(c) 2007 Gernot L. Geise
Der Mond ist ein Schweizer Käse!

(Veröffentlicht im SYNESIS-Magazin Nr. 3/2007)

Seit einigen Jahren erfreut sich die Internetzseite „Google-Earth“ großer Beliebtheit, denn damit kann man jeden Punkt der Erde aus der Luftperspektive betrachten. Sicher, hierbei handelt es sich nicht um aktuelle Satellitenbilder, sondern um teilweise einige Jahre alte Fotos, die auch nicht zwingend von Satelliten stammen. Auch die Qualität der Bilder ist recht unterschiedlich. Aber zum großen Teil kann man in eine gewählte Gegend hinein zoomen und Objekte manchmal bis zur Größe einzelner Personen, zumindest jedoch von der Größe eines PKW erkennen.
Wie beliebt diese Internetzseite inzwischen ist, kann man auch daran erkennen, dass etwa die „Tagesschau“ in ihren Nachrichten Luftbilder von Google verwendet.
„Aufrüsten“ lässt sich die Bildanzeige durch eine ganze Reihe von so genannten „Plugins“, das sind Mini-Programme, die Zusatzfunktionen bieten, etwa 3D-Ansichten von besonderen Gebäuden und Plätzen, Wetterkarten usw.
Nun ist, was sich noch nicht so sehr herumgesprochen hat, seit einiger Zeit ein neues Google-Programm im Netz: „Google-Moon“ (http://moon.google.com). Allerdings erscheint beim Aufruf nur ein einziges Foto der Mondvorderseite, wo durch tropfenförmige Marker mit den Bezeichnungen A bis F die Landeplätze der APOLLO-Missionen gekennzeichnet sind. Klickt man einen dieser Marker an, erscheint ein Hilfstext, der die Mission, das Datum und die Namen der Astronauten auflistet.
Nun wird man natürlich neugierig, um zu sehen, ob es tatsächlich Fotos von den APOLLO-Überresten gibt, und zoomt in das Bild hinein. Das funktioniert auch recht gut, doch bei der größten Zoomstufe erlebt man dann das Wunder: Die Mondoberfläche wird durch einen Schweizer Käse ersetzt. Was wollen die Google-Leute damit wohl aussagen? Dass die ganze Sache mit den APOLLO-Landungen ein ausgemachter Käse ist?



Wir erinnern uns, dass die Google-Leute sowieso eine merkwürdige Art von Humor zu besitzen scheinen, denn vor ein paar Monaten ging noch die Information durch das Internetz, dass man in die Google-Suchmaschine nur den (englischen) Begriff „failure“ (Misserfolg, Bankrott, Versager) eingeben musste, dann die Schaltfläche „Auf gut Glück“ drücken musste und sofort mit der Internetzseite von George W. Bush im Weißen Haus in Washington verbunden wurde.
Ende Januar hat Google diesen Link entschärft. Angeblich entstand er durch Gegner Bushs, die den Link zum Weißen Haus unter der Bezeichnung „failure“ tausendemal auf eigene Seiten verlinkt haben, wodurch dieser in den Suchmaschinen an immer höhere Position stieg.
Wenn Sie in eine Internetz-Suchmaschine einen Begriff eingeben, so erscheint in Sekundenschnelle eine Liste mit tausenden Internetzseiten, die diesen Begriff enthalten. Dabei erscheinen diejenigen Seiten, die am häufigsten verlinkt sind, in der Anzeige am weitesten oben in der Liste.
Beim „Mond-Käse“ kann es sich allerdings nicht um eine Verlinkung zu anderen Internetzseiten handeln. Es scheint sich um eine reine APOLLO-Werbeseite zu handeln, denn Google bietet nur ein einziges Foto vom Mond, das mit den eingezeichneten APOLLO-Landestellen. Übrigens gibt es auch „Google Mars“ (www.google.com/mars). Aber man sollte nicht denken, dass man dort hochauflösende Marsfotos zu sehen bekommt. Vielleicht ist das für später geplant.


Fehlt beim Google-Mondkäse eigentlich nur noch die Maus!


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