Wie sieht die Venus wirklich aus?
Die offiziellen Daten sind voller Widersprüche
(c) 2001 Gernot L. Geise

Zunächst möchte ich die wissenschaftlichen Fakten darlegen, wie sie uns die amerikanischen und ehemaligen sowjetischen Wissenschaftler aufgrund von Raumsonden-Messergebnissen erzählen:
Der Planet Venus wird wie der Planet Mars als Schwesterplanet der Erde bezeichnet, weil beide Planeten in vielen Hinsichten erdähnlich sind. Diese Ähnlichkeit bezieht sich auf die Dichte, die Masse, die Größe und den Sonnenabstand. Ein Venus-Tag entspricht 243 Erdtagen und ist somit länger als ein Venusjahr, das durchschnittlich eine Länge von 224,7 Erdtagen hat. Somit dreht die Venus fast immer die gleiche Seite der Sonne zu. Die Tag-Nacht-Grenze verschiebt sich nur unmerklich langsam. Die Venus-Planetenrotation ist somit rückläufig, retrograd, Venus dreht sich "verkehrt herum".
Die Venus wird von einer dichten, wolkenreichen Atmosphäre umgeben. Sie besteht zu 93-97 % aus schwefelsaurem Kohlendioxid und zu etwa 2 %-5 % aus Stickstoff. Sauerstoff ist zu etwa 0,4 % vorhanden. Weiterhin wurden Spuren von Argon-36 gemessen.
Der Wasserdampfanteil liegt in Nähe der Wolkenschichten bei etwa 1,1 %, während die Wolkenschichten aus hellen gelblichen und dunklen Salz- und Schwefelsäurewolken bestehen. Die Exosphäre besteht aus Helium und Wasserstoff. In dieser Atmosphäre gehen pausenlos Gewitter nieder. Die amerikanischen PIONEER-VENUS-Sonden und die sowjetischen VEGA 1 und 2-Sonden zählten innerhalb von nur fünf Minuten bis zu hundert Blitze in den Wolken. VENERA 11 zählte fünfundzwanzig Blitze pro Sekunde.
Auf der Venus-Oberfläche ist kein Wasser und kein freier Sauerstoff vorhanden. Es wurden hier glühende mysteriöse Brände beobachtet, es regnet oder schneit nahezu ununterbrochen Schwefel oder Schwefelsäure. In einer Höhe zwischen 48 und 63 km beträgt dieser Wert 1 mg/m3 Schwefelsäure.
In der unteren Atmosphärenregion wurden weiß-blaue Leuchterscheinungen beobachtet.
Bis zu einer Höhe von sechzig Kilometern fegen Stürme mit Geschwindigkeiten bis zu 320 km/h über das Land. Dabei zirkulieren die oberen Wolkenschichten in etwa vier Tagen einmal um den Planeten, der selbst viel langsamer rotiert.
Die gemessenen Temperaturen betragen zwischen 462° C und 485° C am Boden. Diese hohen Temperaturen können nicht nur durch den sogenannten Treibhauseffekt hervorgerufen werden, denn Modellrechnungen führten lediglich zu einer Oberflächentemperatur um +300° C. Ungeklärt ist bisher, woher die höhere Temperatur kommt und warum trotz der langsamen Planetenrotation auf der Tages- und Nachtseite gleich hohe Temperaturen herrschen. Die Wissenschaftler tendieren zu der Meinung, dass die Venus eine beträchtliche Eigenwärme besitze, die eventuell aus radioaktiven Prozessen herrühren könne.
Sowjetische und amerikanische Venus-Sonden haben auf der Venus-Oberfläche einen Luftdruck von 80 bis 95 bar (mittlerer Luftdruck: 90.000 Hektopascal) gemessen. Das entspricht in etwa dem hundertfachen Wert des irdischen Luftdruckes.
Die Venus-Vulkane speien kontinuierlich Lava und Asche in die Atmosphäre.
Die sowjetischen Venussonden (z.B. VENERA 8) landeten mit einem speziell entwickelten Doppelfallschirmsystem, das einen zu schnellen Sturz auf die Oberfläche verhindern sollte und eine Aufsetzgeschwindigkeit von etwa 10 km/h ermöglichte. Auch die amerikanischen Venus-Sonden landeten mit Hilfe von Fallschirmsystemen. Trotzdem überlebten nur wenige Sonden ihre Landung um bis zu einigen Stunden, bis ihre Technik versagte.
Bilder der sowjetischen Venus-Sonden von der Venus-Oberfläche zeigen ein zerklüftetes basalt- und granitähnliches Gestein, das trotz der dichten und aggressiven Atmosphäre größtenteils nicht erodiert zu sein scheint. Die Wissenschaftler haben für diesen Widerspruch keine Erklärung. Eine Bodenanalyse ergab u.a. 4 % Kalium, 0,0002 % Uran, 0,00065 % Thorium.
Die amerikanischen Venussonden PIONEER-VENUS 1 und PIONEER-VENUS 2 tasteten die Venus-Oberfläche mit Radarstrahlen ab und ermöglichten auf diese Weise den NASA-Wissenschaftlern, eine Venus-Karte mit Objekten ab fünfzig Metern Größe zu erstellen. Die amerikanische Venussonde MAGELLAN soll bis zu 90 % der Oberfläche des Planeten mit speziellen hochauflösenden Radar-Höhenmessungen erfasst haben.
Alle amerikanischen Venussonden wurden vor dem Start sorgfältig desinfiziert, um zu vermeiden, dass auf die Venus-Oberfläche irdische Bakterien und Keime eingeschleppt werden.
Was stimmt nicht mit den Venus-Daten?
Je mehr ich mich mit der Venus befasste, um so mehr Widersprüche fielen mir in den offiziellen Daten auf. Widersprüche, die zum Teil extrem sind, und wo ich mich frage, wieso sie nicht bereits anderen Leuten aufgefallen sind:
Schauen wir uns beispielsweise Fotos von der wolkenverhangenen Venus an, dann mutet es seltsam an, dass die obere Atmosphäre der Venus ganz ähnliche Wolkenmuster wie die Erde zeigt. Die Wolken bewegen sich im Uhrzeigersinn in vier Tagen um die Venus, also etwa in derselben Zeit, in der irdische Wolken um die Erde kreisen.
Wie wir wissen, bewegen sich die irdischen Wolken
a) durch die Planetenrotation und
b) durch die Temperaturunterschiede zwischen Tag- und Nachtseite. Wie sieht das nun bei der Venus aus?
Da ein Venustag 243 Erdtagen entspricht, hat die Venus nur eine ganz langsame, rückläufige Rotation. Trotzdem sind die (gemessenen) Temperaturen auf der Venus-Tages- und -Nachtseite gleich, es gibt also keine Tages- und Nacht-Temperaturunterschiede. Wenn diese angegebenen Werte wirklich stimmen, dann sei die Frage erlaubt: Durch was werden die Wolken bewegt?
Der Luftdruck auf der Venus-Oberfläche beträgt angeblich um die 90 bar. Wieviel ist das eigentlich? 90 bar entspricht einem Wasserdruck in etwa 930 Metern Tiefe auf dem Boden eines irdischen Ozeans. Wie ist es dann möglich, dass die amerikanischen und sowjetischen Sonden mit Fallschirmen auf der Venus-Oberfläche niedergegangen sein sollen?
Hat eigentlich noch niemand bemerkt, dass diese Behauptung in Verbindung mit der Angabe des Atmosphären-Druckes völlig unsinnig ist?
Bei einer so extremen Dichte wie der vorgegebenen Venus-Atmosphären-Dichte käme ein Abbremseffekt von selbst zustande. Selbstverständlich sollte ein Hitzeschild für das Eintauchen in die oberen Atmosphäreschichten schon vorhanden sein. Doch die enorme Dichte würde jeden Gegenstand abbremsen. Eine Sonde würde gemächlich nach unten torkeln, vergleichbar mit einer Münze, die man flach in einen Wasserbehälter untertauchen lässt, und das ganz ohne Fallschirm.
Als NASA-Wissenschaftler die Eigenschaften der Raumsonde CRONOS diskutierten, die zum Saturnmond Titan geschickt werden und dort mit einem Fallschirm landen soll, erinnerte der NASA-Experte James Murphy daran, dass Titan eine rund 500 km dicke Atmosphäre besitze (= identisch mit der Venus-Atmosphäre!), und dass ein Fallschirm keine Wirkung habe, weil die Atmosphäre zu dicht sei.
Von den amerikanischen und sowjetischen Sonden wurde festgestellt, dass sich in der Venus-Atmosphäre pausenlos zahllose Blitze entladen. In einer der irdischen Atmosphäre vergleichbaren Lufthülle mag das möglich sein, doch - setzt man die von den Wissenschaftlern angegebene 90 bar dichte Kohlendioxid-Atmosphäre voraus, mit Schwefelsäure beladen, hundert mal so dicht wie die irdische, dann kann eine elektrische Aufladung gar nicht zustande kommen, weil eine solche Lufthülle sich selbst erden würde. Blitze können wir dann getrost vergessen, weil sie dann ein Ding der Unmöglichkeit sind. Auch in einem Swimmingpool oder im Meer können keine Blitze entstehen.
Was stimmt jetzt eigentlich? Ist die Venus-Lufthülle hundert mal so dicht wie die irdische - oder bilden sich laufend Blitze? Hat sie etwa nur die Dichte der Erdatmosphäre? Beides passt jedenfalls nicht zusammen.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch die angeblich auf Radarbildern festgestellte Oberflächenbeschreibung erwähnen, wonach ein äquatornahes Gebiet von der Größe Alaskas sehr stark von großen Einschlagkratern mit Durchmessern von 35 bis 165 Kilometern bei einer Tiefe bis zu 400 Metern übersät sein soll. Ein Vergleich mit dem irdischen Mond wurde dabei herangezogen.
Das müssen schon eine ganze Menge ziemlich großer Brocken gewesen sein, wenn sie sich in der genannten dichten Lufthülle nicht zerlegt haben oder verglüht sein sollen, denn wenn die Venus-Lufthülle wirklich so dicht ist, wie angegeben, ist sie ein perfekter Schutz gegen jeden ankommenden Himmelskörper.
Oberflächenaufnahme der Venus von VENERA 10. Unten im Bild ein Teil des Landekörpers.
Oberflächenaufnahme der Venus von VENERA 9. Unten im Bild ein Teil des Landekörpers.
Die sowjetischen Venus-Sonden übertrugen exzellente Oberflächenbilder, bevor sie ihre Funktion einstellten. Ist denn niemandem bisher aufgefallen, dass dies unter den vorgegebenen Umständen der angeblich so dichten Venus-Atmosphäre völlig unmöglich ist?
Auf der Venusoberfläche müsste es stockdunkle Nacht sein! Man erinnere sich daran, wie irdische Unterwasseraufnahmen nur einige zehn Meter unter der Wasseroberfläche aussehen: Die Sonne kann über Wasser noch so hell scheinen, da unten ist es dunkel. Eine hundert mal so dichte Lufthülle wie die irdische hätte den gleichen Effekt: die Lichtstrahlen würden so zerstreut und abgelenkt werden, dass sie den Boden erst gar nicht erreichen. Bei der Venus kommt zusätzlich noch die dichte Wolkendecke hinzu, die ebenfalls lichtabsorbierend wirkt. Diesen Effekt kann man bei unseren irdischen Wolken täglich feststellen.
Fazit: Auf der Venus-Oberfläche müsste es rabenschwarz sein, stockdunkle Nacht. Und dass Venus-Sonden mit Scheinwerfern ausgerüstet waren, um die Landestellen auszuleuchten, wird nirgends erwähnt.
Man offeriert uns exzellente Radarkarten des Planeten Venus. Ein Wunder der irdischen Technik? Die Sache hat einen gewaltigen Pferdefuß:
Unter den angeblich festgestellten Atmosphärebedingungen ist es technisch unmöglich, eine derartige Landkarte mit Radartechnik zu erstellen. Warum? Weil Radarwellen nicht in der Lage sind, ein derart dichtes Medium zu durchdringen. Sie werden zerstreut und abgelenkt. Wenn es so einfach wäre, mit Radar zu kartografieren, dann hätten wir auf der Erde bereits alle unsere Meeresböden mit Radar vermessen. Warum haben wir das bisher nicht getan? Weil diese Technik so nicht funktioniert! Dichte Wassermassen reflektieren Radarstrahlen. Bestenfalls mit Sonar-Geräten (sie werden u.a. in U-Booten zur Orientierung unter Wasser verwendet) ist eine Vermessung möglich. Diese hatten die Venus-Sonden aber nicht an Bord. Und eine derart dichte Atmosphäre, wie sie für die Venus angegeben wird, hätte auf Radarwellen exakt die gleiche Wirkung wie eine Meeresoberfläche.
Übrigens - und davon können militärische Stellen in Ost und West lange Lieder singen - werden Radarstrahlen bereits von "gewöhnlichen" Regenwolken reflektiert. Aus diesem Grund sind auch Radar-Geschwindigkeitsmessungen bei Regen ungültig.
Auch die Angaben der NASA, dass alle US-Sonden vor dem Start sterilisiert worden seien, "um keine irdischen Bakterien zu verbreiten", wäre bei einer sterilisierenden Temperatur von knapp 500° C, die auf der Venus herrschen soll, völlig unnötig - wobei die zusätzliche Eintauchreibungshitze noch hinzu kommt ...
Und was ist mit der Zusammensetzung der Venus-Atmosphäre? Noch Anfang des Jahrhunderts war man, bestärkt durch spektroskopische Messungen, der Überzeugung, dass die Zusammensetzung sich "fast gar nicht von der irdischen unterscheidet".
Was soll man glauben, was nicht?
Stimmen die Daten von der dichten, heißen Venus-Lufthülle, dann gibt es keine Blitze und Fallschirmlandungen, und die Radarkarten sind eine pure Erfindung. Sind die Radarkarten und die Oberflächenfotos jedoch echt, und das nehme ich an, dann können die Atmosphäredaten nicht stimmen.
Die Venus muss eine Lufthülle mit der vergleichbaren Dichte der Erde haben, wenn nicht sogar die Zusammensetzung übereinstimmt, was auch der sonstigen Erdähnlichkeit der Venus entsprechen würde. Anderenfalls könnten die geschilderten Fakten nicht zutreffen. Es ist somit fraglich, ob nicht bezüglich der Atmosphären-Zusammensetzung vorsätzlich Falschdaten verbreitet werden.
Fotos: NASA; GLG-Archiv
Links eine Aufnahme der Venussonde MAGELLAN, rechts eine merkwürdige Struktur (oben rechts) in einem Krater.