „Woher stammt der Mensch wirklich?“, Hohenpeißenberg 1997.

(4)  Michell, J. und Rickard, R. J.: „Die Welt steckt voller Wunder“, Düsseldorf/Wien 1979.

(5)  Zillmer, Dr. H.-J.: „Darwins Irrtum“, Langen Müller-Verlag, München .

(6)  „Nature“, Volume 24, Nr. 3, März 1924.

(7)  „Bild“, 15.5.1998, Seite 12.

(8)  Velikovsky, I.: „Erde in Aufruhr“, Frankfurt 1994.

(9)  Tollmann, E. u. A.: „Und die Sintflut gab es doch“, Wien, Gütersloh, Stuttgart 1993.

(10)Dr. Steve Austins Video: „Mount St. Helens: Explosiv Evidence for Creation“, ICR, 1992.

 

Hans-Joachim Zillmer

Darwins Irrtum

Langen Müller, München 1998, ISBN 3-7844-2709-X

Die Homepage des Autors: www.zillmer.com


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