© Hans J. Andersen

Das dunkle Zeitalter (V.)

Jupitermonde und Kalender

(Veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 35/1999)

 

1. Jupitermonde im Überblick

War die Erde wirklich einmal ein Trabant des Jupiter? Dann müssten sich eigentlich irgendwelche Beobachtungen nicht nur des Jupiter selbst, sondern auch über Eigentümlichkeiten einiger Monde in Überlieferungen erhalten haben. Darum erscheint es angebracht, zunächst einen Überblick über das System der Jupitermonde zu vermitteln.

Ein Überblick über die Jupitermonde und ihre Umlaufperioden ergibt nämlich folgendes Bild (siehe Tabelle):



Die vier großen Monde sind Objekte besonderer Forschungen geblieben, wobei natürlich besonders die Frage interessiert, wie weit dort Leben existiert. Ich stelle diese Frage zurück.

Uns interessiert zunächst die Frage, wie weit die Umläufe der Monde wichtig waren für eine Menschheit, die mit der Erde den Jupiter umkreiste. Hat man etwa bestimmte Mondumläufe für einen Kalender benutzt?

Man weiß ja, dass auch unser Mond Luna mit seinen Umläufen für Urformen der Zeitrechnung als Monatskalender benutzt wurde und immer noch benutzt wird, wie im Islam. Für Bewohner im Bereich der Großplaneten, deren Umlauf um die Sonne viel zu lange dauert, um ein handliches Zeitmaß abgeben zu können, müssen Mondumläufe noch wichtiger sein, so auch beim Jupiter. Und welche seiner Monde hatten sich dafür wohl geeignet?

Wir können die Jupitermonde in drei Gruppen einteilen:

Innere Monde mit einer Umlaufzeit bis zu 17 Tagen, nach einer großen Lücke folgen die mittleren Monde mit 254 bis 276 Tagen. Abermals nach großer Lücke die äußeren Monde mit über 500 Tagen.

Welche Monde würden sich für Kalenderzwecke geeignet haben?


 Der Jupitermond Leda (Pfeil)


 

2. Jupitermonde standen Modell für Erden-Kalender

Die inneren Monde laufen zu schnell um den Jupiter, die äußeren brauchen zu viel Zeit. Nur die mittlere Gruppe kommt in Betracht.

Der Mond Nr. 7 (Elara) hat nach dieser Tabelle eine Umlaufzeit, die 260 Tage um nur sechzehn Stunden überschreitet, ebenso wie der Mond Nr. 10 (Lysithea). Leda (Nr. 12) liegt mit 254 Tagen nur knapp unter 260 Tagen, Himalia (Nr. 6) mit 266 nur knapp über 260 Tagen. Jedenfalls ist der Umlauf zu rund 260 Tagen auffällig.

Was lehrt nun ein Studium altorientalischer Kalendersysteme?

1.  Mittelamerika: Die Übereinstimmung mit dem altamerikanischen Kalenderzyklus zu 260 Tagen - Tzolkin bzw. tonal-amatl genannt - ist so offensichtlich, dass man eigentlich keinen Augenblick daran zweifeln kann, dass die astronomische Grundlage für diesen Kalenderzyklus, die man bislang vergeblich gesucht hat, im Jupitersystem vorhanden sind, heute wie vor Jahrtausenden.

Sonderbar, dass noch niemand darauf gekommen ist, in einem astronomischen Handbuch die anderen Planeten und ihre Monde unter die Lupe zu nehmen. Autoren, die über Astronautengötter schreiben, hätten das als willkommenes Argument verwenden können, dass Raum­fahrer vom Jupiter diesen Kalender den Erdenmenschen übermittelt hätten. Ich vertrete aber die Auffassung, dass die Erdenmenschheit durch eigene Beobachtung die Umlaufzeiten dieser Monde ermittelt haben kann und erblicke darin ein gewichtiges Argument dafür, dass die Erde für geraume Zeit ein Trabant des Jupiter gewesen ist.

Diese Monde fügen sich der allgemeinen Umlaufrichtung ein, der auch die großen inneren Monde folgen, nur die Bahnneigung ist größer und entspricht mit 28° dem Saturnsystem.

Neuerdings ist allerdings ein Versuch unternommen worden, eine Beziehung zum Sonnenfleckenzyklus der 68302 Tage (= 187 Jahre) her zustellen. Aber was Gilbert und Cotterell dafür anführen, kann schwerlich überzeugen, denn die 260 sind in den 68302 ja nicht einmal im Sinne eines Vielfachen enthalten. Statt bei der Sonne zu suchen, hätten sie sich mit dem Jupiter beschäftigen müssen.

Da ist es auch unschwer möglich, eine Beziehung des Tzolkin zum Jupiterumlauf selbst zu erkennen:

100 Tzolkin sind rund 26000 Tage, 6 Jupiterumläufe zu 4332,6 sind 25.995 Tage.

Dazu habe ich feststellen können, dass genau diese Zeitspanne von rund 71 Jahren vor rund fünf Jahrtausenden einmal von außergewöhnlicher Bedeutung gewesen ist, als Endzeit vor der biblischen Sintflut. Das mögen Sie in meinen Veröffentlichungen über das Sonnenjahr nachlesen.

2. Genesis: Äußerst wichtig war dann meine Entdeckung, dass die eben erwähnte Epoche der 100 Tzolkin identisch war mit den 100 biblischen ,,Jahren”, die in der Genesis-Chronologie vom 500. bis 600. Jahr Noahs vergingen, bis zur Sintflut. So kam ich dar auf, dass die Jahre Noahs ebenfalls Tzolkin gewesen sind - sogar die ganze Zeit der Patriarchen von 1656 angeblichen ,,Jahren” von Adam bis zur Flut waren Tzolkin! Es handelte sich offenbar um eine Zeitrechnungseinheit, die sowohl in der Neuen als auch in der Alten Welt in Gebrauch gewesen ist. Sie hat sich lediglich in Mittelamerika bis zuletzt erhalten, bis die Spanier ins Land kamen.

(Wie sich die Genesis-Chronologie in die Epochen der Vorzeit einfügt und datieren lässt, lesen Sie in ,,Polsprung”, S. 90.)


Literatur

Hans J. Andersen: „Am Anfang war die Zahl“, in der Reihe IMAGO MUNDI, Nr. 5/1993, Studienreihe des Kult-Ur-Instituts e. V.; zu beziehen im Andersen-Verlag, Körnerstraße 84, D-58285 Gevelsberg

Hans J. Andersen ist u.a. auch Autor des Sachbuches „Polsprung. Prophezeiungen und wissenschaftliche Analysen“ (G. Reichel Verlag, ISBN 3-926388-43-9)


(nach oben) (zurück zur Themen-Übersicht)