© Gernot L. Geise; veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 6/2001
Landeplatz von APOLLO 15 gefunden?
Die NASA hatte in ihrer Homepage vom 27. April 2001 einen kleinen Hinweis darauf, dass die Landestelle von APOLLO 15 auf Fotos der Mondsonde CLEMENTINE 1 lokalisiert und gefunden worden sei. Dazu verweist die Seite zu einer anderen Homepage (1), wo ein Bericht von Leonard David veröffentlicht wurde. Er schrieb (Übersetzung durch den Autor):
"Legt endlich die absurden Vermutungen zur Seite, die Apollo-Mondlandungen seien ein Betrug gewesen. Zwei Wissenschaftler untersuchten Fotos von Mond-Orbiter-Sonden nach Anzeichen einer Landung. Durch eine neue Untersuchung fand Misha Kreslavsky, ein Weltraum-Wissenschaftler im Department of geological Science an der Brown Universität in Providence, Rhode Island, Anomalien auf der Mondoberfläche in der Nähe der Apollo 15-Landestelle.
Die Landefähre ‘Falcon’ von Apollo 15 landete am 30. Juli 1971 in der Hadley-Apenninen-Region nahe dem Apenninen-Gebirge. ‘Falcon’ war die erste gesteuerte Landefähre. Dabei transportierte sie vergrößerte Treibstofftanks und erstmalig einen Mondrover.
Die Mondspaziergänger David Scott und James Irwin blieben länger als drei Tage auf der Mondoberfläche. Dabei benutzten sie ein elektroangetriebenes Fahrzeug, das sie insgesamt 27,4 Kilometer über das zerkraterte Terrain beförderte.
Kreslavsky, zusammen mit seinem Forscherkollegen Yuri Shkuratov des Astronomischen Observatoriums Charkov in der Ukraine, benutzten Fotos, die der Hightech-Mondorbiter Clementine machte.
Die schneller-besser-billiger Clementine-Sonde der Ballistic Missile Defense Organisation umkreiste 1994 den Mond und benutzte dabei eine Kamera, die über eine Million Fotos im ultravioletten und im sichtbaren Bereich machte. Kreslavsky und Shkuratov studierten einen Teil der Clementine-Bilder von der Gegend der Apollo 15-Landestelle. Ihre Aufgabe war, frische Einschläge auf dem Mond zu finden oder Hinweise auf neuerliche seismische Aktivitäten in der Mondkruste. Die Arbeit und die benutzte Technik wurden nicht nur benutzt, um die Mondoberfläche zu studieren, sondern auch, um eine Prämie zu erhalten.
Ein kleiner dunkler Fleck, gefunden auf den Clementine-Bildern, ist kein frischer Krater, sondern stimmt mit der Apollo 15-Landestelle überein, sagte Kreslavsky.
Das ist das Ergebnis meiner Untersuchung von 52 Bildern, die Clementine durch einen Rot-Filter fotografierte, während die Sonde die Gegend vom südlichen zum nördlichen Horizont überquerte’, sagte Kreslavsky. Ein undeutlicher dunkler Fleck kann genau an der Landestelle gesehen werden, meinte er.
Die neuen Untersuchungen ergänzen frühere der Raumforscher Noel Hinners und Farouk El-Baz aus dem Jahr 1972. Die beiden Forscher studierten hochauflösende Fotos der Landestelle. Eines der Bilder machte die ‘Falcon’-Fähre beim Landeabstieg. Ein weiteres Bild, aufgenommen aus dem Apollo-Kommandomodul ‘Endeavor’ von Astronaut Alfred Worden, zeigt die Gegend ein paar Stunden, nachdem Scott und Irwin gelandet waren.
‘Einige hellere Stellen des Landepunktes sind auf dem zweiten Foto zu sehen’, sagte Kreslavsky.
Wenn man die Clementine-Fotos der Apollo 15 Landezone anschaut, kann man verschiedene Anomalien sehen. ‘Alle außer einer könnten neue kleine Einschlagkrater sein. Nur die eine, die kein Krater zu sein scheint, deckt sich mit der Landestelle’, sagte Kreslavsky.
Die zerstörte Struktur des lunaren Regoliths stammt von der Landung, sagte Kreslavsky. Er meinte weiterhin, dass die Veränderung durch den Raketenantrieb während der Landung der Mondfähre hervorgerufen wurde. Die Anomalie hat einen Radius von etwa 50 auf 150 Meter um die Landestelle, sagte Kreslavsky. ‘Unglücklicherweise erlauben die Clementine-Daten keine genaueren Studien der anderen Landeplätze’."
Soweit der Original-Text. Wollen wir doch mal sehen, ob "die absurden Vermutungen" damit wirklich widerlegt werden!
Zunächst fällt es auf, dass die NASA die Entdeckung der beiden Forscher nur kleinlaut und unter "ferner liefen", am Rande anderer, nichtssagender Meldungen, und auch nur als "Link" (als Weiterschaltung zu einer anderen Homepage) veröffentlicht hat. Man darf nicht vergessen, dass die amerikanische Bevölkerung den NASA-Aussagen wesentlich skeptischer gegenüber steht als die europäische. So glaubt nicht nur heute jeder fünfte Amerikaner, dass die APOLLO-Mondflüge ein einziger großer Bluff waren. Da wäre doch eine Entdeckung wie diese eine einmalige Gelegenheit, die Werbetrommel für APOLLO zu rühren!
Warum sehen eigentlich so viele Menschen die APOLLO-Mondflüge so skeptisch? Gesetzt den Fall, sie hätten tatsächlich in der vorgegebenen Form stattgefunden, dann wäre es durchaus verzeihlich, wenn der NASA hier oder dort eine Panne unterlaufen wäre, die Widersprüche erzeugen könnte. Doch bei den APOLLO-Missionen häufen sich die Widersprüche in solch gigantische Höhen, dass das ganze APOLLO-Programm damit unglaubwürdig geworden ist. Es gibt kaum eine NASA-Aussage dazu, die nicht relativ einfach widerlegbar ist.
Zwei Wissenschaftler haben sich also nun Bilder der Mondsonde CLEMENTINE vorgenommen und analysiert. Doch schauen Sie sich das veröffentlichte Bild in Ruhe an: Können Sie hierin etwa Überreste einer Landefähre erkennen? Ich nicht.

Die angeblichen Überreste der APOLLO 15-Mission auf der Mondoberfläche. Können Sie in diesen Flecken die Überreste einer Landefähre erkennen? Pfeil A zeigt einen diffusen dunklen Fleck, wo die Landefähre "Falcon" gelandet sein soll. Der Fleck soll vom Raketentriebwerk stammen. Pfeile B und C zeigen auf weitere dunkle Flecken, die sogenannte Anomalien darstellen.
Es stimmt schon nachdenklich, dass die von den genannten Forschern entdeckte "Anomalie" einen Radius von 50 mal 150 Meter (!) um den postulierten Landeplatz von APOLLO 15 haben soll. Durch was, bitte sehr, soll eine solch großflächige "Anomalie" hervorgerufen worden sein (sofern sie von einer Landung stammt)? Etwa durch das Landetriebwerk der Fähre, wie die Forscher meinen? Dann haben sie es leider versäumt, sich die APOLLO-Fotos vom Landeplatz mit der Fähre anzusehen. Denn darauf erkennt man unschwer, dass über-haupt kein Staub, geschweige denn größere Gesteinsbrocken, durch das Triebwerk weggeblasen worden sind (s. Abb.). Die Forscher gingen wohl von "normalen" Umständen aus und von den Angaben der NASA, dass das Landetriebwerk der Fähre die Ausmaße eines Mittelstrecken-Raketenmotors hatte, um das Gewicht der Fähre abbremsen zu können. Eine "Anomalie", ein durch das Triebwerk freigeblasener Platz (der dann eventuell farblich von der Umgegend absticht), müsste tatsächlich vorhanden sein, wenn die Fähre wirklich mit ihrem Raketentriebwerk gelandet wäre. Die APOLLO 15-Fotos zeigen jedoch, dass absolut nichts weggeblasen wurde! Aufgrund dieser Fotos kann also gar keine "Anomalie" durch die "Landung" entstanden sein. Wenn dieses aussageschwache CLEMENTINE-Foto der Beleg dafür sein soll, dass tatsächlich US-Astronauten auf dem Mond gelandet sind, dann wird es verständlich, dass die NASA es nur am Rande erwähnt.

Die Mondlandefähre "Falcon" (links), daneben die beiden Astronauten Scott und Irwin mit dem "Mondrover". Woher kommt all der Staub, wenn er durch das Landetriebwerk weggeblasen wurde?
Der Schlusssatz "Unglücklicherweise erlauben die Clementine-Daten keine genaueren Studien der anderen Landeplätze" spricht für sich. CLEMENTINE hat "über eine Million Fotos" (NASA) von der Mondoberfläche gemacht. Dazu hatte sie eine Kamera an Bord, die hochauflösende Fotos machen konnte, eine Kamera, wie sie sonst nur in Spionagesatelliten eingesetzt wird. Wie gut sind die CLEMENTINE-Fotos eigentlich wirklich, wenn am "APOLLO 15-Landeplatz" keine Details erkennbar sind?
Ich bin der Meinung, dass es sich bei den undeutlichen Flecken auf der Mondoberfläche keinesfalls um Relikte der APOLLO-Flüge handelt, sondern bestenfalls um Einschlagkrater.
Wenn der NASA wirklich daran gelegen wäre, die "absurden Vermutungen, die Apollo-Mondlandungen wären ein Betrug gewesen" zu widerlegen, und wenn sie es könnte (!), dann würde sie (nur) eines ihrer zahlreichen Teleskope auf den Mond richten und der Weltöffentlichkeit zeigen: "Hier sind die Überreste der Landefähren!". Das "Hubble"-Weltraumteleskop kann beispielsweise Staubstürme auf dem Mars fotografieren oder Sterne, die Millionen Lichtjahre entfernt sind. Nach NASA-Angaben kann dieses Superteleskop jedoch angeblich den Mond nicht fotografieren, weil seine Oberfläche zu hell sei... Doch das ist eine weitere Lüge der NASA-Märchenerzähler, denn es gibt tatsächlich "Hubble"-Fotos vom Mond (siehe Abb.), die sogar eine wesentlich bessere Qualität als die meisten CLEMENTINE-Fotos zeigen! [Anm. 2004: Das Hubble-Teleskop ist tatsächlich nicht in der Lage, Details auf der Mondoberfläche zu fotografieren, weil der Mond für das Teleskop "zu nah" ist und außerhalb des Teleskop-Schärfebereichs liegt]

Dass die NASA - entgegen ihrer Aussage, die Mondoberfläche sei zu hell für das empfindliche "Hubble"-Teleskop - es tatsächlich auf den Mond gerichtet und Fotos gemacht hat, beweist dieses Bild des Kopernikus-Kraters.
Bill Kaysing, einer der ersten Aufklärer der Mondfälschungsaktion der NASA (2), trat Anfang 2001 im US-Fernsehsender Fox auf, wobei er u.a. aussagte, die APOLLO-Filmaufnahmen seien in der Nevada-Wüste gedreht worden. Dazu muss man wissen, dass Kaysing nicht irgendein Wichtigtuer, sondern ein ehemaliger NASA-Ingenieur ist.
Keine Sterne
Kaysing erklärte u.a., die Fotos vom Mond würden keine Sterne zeigen (hätte er sich nur mal stichhaltigere Gründe ausgesucht!). Die flatternde US-Flagge erwähnte er ebenfalls. Außerdem gebe es Fotos von der "Mondoberfläche" mal mit und mal ohne Raumfähre.
Die NASA hatte prompt auf die Fernsehsendung reagiert und behauptet, die Sterne auf den Mondaufnahmen seien deshalb unsichtbar, weil die Helligkeit der Mondoberfläche und der Raumanzüge alles überstrahlt habe. Ich frage mich, warum bei diesem Thema immer "um die Wurst" herum geredet wird? Dass die "Mondoberflächenhelligkeit" alles überstrahlt haben soll, ist ausgemachter Unsinn! Wenn es wirklich so wäre, dürften auf vielen Fotos keinerlei Details erkennbar sein. Die APOLLO-Fotos beweisen jedoch das Gegenteil: mehrere APOLLO-Missionen sind überdies bei fast völliger Dunkelheit durchgeführt worden, wie die Fotos ebenfalls zeigen. Es kann also gar keine "Überstrahlung" gegeben haben! Der einfache Grund dafür, dass keine Sterne erkennbar sind (sofern die Fotos nicht in einer Halle aufgenommen wurden!), ist ganz simpel: sie strahlen zu schwach! Die Astronauten hätten eine Kamera auf einem Stativ aufstellen und eine Langzeit-Aufnahme machen müssen. Das kann jeder selbst ausprobieren, indem er versucht, mit einer normalen Kamera bei Nacht den Himmel zu fotografieren. Das Bild wird schwarz sein, ohne Sterne, und wenn sie noch so hell leuchten!
Die Flatterflagge
Die Flagge würde flattern, weil die Astronauten sie mit kreisförmigen Bewegungen in den Boden gerammt hätten, sagt die NASA. Dazu ist zu sagen, dass es mindestens zwei Videoaufnahmen gibt, die Astronauten beim Flagge-Aufstellen zeigen. Tatsächlich ist es nicht ausgeschlossen, dass das "Flattern" durch-aus durch die Aktivitäten der Astronauten hervorgerufen worden sein könnte. Allerdings flattert die Flagge insbesondere bei der APOLLO 14-Szene recht merkwürdig. Es sieht so aus, als ob ein relativ starker Windstoß die Flagge mehrfach bewegt. Der Astronaut zieht sie mehrmals in die korrekte Position, woraufhin sie wieder zu flattern beginnt. Das ist jene Video-Version, die in den deutschen APOLLO-Sendungen bisher immer herausgeschnitten und durch eine Standbildaufnahme ersetzt wurde.
Könnte man die flatternde Flagge noch mit übertragenen Bewegungen der Astronauten erklären, so lässt sich der (schon in meinem Buch "Der Mond ist ganz anders!" (3) beschriebene) hin und her schaukelnde Einkaufstüten-ähnliche Gegenstand, der wohl ein Sonnenwindsegel ist, unter der Mondfähre von APOLLO 14, nicht mehr durch Astronauten-Bewegungen erklären, denn - wie das Video ebenfalls zeigt - es befinden sich beide Astronauten außerhalb der Fähre! Diese Video-Szene ist den amerikanischen und britischen Kritikern der APOLLO-Missionen wohl bisher entgangen.
Landschaft mal mit und ohne Fähre?
Zu den Fotos von der Oberfläche mit und ohne Landefähre erklärte die NASA, sie seien einfach von verschiedenen Standpunkten aus aufgenommen worden... So einfach kann man es sich mit Erklärungen machen!
Prompt sprang auch Richard C. Hoaglands "Enterprise-Mission" "auf den Zug" auf. Hoagland, bekannter Bestseller-Autor sowie eifriger NASA-Kritiker und Verfechter der Mars-Anomalien, wurde mit seiner "Enterprise-Mission" (4) eigentlich eher dafür bekannt, aus von der NASA veröffentlichten Marsfotos Details zu erkennen, die er bis ins Unsinnige interpretiert.
Um so befremdender wirkt auf mich der Pro-NASA-Beitrag, der von Mike Bara, Steve Troy und Richard C. Hoagland gemeinsam unter dem Titel "Who Mourns For Apollo? - Or - Was It Really Only a Paper Moon?" veröffentlicht wurde, denn hier wird der NASA derart "in den Hintern gekrochen", dass es schon fast peinlich ist. Man hat das Gefühl, eine Werbeseite der NASA zu lesen. Lang und breit lassen sich die Autoren u.a. darüber aus, wie es möglich ist, dass die selbe Landschaft einmal mit und einmal ohne Fähre zu sehen ist. Nach ihren Ausführungen, die exakt denen der NASA entsprechen, wurde nur der Fotografierstandpunkt gewechselt. So einfach kann man es sich jedoch nicht machen.
In dem mir vorliegenden Video "What Happened on the Moon?" (5), das von dem exzellenten APOLLO-Kritiker und Autor des Buches "Dark Moon" (6), David S. Percy, herausgegeben wurde, belegt Percy exakt, dass es tatsächlich Fotos mit und ohne Fähre gibt. Zunächst zeigt er die Landschaft und weist auf markante Details hin. Dann blendet er zwei Fotos mit und ohne Fähre übereinander, und nun kann man erkennen, dass der Fotograf tatsächlich keinesfalls zur Seite ausgewichen ist. Die Fähre ist einmal da und einmal nicht! Wohin sollte er auch ausweichen? Zur Seite? Davon verschwindet keine Fähre.


Zweimal dieselbe Landschaft? Einmal mit und einmal ohne APOLLO 17-Fähre. Behauptungen, diese Landschaften seien vor und nach der "Landung" fotografiert worden, stellen meiner Meinung nach Haarspaltereien dar, die absolut nichts belegen, sondern nur von offensichtlicheren Widersprüchen ablenken (aus: THE ENTERPRISE MISSION, www.enterprisemission.com)
Was mir beim Betrachten der Fotos von APOLLO 17 weiterhin aufgefallen ist: erstaunlicherweise muss wohl die Tageszeit gewechselt haben, obwohl ein Mondtag rund vierzehn Erdtage lang dauert, wie jeder weiß. Wie ist es sonst zu erklären, dass verschiedene Hintergrundberge einmal im "Sonnenlicht" und einmal im "Schatten" liegen?
Mondgestein
Der stichhaltigste Beweis für die Mondlandungen seien jedoch die mitgebrachten Steine, behauptet die NASA. Selbst Laien könnten mit bloßen Augen Unterschiede zu irdischen Steinen erkennen. Ich frage mich jedoch: kennen denn Laien alle irdischen Gesteinssorten?
"Solche Steine können auf der Erde gar nicht künstlich hergestellt werden", sagt die NASA. Und damit hat sie wieder einmal die Unwahrheit gesagt, denn sie selbst hat damals "echtes Mondgestein" in ihren Labors hergestellt (7). Doch die normale Bevölkerung weiß das wohl nicht.
Dass es echtes Mondgestein gibt, ist unbestritten. Schließlich wurden nicht nur von der NASA, sondern auch von Russland durch automatische Mondsonden größere Mengen Mondgestein zur Erde gebracht. Und dieses Gestein ist es auch, das die NASA als von APOLLO mitgebrachtes Gestein vorzeigt.
Spiegel-TV
Am 27. Juli 2001 strahlte der Fernsehsender VOX in seinem Magazin "Spiegel-TV" einen "Weltraum-Themenabend" aus. Neben technischen Entwicklungen (Ionentriebwerk) war das Hauptthema die Widersprüche um die amerikanischen Mondflüge. Danach folgte noch (wohl, um von der Brisanz des APOLLO-Themas etwas abzulenken?) eine UFO-Untersuchung. Durch die Sendung führte souverän die Moderatorin Jutta Lang. Im Studio war als "Fachmann" der ehemalige deutsche Wissenschafts-Astronaut Dr. Werner Walter zu Gast. Die Sendung war gut und informativ aufgemacht und erzeugte starke Reaktionen bei den Zuschauern, denn viele glauben bis heute an die bemannten Mondlandungen. Pro und Kontra kamen ausführlich zu Wort.
Astronaut Walter bot jedoch kein überzeugendes Bild. Seine Ausführungen waren fahrig und kaum glaubhaft, er verhaspelte sich öfter und brachte Versprecher wie "Kairo, eine Stadt mit fünf Milliarden Menschen". Auch seine Erklärungen, die er zu den vorgebrachten Fälschungsvorwürfen abgab, klangen nicht sehr überzeugend und zeugten teilweise eher von Unwissen. Seine Meinung, in unserer Galaxis seien wir das einzige intelligente Leben, hätte aus dem Mittelalter stammen können.
Zunächst wurde der NASA-Astronaut Brian O'Leary gezeigt, der sich äußerte, er halte eine Fälschung durchaus für möglich. Bill Kaysing, der APOLLO-Kritiker David S. Percy sowie andere technische Fachleute kamen zu Wort, um ihre Bedenken vorzutragen. Kaysing meinte beispielsweise, dass in den sechziger Jahren die Chancen, zum Mond und unversehrt wieder zurück zu kommen, nur bei 0,0017 % lagen.
Der Produzent des Kinofilmes "Unternehmen Capricorn", in dem es um eine von der NASA gefälschte bemannte Marslandung geht, erklärte, dass er damals diesen Film mit einem Budget von 4,8 Millionen Dollar gedreht hat. Wenn der NASA 40 Milliarden Dollar zur Verfügung standen, hätten sie locker eine perfekte Fälschung machen können.
Kaysing, der lange Zeit auf einem Raketentriebwerks-Testgelände gearbeitet hat, erklärte, dass es unmöglich sei, dass während des Funksprechverkehrs kein Antriebsgeräusch zu hören ist. Raketentriebwerke entwickeln einen Geräuschpegel bis zu 150 dB (Dezibel). Zum Vergleich: das Düsentriebwerk eines Kampfjets erzeugt etwa 120 dB.
Walter musste, darauf angesprochen, erklären, dass in einem Vakuum selbstverständlich kein Geräusch zu hören ist: "Es ist keine Luft da!". Oh welche Einfalt! Es ging doch gar nicht darum, ob außerhalb etwas zu hören gewesen sei! Es ging um die innerhalb der Kapsel befindlichen Astronauten und ihre Gespräche mit der Leitstelle! Und innerhalb der Module befand sich Luft! Im übrigen wird das Antriebsgeräusch sehr deutlich über die Wände übertragen. Als Beispiel sind hier die Spaceshuttleflüge zu nennen, wo die Astronauten während der Startphasen und bei der Zündung des Triebwerks zur Rückkehr sich nur laut schreiend verständlich machen können. Das musste jedoch auch Astronaut Walter gewusst haben!
Schade, dass nicht genauer auf die Landefähren-Problematik eingegangen wurde, doch in einer knappen Stunde können nun mal verschiedene Themen nur angerissen werden. Die Landefähigkeit der Fähren (LM) wurde vor den APOLLO-Missionen niemals in der Praxis getestet. Ihr erster Testflug war praktisch die "Landung" von APOLLO 11. Zuvor gab es zwar einige Flugsimulationen in der Erdumlaufbahn, die jedoch nur zeigten, dass das Vehikel kaum steuerbar war. Es zeigte tausende Fehlfunktionen. Nur einige Monate vor dem Flug von APOLLO 11 machte Neil Armstrong einen Testflug mit einem LM-Prototyp. Wie der Film zeigte, geriet das Gerät nach kurzer Zeit völlig außer Kontrolle und stürzte ab, wobei sich Armstrong kurz vorher mit dem Schleudersitz retten konnte. Doch - oh Wunder! - bei den APOLLO-Missionen funktionierten die fehlerbehafteten Fluggeräte einwandfrei ohne jeden Aussetzer. Ein Ding der Unmöglichkeit bei einer solchen Fehlkonstruktion!
Die fehlenden Krater
Kaysing bemängelte die fehlenden Krater unter den Landefähren. Und wenn Kaysing als Fachmann für Raketenantriebe so etwas behauptet, dann hat es Hand und Fuß! Tatsächlich ist auf allen APOLLO-Fotos unter den Fähren der Staub liegen geblieben, was anhand der Fußspuren sehr gut erkennbar ist.
Die gebotenen Erklärungsversuche wirkten verkrampft, dass das Triebwerk mit einer Leistung von 1500 bis 2000 Pfund nicht in der Lage gewesen sei, Staub wegzublasen... Auch Astronaut Walter gab Bemerkungen ab, die höchstens von Unwissen zeugten: Die Staubschicht auf der Mondoberfläche sei sehr dünn und wäre durch das Triebwerk weggefegt worden. Darunter sei fester Boden. Hat Walter eigentlich keine Bilder von den Landefähren auf der "Mondoberfläche" gesehen? Dann wüsste er, dass eben kein Staub weggeblasen wurde.

Auch unter der Landefähre von APOLLO 12 war kein Staub weggeblasen, obwohl sich die Triebwerksdüse mit rund einem Meter Durchmesser nur rund ein Meter über dem Boden befindet (im oberen Teil des Fotos erkennbar). Fußspuren in der Staubschicht reichen bis unter die Fähre.
Dann ging Walter zum Gegenangriff über. Beweise für eine Mondlandung seien 385 kg Mondgestein, in dem sich das in irdischem Gestein seltene Helium-3 befinde. Und es gibt Bilder von der Mondrückseite. "Wenn keine APOLLO-Astronauten oben waren: Woher haben wir sie?". Da fragt man sich, wie weltfremd Walter eigentlich ist? Hat er noch nie davon gehört, dass schon vor APOLLO rund ein Dutzend unbemannter Sonden zum Mond geflogen sind? Dass nicht nur die USA, sondern auch die damalige UdSSR größere Mengen Mondgestein mit diesen Sonden zur Erde geholt haben? Und dass die Sowjets bereits die Mondrückseite fotografiert hatten, als die Amerikaner noch mit ihren fußballgroßen Explorer-Satelliten in der Erdumlaufbahn experimentierten? Dass der Mond bis zum Flug von APOLLO 11 bereits mindestens viermal durch unbemannte Mondsonden komplett kartografiert war? "Woher haben wir die Bilder?..."
In das APOLLO-Unternehmen waren über hunderttausend Menschen unmittelbar und nochmals bis zu einer halben Million Menschen indirekt involviert. Es wäre geradezu phantastisch, anzunehmen, in einem Schwindelunternehmen von derart großem logistischem Ausmaß hätten eine dreiviertel Million Menschen "dichthalten" können, hieß es.
Doch das ist ein Denkfehler! Es war nur eine Handvoll Menschen, die in alles eingeweiht waren. Und es gibt tatsächlich eine Reihe von Andersdenkenden, denen schon damals die eine oder andere Unstimmigkeit aufgefallen ist. Man sollte sich fragen, warum nach APOLLO eine ganze Reihe von führenden Technikern, NASA-Forschern und allein in den Jahren 1964 bis 1969 zehn NASA-Astronauten "verunfallt" worden - also eines unnatürlichen Todes gestorben - sind? Haben diese Menschen "zu viel" gewusst und wollten "aus der Schule reden"?
Es kann nur eine Handvoll führender Köpfe eingeweiht gewesen sein, und das lässt sich problemlos handhaben. Beispiel: Wenn ich ein Radio bauen will, dann kaufe ich mir die elektronischen Einzelteile in den verschiedensten Geschäften. Dabei weiß keiner der Einzelteil-Hersteller, was ich vor habe, obwohl an der Herstellung und dem Verkauf der Einzelteile bestimmt einige hundert Menschen beteiligt sind (in den Firmen).
Die falschen Schatten
Auf vielen APOLLO-Fotos sind merkwürdige Schattenrichtungen zu sehen. Die Schattenrichtungen verlaufen nicht parallel, wie es anzunehmen ist, wenn nur die Sonne als einziger Beleuchtungskörper vorhanden ist. Ein anderes Phänomen der APOLLO-Fotos besteht darin, dass auf vielen Bildern die fotografierten Astronauten zwar gegen die Sonne aufgenommen worden sind, jedoch auf der Schattenseite ausgeleuchtet sind, als wenn hier eine Zusatzbeleuchtung zur Anwendung gekommen wäre.

Schatten in alle Richtungen. Wie soll das funktionieren, wenn die Sonne der einzige Lichtkörper war? (APOLLO 17)
Hierzu wurden in der Sendung mehrere Fachleute befragt, die einhellig der Meinung waren, dass dieses Phänomen normal nicht erklärbar sei, nur mit einer Zusatzbeleuchtung sei es möglich, die Schattenpartien wie auf den Bildern aufzuhellen.
Interessant war auch der Vergleich zwischen zwei Szenen, in denen Astronauten auf einem Hanggelände agieren, das einschließlich der kleineren Felsbrocken völlig identisch ist mit dem auf einem Filmstreifen, der am Folgetag angeblich vier Kilometer entfernt aufgenommen wurde.

Schatten sollten immer parallel verlaufen, wenn sie durch die Sonne erzeugt wurden. Bei diesem Bild beachte man auch, wie dunkel die sonnenabgewendeten Seiten der Stämme sind! [Ergänzung 2004: Selbstverständlich können die parallelen Schatten etwa durch Geländeunebenheiten auch in der Richtung verzerrt werden!]
Astronaut Walter hatte natürlich gleich eine Erklärung für die unterschiedlichen Schattenrichtungen zur Hand. Das sei ganz normal und bedingt durch die unterschiedlichen Oberflächenstrukturen. An einem Berg sehe der Schatten nun mal anders aus als auf einer schrägen Fläche. Richtig! Aber Schatten, die auf demselben Bild nach links und rechts zeigen, können so nur zustande kommen, wenn die Beleuchtung in unmittelbarer Nähe steht, und nicht, wenn sie von der Sonne stammen. Dann müssen sie zwangsläufig parallel verlaufen.

Astronaut Young (APOLLO 16) gegen die Sonne fotografiert und trotzdem auf der Schattenseite hell beleuchtet: Das geht nicht ohne Zusatzbeleuchtung!
Die Strahlung
Um die Erde befinden sich die hochradioaktiv strahlenden Van-Allen-Gürtel mit ihrer höchsten Strahlungsstärke etwa zehn Kilometer über der Erde. Diese Strahlung bedingt, dass alle bemannten Raumfahrtunternehmungen einschließlich der internationalen Raumstation ISS unterhalb der Gürtel stattfanden und -finden. Für Astronaut Walter war das jedoch vernachlässigbar. Er plauderte locker davon, während seiner Erdumkreisungen habe er 400 rem aufgenommen. 1000 - 2000 rem seien für die APOLLO-Astronauten realistisch, und 5000 rem sei die Maximalgrenze der menschlichen Belastbarkeit pro Jahr. Da seien die APOLLO-Astronauten also weit unterhalb dieser Grenze geblieben.
Ich glaube, Walter hat in der Schule nicht aufgepasst! Wenn das alles wirklich so vernachlässigbar wäre, warum sprechen dann Experten davon, ein Raumschiff, das diese Strahlungsgürtel unbeschadet für die Mannschaft durchqueren wolle, müsste mit einer bis zu zwei Meter dicken Bleiabschirmung versehen werden? Nehmen wir nur einmal an, die APOLLO-Kapseln mit ihrer dünnen Aluminiumverkleidung hätte vor der Strahlung geschützt. Was war dann mit den Astronauten während der Zeit, die sie auf der Mondoberfläche in einem Raumanzug herum liefen? Die Mondoberfläche strahlt - das wissen wir von den Messungen der unbemannten Mondsonden - stark radioaktiv. Und die Anzüge aus Stoff, Plastik und Gummi schützten kein bisschen vor Strahlung. Und was ist mit den Kodak-Filmen, die im Freien gewechselt wurden? Es ist kein Bild bekannt, das radioaktive Schleier zeigt.
Das sagt die NASA
Die eingeblendeten Kommentare der NASA sprechen für sich: "Die Leute, die glauben, dass wir nicht auf dem Mond waren, sind total verrückt!" und "Entscheidend ist letztlich, dass die Vereinigten Staaten Ende der sechziger Anfang der siebziger Jahre auf dem Mond gelandet sind. Ende der Geschichte." (Brian Welch, NASA)
Für mich steht fest: Nach wie vor spricht mehr dagegen als dafür, dass die Amerikaner jemals mit Astronauten auf dem Mond waren.

Und noch ein Schmankerl zum Schluss: Auf diesem Foto von APOLLO 17 hat der fotografierende Astronaut leider nicht aufgepasst: Am oberen Bildrand sind offensichtlich die Scheinwerferreihen der Hallenbeleuchtung erkennbar, einschließlich des durch sie erzeugten Lichtkegels (APOLLO-Originalfoto 20147456)
Anmerkungen
(1) www. space.com
(2) Bill Kaysing veröffentlichte das Buch "We never went to the Moon" (Soquel, CA 1994).
(3) Gernot L. Geise: "Der Mond ist ganz anders!",Hohenpeißenberg 1996, 5. neu überarbeitete und aktualisierte Auflage Michaels Verlag, Peiting 2003.
(4) www.enterprisemission.com
Auf dieser Internetseite sind sehr viele Beiträge (in englisch) veröffentlicht, die sich sehr kritisch mit Mars-Anomalien (Marsgesicht, "City" u.a.m.) sowie verschiedenen Mond-Anomalien beschäftigt.
(5) "What happened on the Moon?" An investigation into Apollo. Did NASA fake the Apollo Record? (Aulis-Publishers 2000; www.aulis.com). Hierbei handelt es sich um zwei Cassetten mit rund vier (!) Stunden Beweismaterial und Videofilmen, die eindrücklich belegen, dass die Mondlandungen gefälscht sind.
(6) Mary Bennett und David S. Percy: "Dark Moon. Apollo and the Whistle-Blowers", London 1999.
(7) Ausführlich, wie die NASA es gemacht hat, in: Gernot L. Geise: "Der größte Betrug des Jahrhunderts? Die APOLLO-Mondflüge", Hohenpeißenberg 2000. Neuauflage: "Die dunkle Seite von APOLLO", Michaels Verlag, Peiting 2002.