Das dunkle Zeitalter (III.)
Jupiter, ein „Vogel der Schönheit“
© 1999 Hans J. Andersen; veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 32/1999
Im 3. Teil seiner Ausführungen konkretisiert der Autor seine These, dass die Erde mitsamt dem Mond in der Vorzeit für einen bestimmten Zeitraum als Satellit den Planeten Jupiter umkreist habe. Er bezieht sich auf überlieferte Aufzeichnungen, deren Schilderungen er auf Jupiter bezieht.
Auf meine Anfrage, wo die Erde gewesen sei während der langen Nacht, erhielt ich eine Antwort von Herrn Kurt Schildmann, Präsident der Studiengemeinschaft Deutscher Linguisten. Sie lautete kurz und bündig:
,,Der Planet, den die Erde eine Zeitlang umkreiste, ist Jupiter. Lesen Sie meine Ausführungen ... dazu“.
Aus den beigefügten zwanzig Schreibmaschinenseiten entnehme ich folgende wichtige Sätze:
,,Das Ara-ara im Popol Vuh heißt nur im Rebus Papagei. Gemeint ist Jupiter. Mit seinen vielen Trabanten gilt er als überaus prächtiger Voge. So auch in Indus-Texten. Vgl. das Abbild des Indus-Textes Nr. M-274. Jupiter, der ,Vogel der Schönheit‘, ein globales Epithet aus den Zeiten, als von Göttern geförderte Hochkultur auf Erden herrschte“.
Dieser global verbreiteten Hochkultur möchte auch ich nachspüren. Nach ägyptischen Überlieferungen werden sie, die vom Jupiter kamen, genauer als Halbgötter bezeichnet. Da es von Göttern schlechthin in allen Überlieferungen nur so wimmelt, erscheint mir die Bezeichnung Halbgötter spezieller, mehr gerade auf den Jupiter zugeschnitten. Götter schlechthin können ja auch vom Sirius, Andromeda, usw. usw. gekommen sein.
Die nebenstehende Abbildung von M-274 zeigt in der Kopfleiste sieben Zeichen, die von rechts nach links zu lesen seien. Sie lautet: Vi-ga *vais sri va ala-la, zu deutsch: ,der Vogel der Schönheit‘, wie ala-la. Schildmann interpretiert im einzelnen:
,,Belege dafür, dass 7-Ara-ara ,Jupiter‘ bedeutet, gibt es in alten Texten 100fach. Bestätigungen, insbesondere für die 7. Jupiter und seine Zahl 7 ist global dominant ... In der Induskultur instituierte man ihm zu Ehren die 7-Tage-Woche“.
Symbole für Jupiter seien „100fach in den alten Texten anzutreffen, mit den klaren Epitheta ,pa‘ Beschützer, ,pi-ta‘ Vater, ,ta-ta‘ Vater, ,ka-ra‘ Schöpfer, ,ya-tri‘ Rächer usw.“. Sicherlich gibt es ebenfalls überall Symbole für die anderen Planeten, das meine ich nicht. Auch bezweifle ich, dass Jupiter deshalb ein ,prächtiger Vogel‘ genannt wurde, weil er viele Trabanten hat, denn das gilt ebenso z.B. für den Saturn. Die Bezeichnung ,Vogel‘ meint nicht die Trabanten, sondern den Planeten selbst, der mit einem am Himmel fliegenden Vogel verglichen wurde. Sondern das Wort ,prächtig‘ drückt Bewunderung für eine Farbenvielfalt aus, die jenen Vogel selbst auszeichnet.
Und genau das ist es, was uns beim Betrachten des Jupiter auf Farbfotografien auffällt! Um das aber überhaupt wahrnehmen zu können, musste die Erde früher einmal dem Jupiter entsprechend nahe gewesen sein. Das ist die entscheidende Feststellung.
Dann aber kommt Schildmann zur Sache, indem er das dritte und vierte Zeichen erklärt: ,,In der Indusschrift verwendet man sauber gezeichnete, transparente Piktogramme als Einführungshilfe. Zeichen Nr. 3 ist ein Vogel. Zeichen Nr. 4 gehört zur Serie der Silben mit anlautendem s- . Hier ist das Wort ,sri‘ ,Schönheit‘ gemeint - ein Sonderfall, denn mehrfach heißt es in anderen Texten, dass Schönheit der Zweck der Schöpfung sei. Der Respekt vor diesem Sonderzeichen ist so erhaben, dass das Zeichen, wie sich aus 2000 von mir übersetzten Texten herauslesen lässt, niemals sinn- oder zweckentfremdet als phonetisches Zeichen, über Rebusverwendung, genutzt wurde. Es stand also unter Tabu“.
Er hat dann Zeichen Nr. 3 und 4 zusammenfassend so ausgedrückt:
,,Der ,Vogel der Schönheit‘ ist also sowohl ein bunter Papagei und gleichzeitig ein Ehrentitel für großartiges Jupitersystem, wie es beschrieben wurde von den wahren Meistern und Lehrern der Menschen der Ur-Kultur, den Herren der planetaren Schiffe.
Die Zeichen Nr. 5, 6 und 7 gehören zum 100fach bestätigten phonetischen Grundbestand der Indusschrift“.
Ist das nicht großartig formuliert?
Meine Symbolforschung am Kalenderproblem
Dann habe ich mich daran gemacht, die fünf Zeichen genauer anzusehen und zu analysieren. Ich bin kein Sprachwissenschaftler, habe aber spezielle Kenntnisse über Zahlensymbolik aus der Zeit vor Erfindung der Schrift gesammelt, als ich es unternahm, viele vorzeitliche Kalender zu entziffern, zu interpretieren und astronomisch zu erklären. Auch meine Studien zum ,,Lesen“ von skandinavischen Felsbildern, die der Kalenderastronomie und astronomischen Chronologie dienten, haben wesentlich dazu beigetragen, meine Kenntnisse zu erweitern. Die Ergebnisse dieser Forschungen habe ich in dem Buch ,,Am Anfang war die Zahl“ zusammengefasst, und die nordische Kalenderastronomie in ,,Fossum und die beiden Sonnen“ angewandt.
Urzahlen als Buchstaben. Götternamen
Dabei ist mir aufgefallen, dass viele Zeichen, die später als Buchstaben benutzt wurden, ursprünglich eine Zahlenbedeutung besaßen. So erklärt es sich, dass in der Vorzeitkultur die wichtigsten Zeichen eine Doppelbedeutung hatten, Zahl und Buchstabe zugleich zu sein. Das war aber schon Jahrtausende vor der Kabbala, die später einem fertigen Alphabet wiederum Zahlen zugeordnet hat, aber anders.

Ausschnitt aus der Jupiteratmosphäre, aufgenommen von VOYAGER 2 (NASA)
Man konnte daher Namen bilden, die zugleich eine Zahlengruppierung zum Ausdruck brachten, und zwar einschließlich gewisser mathematischer Operationen, z.B. dass die Buchstaben der Silben zu addieren, die Silbensummen aber miteinander zu multiplizieren waren usw. Divisionen kannte dieses System, das anscheinend internationale Verbreitung fand, allerdings nicht. Viele Götternamen waren so gebildet und enthalten eine astronomische Bedeutung.
Die Zahlenbedeutung der Namen sorgte lange Zeit dafür, dass die Namen nicht verändert werden durften. Erst als die Wissenden den astronomischen Hintergrund vergaßen, konnte es zur biblischen bzw. babylonischen Sprachverwirrung kommen.
Dieses Wissen wurde, so nehme ich an, von den Halbgöttern an die Erdenmenschen in der Epoche, als die Erde ein Trabant des Jupiter war (über zwei Jahrtausende!), weitergegeben.
,Vollgötter‘ waren sie m.E. aber deswegen nicht, weil sie dann auch die Fähigkeit des Dividierens gekannt und irgendwie in ihr System eingebaut hätten. Viele Außerirdische, die in superperfekten Raumschiffen durchs Universum sausen, können zweifellos mindestens so gut dividieren wie wir. Aber für die ,Halbgötter‘, die im Jupiter existieren, muss das nicht gelten. Sie haben es auch nicht nötig, andauernd in unserer Atmosphäre zu kreuzen, um sich als Götter auszugeben, ohne es möglicherweise wirklich zu sein, und sogar Massenlandungen anzukündigen. Aber als unser Planet ein Trabant ihres ,prächtigen‘ Wohnsterns war, da haben sie es wohl als ihre kulturelle Aufgabe empfunden, uns zu betreuen.
Mathematische Funktionen
In meinem erwähnten Buch habe ich zu allen Buchstaben unseres Alphabets die entsprechenden Zahlenableitungen wiedergegeben, so dass Sie damit arbeiten können. Die alteuropäischen Zeichen waren ursprünglich alle gradlinig, weil sie entweder als aus Holz geschnitzte Stäbchen gelegt oder in Stein eingeritzt wurden. Erst später kamen die Rundzüge von Schreibschriften auf. Unverbundene Zeichenschriften wie bei Glozel oder Burrows Cave halten sich noch größtenteils daran.
Wie viel höher diese Doppelsymbolik gegenüber der heute gebräuchlichen Kabbala stand, ersehen wir daraus, dass sie nicht nur schlicht Buchstaben gleich Zahlen setzte, sondern auch über besondere mathematische Symbole verfügte. Einige davon vermochte ich zu erforschen, die sich auch für unsere Indusschrift als wichtig erweisen werden:
1) Das ,s‘ als eine ausdrückliche Anweisung zum Multiplizieren (und nicht zu addieren)
2) Das ,r‘ als Anweisung zum Potenzieren, allerdings beschränkt auf die Quadratzahl.
Die Potenz, auch bei uns mit sexuellem Beigeschmack, wurde bei den Ägyptern als Höchstes der Götterwelt angesehen, daher ,R‘ als Name des Sonnengottes, gesprochen ,Re‘. Vokale galten ihnen meistens nichts, das ,e‘ dient uns nur zur Aussprache.
3) Vokale hin, Vokale her - aber jedenfalls war das ,i‘ von internationaler Bedeutung, weil es als einfacher Strich in vielen Kulturen für die Zahl 1 stand. Die besondere Bedeutung der Zahl 1 liegt bekanntlich darin, dass man jede Zahl damit multiplizieren kann, ohne sie zu verändern. Man kann also zwischen jede Konsonantenfolge, die eine Produktformel bedeutet, beliebig viele ,i‘ einfügen, um sie aussprechbar zu machen, ohne ihre Bedeutung als Produkt und astronomische Zahl zu verändern.
Ich habe den Eindruck, dass die Sumerer von dieser Möglichkeit besonders gern Gebrauch gemacht haben.
Die Ägypter vereinigten im Namen OSIRIS alle drei Komponenten. Dieser Gott wurde offenbar deswegen zum Herrscher der Unterwelt, weil seine Welt untergegangen war. War er etwa der Astralgott während der ,langen Nacht‘? War er vormals der Jupiter?
Astronomische Interpretation der fünf indischen Zeichen
Nun können wir daran gehen, die fünf Zeichen in ihrer Bedeutung als astronomische Zahlenangaben zu analysieren.
Das dritte Zeichen ist Ihnen schon als ,Vogel‘ bekannt, und ich füge hinzu: Es ist wahrscheinlich als ein allgemeines Planetensymbol anzusehen. Erst durch das nächste Zeichen, ,sri‘, ergibt sich, dass der Jupiter gemeint ist.
Nehmen wir als nächstes das zweite Zeichen hinzu: Es zeigt, nach meiner Auffassung, zwei nach oben gereckte Arme, die je zwei Finger hochheben. Gemeint ist die Zahl 4 bzw., in Verbindung mit dem nachfolgenden Planetensymbol, heißt das: der 4. Planet!
Die Reihe der Planeten ist, wenn man aus geozentrischer Sicht der Antike die Erde auslässt:
1. Merkur, 2. Venus, 3. Mars, 4. Jupiter, unbeschadet des Umstandes, dass die Sieben eine Jupiterzahl ist. Oder, wenn es sich auf die Epoche der ,langen Nacht‘ beziehen soll, als die Venus noch nicht da war, aber die Sonne als Wandelstern wie ein Planet mitgezählt wurde, dann war die Reihe: 1. Sonne, 2. Merkur, 3. Mars, 4. Jupiter.
Allerdings kann ein U-förmiger Bogen auch ein Mondsymbol bedeuten, sogar sehr häufig.
Das sehen wir beim ersten und fünften Zeichen angesprochen. Hier sind je zwei seitliche Abstriche an beiden Schenkeln des Bogens zu sehen, und bei Nr. 5 zusätzlich noch zwei oben eingefügte Striche. Was bedeutet das? Zusatztage. In jedem Falle handelt es sich um zählbare Grundeinheiten, jeweils zwei Tage an jedem Schenkel. Ich deute das als Differenzierung der Monatssymbolik.
Wegen der unterschiedlichen Mondkalender, die es in der frühen Antike schon gab, musste man unterscheiden können, welche Art von Monatskalender man meinte:
1) Am kleinsten war der Monat der Etrusker mit 24 Tagen (gebildet aus drei ,Markt-Wochen‘ zu je acht Tagen) im alten Rom Tridentinum genannt; kommt hier nicht vor.
2) Je ein Strich beiderseits (hier nicht vorkommend) = 26 Tage, war der Monat der Maya. (je zwei Striche beiderseits = 28 Tage, war als Monat vor der biblischen Sintflut allgemein in Gebrauch, als wegen einer Erdbahnstörung durch die Venus der Mond etwas weiter von der Erde weggezogen wurde und der synodische Monat dadurch rund zwei Tage länger wurde. Das ist bei Zeichen Nr. 1 zu sehen. Man könnte seine Information auf die Überlieferung beziehen, dass die Erde ein Mond des Jupiter war, und das Ganze so lesen:
,,Es war einmal ein Mond“ (Nr.1)
,,des 4. (Nr. 2) Planeten (Nr. 3) der Schönheit“ (Nr. 4),
,,seine Monate: i2 zu 30 Tagen (Nr. 5),
,,i und seine Resttage = 10 (Nr. 6) +2“ (Nr. 7)
3) Zwei eingefügte Striche bedeuten zweifellos die beiden zusätzlichen Tage, die der synodische Monat seither und bis heute gegenüber dem siderischen Monat mehr hat. Das ergibt gegenwärtig 29,5 Tage. Aber vor fünf Jahrtausenden waren es, aus astronomischen Gründen, (erlassen Sie mir hier die Berechnung) ziemlich genau dreißig Tage, wie es die alten Kalender eindeutig zeigen. Das ist hier bei Zeichen Nr. 5 zu sehen.
Wer daran zweifelt, dass es so gemeint sei, wird durch eine Gegenrechnung belehrt werden können, die sich aus der ,sri-Formel‘ ergibt.
Die „sri-Formel“
Es handelt sich dabei um die formelhafte Zusammenfassung der drei Sonderzeichen, deren Sonderstellung wir erkannt und als Sonderfall bezeichnet haben. Was besagt die ,sri-Formel‘?
Multiplikation und Potenz derselben Grundzahl! Lies: ,,Einmal die Zahl und noch einmal die Potenz derselben Zahl“.
Bei dem Symbol ,i‘ ist zu ergänzen, was sich aus der weiteren Entwicklung der Vorzeit-Mathematik wohl so ergeben hat, dass ,i‘ stellvertretend für eine beliebige Zahl eintreten konnte, also so ähnlich wie das ,x‘ in unserer Mathematik. Nun ist es aber ungeschriebenes Gesetz damaliger Zahlenprogramme, dass die große Zahl, in diesem Falle die Potenz, zuerst gerechnet wurde. Und dann fügte man hinzu, was noch fehlte, gewöhnlich als Addition einer oder mehrerer Zahlen. Da man die Laute in der Reihenfolge ,rsi‘ aber schlecht aussprechen kann, heißt es eben ,sri‘.
In unserer mathematischen Schreibweise lautet es dann so:
sri = x + x
Um unsere Vorstellungsfähigkeit, was das bedeute, anzureichern, sei dafür eine kleine Tabelle entwickelt, wo für x die Grundzahlen eingesetzt werden (siehe unten).
Zu SR 7: Die Zahl 56 war evtl. als ein Elftel der Kalenderzahl von 616 Tagen bedeutsam - das war die Dauer eines Umlaufes der Erde um den Jupiter als dessen Trabant, ihn siebenmal während eines Jupiterumlaufes umkreisend.
Zur Zahl 42: Es gab einen zweiten kleinen Mond der Erde. Er umkreiste die Erde während eines Luna-Umlaufes 42 mal. Dies ist auf dem Sonnentor-Kalender von Tiahuanaco dargestellt.
Die „sri-Formel“
Grundzahl Quadrat +x Summe
SR 2 4 + 2 = 6 6 Ju-Umläufe = 100 Tzolkin
SR 3 9 + 3 = 12 Teilung des Tierkreises
SR 4 16 + 4 = 20 Maya-Zeiteinheit
SR 5 25 + 5 = 30 Tage synodischer Monat
SR 6 36 + 6 = 42 Zweitmond-Umläufe
SR 7 49 + 7 = 56 56 x 11 = 616 x 7 = JU.
SR 8 64 + 8 = 72 Jahre für 1° Präzession
usw.
Es kann also kein Zweifel bestehen, dass die ,sri-Formel‘ eine große astronomische Bedeutung besitzt. Das hatten die Halbgötter bereits erkannt. Für das Jupitersystem war das wichtig. denn schon SR 2 bedeutete, dass sechs Jupiterumläufe mit rund 26.000 Tagen nicht nur in Analogie zu den 26.000 Jahren zur Präzession stehen. Zwei Monde des Jupiter, der siebte und der zehnte, haben mit 260 Tagen eines Umlaufes eine zeitliche Abstimmung dazu. Denn ein Jahrhundert dieser Kalendereinheit, die die Maya ,Tzolkin‘ nannten, stimmte mit sechs Jupiterumläufen überein; aber auch mit SR 8, wenn wir heutige Sonnenjahre der Erde nehmen.
So ist alles ganz erstaunlich aufeinander abgestimmt, wahrhaft ein Monument der Schönheit, was die Inder mit dem Ausdruck ,sri‘ verherrlicht haben. Wenn indes die Ägypter an Osiris erinnerten, dann benutzten sie für die Planetennummerierung für die Zahl 4 den Buchstaben ,O‘. Und als erster Buchstabe des Gottesnamens wurde die Zahl zur Ordnungszahl des jeweiligen Planeten. Lassen wir das ,O‘ weg, so bleibt ,siris‘, und das meint offensichtlich dasselbe wie ,sri‘, also den ,Jupiter der langen Nacht‘.
Nach dieser ,sri‘-Tabelle ergibt sich der synodische Monat aus i = 5. Die Zahl Fünf wurde bei den Römern wie ein V geschrieben, war aber lange Zeit völlig identisch mit dem Buchstaben U, dem Mondbogen der Urzeit. Erst Kaiser Claudius hat die beiden Buchstaben unterscheiden lassen. Der Mondbogen des 5. Zeichens ist demnach zugleich Symbol der Urzahl Fünf. Deshalb bedeutet das fünfte Zeichen tatsächlich dreißig Tage. Wer also an der Bedeutung von Nr. 5 als synodischem Monat noch gezweifelt haben sollte, hat hier den Beweis.
Außerdem ist die Stellung des jeweiligen Zeichens in der Reihenfolge der sieben Zeichen zu beachten: Es ist das fünfte Zeichen! Auch darum die Zahl Fünf.
Aber das dritte und vierte Zeichen, zusammengenommen in seiner Bedeutung für den Planeten Jupiter, kann auch in dieser Kombination seine Jupiterzahlen liefern:
3 + 4 = 7, und 3 x 4 = 12. Denn auch die Zwölf ist astronomisch wichtig. Sie wird sogar ausdrücklich angeführt: Und zwar durch die beiden letzten Zeichen. Sie gleichen unseren römischen Buchstaben H und der römischen Zahl II. Zeichen Nr. 7 ist auch hier als Zahl Zwei zu verstehen. Das H können Sie aus meiner Urzahlen-Tabelle entnehmen: es war die Zahl Zehn.
Zusammengezählt ergibt sich für Zeichen 6 und 7 nunmehr 10 + 2 = 12.
Der Jupiterumlauf
Das Sonnenjahr unseres Planeten wurde in den alten Kalendern gewöhnlich so gegliedert, dass man die Anzahl der synodischen Monde bzw. der (auf volle Tage gerundeten) Monate angab, zusammen mit einem Mondsymbol, und zum Schluss die Resttage, die dem Mondjahr noch hinzugezählt werden mussten. Diese Resttage deutlich und groß. Bei Planetenumläufen, wie der des Jupiter, ist eine ähnliche Gliederung zu erwarten, zumal die Erde ein Trabant des Jupiter gewesen ist. Als Gleichung vorgegeben:
Planetenumlauf = x synodische Monde + y Tage.
Speziell für den Jupiter sollten nun x und y identisch sein, im Sinne der ,sri-Formel‘ werden x und y durch ,i‘ ersetzt:
1 JU = ,Vogel der Schönheit‘ ,sri‘ = i2 mal (Zeichen Nr. 5) + i Tage.
Für Nr. 5 sind 30 Tage einzusetzen.
Für ,i‘ sind die Zahlen der Zeichen 6 und 7, also 10 + 2 = 12, einzusetzen.
1 Jupiterumlauf = 12 x 30 + 12= 144 x 30 + 12= 4332 Tage
Somit ist also mit der ,sri-Formel‘ die Dauer eines Jupiterumlaufes auf den Tag genau bestimmt worden.
Literatur
Hans J. Andersen: „Am Anfang war die Zahl“, in der Reihe IMAGO MUNDI, Nr. 5/1993, Studienreihe des Kult-Ur-Instituts e.V., 155 Seiten, zu beziehen im Andersen-Verlag, Körnerstraße 84, D-58285 Gevelsberg
Hans J. Andersen ist u.a. Autor des Sachbuches „Polsprung. Prophezeiungen und wissenschaftliche Analysen“ (G. Reichel Verlag, ISBN 3-926388-43-9)