Walter Haas

Notizen zu Wissen und Wissenschaft

(Veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 27/1998)

 

Nun gut. — Es geht also um Wissen, um Erkenntnis, um Verifikation und Falsifikation.

Aber es geht nicht nur immer auch umgekehrt: es geht auch seltenverkehrt, spiegelbildlich, kindisch, holografisch, obszön bis verworren sowie gnadenlos exakt nach scheinbar irdischen Maßstäben. — Ich liefere keine Philosophie, ich fördere vielmehr das enthemmte Denken! Ich bin Humantiker (C. M. Allen). Selbst der Kulminationspunkt meines intellektuellen Seins vermittelt nicht mehr zwingend das Bedürfnis, meinem Emotionalkörper insoweit Erleichterung zu verschaffen, dass er sich manifestiert, also z.B. schreibend in Erscheinung tritt (Die meisten meiner Texte entstehen für den kosmischen Zettelkasten, Akasha. Dieser hier entstand im September 1997, und weil einige Stunden übrig waren, habe ich mich heute doch zum Abtippen entschlossen) — irgendwann ist der Punkt erreicht, wo man auf jeglichen Besserungsvorschlag, der sich lediglich innerhalb der konventionellen geistigen Infrastruktur bewegt, verzichtet, weil man weiß, dass die Menschheit sich schon — wie Karl Kraus bereits zu Beginn dieses Jahrhunderts erkannte — irgendwie ,zusammenseparieren‘ muss (Die Einheit der Verschiedenheit wieder herstellen. Oder Ordo ab Chao. Oder...). Das Hauptproblem der momentan dominanten Art von Wissenschaft (Wissenschaftlhuberei, wieder frei nach Kraus) liegt sonach weniger in ihrem Anspruch, eine zu sein, als vielmehr darin, für die erkenntnistheoretischen und methodologischen Systeme, welche sie spätestens seit Descartes postuliert, Titel und Macht zu erhalten, bezahlt zu werden und Anerkennung zu heischen (der Dreibund Geld, Macht und Eitelkeit). Im Grunde hat jeder recht, wann und wo immer er sein Weltverständnis quasi coram publico vorträgt, eben weil es seine Anschauung ist. Sie mag noch so haarsträubend falsch und grundsätzlich manipuliert sein: er glaubt sie. In die Wirklichkeit, in seinen Realitätstunnel (R. A. Wilson). Erst wenn seine anderen, unsichtbaren Körper gegen derartige innere Verfestigung und Stagnation rebellieren (z.B. durch Schicksalsschläge oder Eingriffe aus der kosmischen Zufalls-Kontroll-Zentrale) wird das schöpferische Chaos wiederhergestellt. Zum Teufel also mit den sogenannten objektiven Tatsachen, Gegebenheiten und Verhältnissen! Panta rhei, nicht wahr? —

1 + 1 ist längst noch nicht in jedem denkbaren Falle 2. Der Mensch Frau sowie der Mensch Mann summieren sich rein rechnerisch zu zwei Menschen. Verkehren sie miteinander, kann jedoch unter anderen Umständen ein dritter entstehen. In diesem Falle ergäbe somit die Addition dieses einen Menschen und jenes anderen eben drei Menschen. Ziemlich idiotisch, nicht wahr? Oder vielleicht doch nicht so ganz? Die Drei war (ist) universell, heilig, geometrisch, praktisch und gut, bis sie in die Vier fiel, bis sie nur mehr Länge, Breite, Höhe und Tiefe wurde. Diese Erkenntnisweise reicht heute nicht mehr. Bin ich etwa nicht ,,eine Rose, die eine Rose im Knopfloch trägt“ (Arp)? Oder besser: ein Lotos, der den Lotos nicht nur repräsentieren, sondern uneingeschränkt leben sollte? Ich wusste beispielsweise zu keinem Zeitpunkt mehr als an dem Tag, der mich ,irrational‘ werden ließ. Akademisches Wissen war gut fürs Kali-Yuga, das dreidimensionale Äon. Aber nun, jetzt, hier und heute? Sollten wir dergestalt fortfahren?

Also: echtes Wissen ist mitnichten vermittelbar, sofern und soweit es ausschließlich intellektuell eingehen soll! — ,,Es gibt noch keinerlei Beweise dafür!“ Nun, welche Art von Beweisen wird denn bitteschön gewünscht? Wem soll ich Beweise dafür kredenzen, dass ich denke? Etwa ein epistemologisches Problem? In der Tat. Je pense, donc je suis wurde der breiteste gemeinsame Leisten, über den ,man‘ Menschheit schlagen konnte. Oder doch nur das kleinste, gemeinsame Dummfache? Ich muss eben nicht — wie z.B. MUFON — nach physikalischen Spuren für das Vorhandensein von UFOs fahnden, sofern ich unmittelbaren Kontakt haben kann. Der physikalische Beweis zählt, ist vermeintlich objektiv (aber nur im Realitätstunnel eines 3-D-Forschers); der persönliche Kontakt rein subjektiv bis spinnert.

Was meinte Charles de Montesquieu? ,,Wenn Dreiecke einen Gott hätten, würden sie ihn mit drei Ecken ausstatten.“ Zur Frage der Faktizität von UFO-Sichtungen und Erlebnissen bis zur vierten Art ist in dem Buch ,,E.T. 101 — Die kosmische Bedienungsanleitung zur Planetaren Evolution. Vereinfachte Notausgabe Erde“, Zweitausendeins Verlag, in den folgenden Sätzen alles gesagt:

,,Manche Menschen auf diesem Planeten sind sicher, dass die Erde gegenwärtig Besuch von UFOs erhält. Die meisten Menschen halten das für eine absurde Annahme von Randgruppen, deren Mitglieder mehr oder weniger plemplem sind. In dieser Auffassung werden sie von ihren Regierungen bestärkt, die beschwören, dass es keine UFOs gibt und dies mit Tonnen von streng geheimem Material beweisen können. Die UFO-Anhänger weisen ihrerseits zu Recht darauf hin, dass keine Regierung Geheimakten über etwas braucht, was es nicht gibt...

Die Geschichten über UFOs stammen von Leuten, die wir gerne als ,Technofreaks‘ bezeichnen. Sie haben sich derart in dreidimensionale Phänomene verguckt. dass sie glatt das Boot übersehen, während sie nach dem Dampfer Ausschau halten.“ (Hervorhebung des zweiten Absatzes von mir)

Alles, wirklich alles befindet sich in jedem Menschen! Auch sämtliche Beweise, sofern erwünscht und ernsthaft angestrebt. — Und vice versa? — Alle Indizien sprechen gegen ihn: er wird verurteilt. Jahre bis Jahrzehnte später stellt sich heraus, dass wichtigste Gesichtspunkte und Aspekte des ,Falles‘ übersehen wurden. Und wenn es nur die Frage nach der kosmischen Gültigkeit von Schuldzuweisungen überhaupt war.

Systeme haben stets eine dysfunktionale Komponente. Etwas ist ihnen immer inhärent, das sie früher oder später implodieren oder explodieren lässt. Dies bedenke, wer Dogmen oder neue Axiome verkündet, und schweige vornehm, wenn auch nur ein Zweifel Löcher für unbekanntes, fremdes Licht einreißt! Das Kind — die Wissenschaft — ist zu früh in die Eigenständigkeit entlassen worden. Sie wollte sich im alles beherrschenden Kirchengeviert mausig machen und ist doch bloß der neue Kater geworden. Wissenschaft war so lange eine Kunst, bis sie Bibeln herausgab, von denen doch niemand wissen kann, ob sie ausschließlich Lehrbücher oder erneut dogmatische Dekrete auf voluminösen Gesetzestafeln sind. Wissenschaft muss eine nicht lehrbare Kunst werden, sein und bleiben, wenn sie denn eine sein will! Leonardo wusste dies, Goethe wusste dies — und jedes heutige Kind weiß dies vor der alles sozialisierenden Sozialisation!

Die Schritte sind bestechend logisch: von Wundt, zu Pavlov, zu Dewey, zum General Education Board. Die Leipzig-Connection eben.

Der Mensch als konditionierbarer Reiz-Reaktionsmechanismus. Das sprechende Tier, das inzwischen ganz und weitgehend global erzieht. So funktioniert das heute, und so funktioniert der von öffentlicher und vor allem von privater Hand finanzierte akademische Betrieb (Wer vergibt die meisten Forschungsaufträge?). Dies alles finde ich vor und vermag es mittlerweile in mein Wissen zu integrieren, ohne paranoid zu werden. MUFON mag in hundert Jahren vor einem sogenannten UFO stehen: sie werden vermutlich noch immer diskutieren, ob es sich um eine Halluzination, eine psychosomatische Extrapolierung oder doch nur um ein verirrtes Polarlicht handelt. Die Argumente sind ehrenwert. Ich habe keinerlei Vorhaltungen abzuliefern. Es sei jedoch die unpolemische Frage erlaubt: was trägt der Wissenschaftsbetrieb zum echten, wahren und somit spirituellen Fortschritt des Menschen bei? Was nutzt er, wozu taugt er, und an erster Stelle: Cicero's Cui bono?

Also: cui bono? Die allseits belächelten und flugs ins Reich von Paranoia und persönlicher Unzulänglichkeit abgeschobenen Verschwörungstheorien. Klüngeln (hier bei uns in Köln); kungeln; eine Hand, die die andere wäscht; burschenschaftliches Verbundensein bis zur Lions- und Rotariermentalität: man kennt sich, man sieht sich, man schiebt sich. So fängt's an. Ein akademischer Titel schützt einen nicht davor, auf engstem emotionalem Raum ausgetrickst, in Anspruch genommen und ärgstenfalls gar komplett unmöglich gemacht zu werden (Siehe z.B. Falke: ,,Die unsichtbaren Waffen der Macht“, Ewert-Verlag, ein österreichischer Biologe, der sein Buch vorsorglich unter Pseudonym publizierte).

Also? Der Akademiker sollte wissen, dass es in jeglicher Fakultät jemanden gibt, der hinter ihr waltet und schaltet, der tatsächlich und wenigstens etwas mehr weiß, der infolgedessen globaler zu agieren versteht. Er sollte wissen, dass er allenfalls Priester seines Fachs werden kann, aber auch als Diakon und Ministrant sein physisches Dasein noch auskömmlich fristet. Zum Hohepriester braucht es dann schon ein wenig mehr ...

Die strukturelle Dummheit ist heute eben allzu greifbar, materiell, zu dominant, um selbst auf archaische Weise weiter ignoriert werden zu können. Ein Schritt weiter, und wir müssten bereits vom elektromagnetischen Chauvinismus (Dr. J. Lilly, R. A. Wilson, Dr. T. Leary) sprechen: ,,Keine schnellere Fortbewegungsart als Licht“. Man sollte niemals wieder sagen: Ich weiß es nicht. Diese Aussage ist nur Ausflucht und vor allem unpräzise. Also: Ich vermag es z.Zt. nicht zu ermitteln; es wirkt momentan weder auf meinen Emotional-, noch meinen Mentalkörper. Daraus ableitbar: Dies ist noch längst kein Grund, Argumente, Theorien oder gar komplette Wissenssysteme der öffentlich bestellten Wissenden anzunehmen und demzufolge mehr hilflos als überlegt dem Alltagsdenken und dem Alltagsleben einzuverleiben! Die Frage an das höhere Selbst richten und seine Antwort z.B. in Form der nächst eingehenden Intuition in Ruhe und mit Geduld abwarten; seinen Geist und Intellekt bis dahin offen halten und nicht mit vorgefertigten Fremd-Antworten programmieren, welche nur unnütz das Unterbewusstsein belasten, indem sie die geistige Motorik unmerklich auf schon asphaltierte Denkbahnen lenkt.

Der Übergang von Peitschenschwinger zum Striemenempfänger ist heute fließender denn je. Es gibt da so allerhand panisch-metaphysisches Irresein. Und schon sind wir da, wo die 3-D-Wissenschaftsspiele die engste Verbindung mit dem alles beherrschenden Geldspiel eingehen. Machten Sie eine Erfindung und hatten sogar das Geld für die Patentierung, kann es Ihnen dennoch passieren, dass der von Ihrem Patent betroffene Konzern Sie mit Millionen auf seinen Leim kriechen lässt. Gelingt dies wider Erwarten einmal nicht, dann sehen Sie sich vor oder emigrieren in irgendeine Wüste.

Robert Anton Wilson hat auch den wichtigen Satz formuliert: ,,Besteuerung ist auf dem Waffenmonopol aufgebauter Raub.“

Erst mal schlucken und darüber nachdenken. Thomas von Aquin war, wenn auch nicht wortwörtlich) derselben Ansicht. Und wie war das eigentlich mit dem ursprünglichen Zinsverbot der Katholischen Kirche? Auch der Islam hat strenge Zinsvorschriften (Siehe hierzu die Stellungnahme von Ghulam Totakhyl, Generalsekretär des lslamrats für Deutschland, in der Kirchenzeitung Köln, Nr. 46 vom 14.11.1997, wonach der Islam Zinsen grundsätzlich verbiete).

Was ist aber nun eine von Geldmitteln abhängige Wissenschaft? Und weiter: was ist die moderne Wirtschaftswissenschaft überhaupt? Nichts weiter als eine ausgeklügelte Chimäre.

Die ,Wissenschaft‘ vom Geld, von Inflation und Deflation, von Hausse und Baisse, von Aufwertung und Abwertung? Werden Kapital, Grundvermögen, Produktionsmittel und Arbeit wirklich gleich bewertet? Und ist diese Gleichbewertung überhaupt angemessen? Ist die menschliche Arbeitskraft dem Kapitaldienst im weitesten Sinne dermaßen zu subordinieren, wie dies heute geschieht?

Geld ist eben nicht Gold, speziell aus hermetisch-okkulter Sicht. Unsere Geldflüsse werden gelehrt und behandelt, als unterliege ihre scheinbare Systematik einer naturgesetzlichen Grundlage und nicht der Willkür gewisser Personenkreise. Geld als schwarzmagisches Elemental, geschaffen, um die Ziele ehrbarerer Menschen zu prostituieren, geschaffen, um jedes wahrhaft spirituelle Tun an eine wahnhaft-materielle Bedingung zu knüpfen? (Geld ist auch die Decke, an der selbst die New-Age Protagonisten sich ihr spirituelles Köpfchen stoßen...)

Andererseits: Geld als die materialisierte, greifbare Illusion, alles verheißend, aber nichts wirklich einlösend. Ich gehe mit jeder Wette, die die totale Priorität von Jedermanns/Jederfraus Brieftasche vor Jedermanns/Jederfraus Seelenvermögen behauptet! Sie wollen heute die Wahrheit suchen, ohne finanzielle Absicherung? Versuchs mal einer!

Demzufolge sollte Wissenschaft der wirklich unabhängige und unendliche Progress von Neugier und Lernenwollen überhaupt sein. Wissen und Wahrheit sind niemals zu Ende und erschöpfen sich niemals im fein abgezirkelten Raum jedes rein intellektuellen, nur empirischen Maßstäben und vor allem sich selbst genügenden Systems! Neues Wissen ereignet sich stets dann, wenn man es sich im Leben nicht allzu bequem eingerichtet hat. Die Gewohnheiten sind tödlich: sie lähmen die Empfänglichkeit, Unorthodoxes anzunehmen, zu bedenken, weiterzuentwickeln und schließlich neu zu integrieren. —

,,Etwas, das da ist, hat eine Beziehung auf Anderes. Das Andere ist ein Daseiendes als Nichtsein von Etwas.“ (Hegel) - Hat man schon auf kompliziertere Weise nichts gesagt? Fragt mit einfachem, logischem Denken in die diversen Begriffshöllen hinein und ihr werdet so manche Überraschung erleben! Scheut euch nicht, einem darniederliegenden Kinde, welches mit irgendeinem dogmatischen Bade ausgeschüttet wurde, wieder aufzuhelfen.

Percival Lowell sah Marskanäle; John Archibald Wheeler postulierte Multidimensionalität; Immanuel Velikovsky sah bereits ,Worlds in Collision‘ und ,Earth in Upheavel‘, als offiziell noch eine globale lnfluenza für das Aussterben der Dinos verantwortlich gemacht wurde; Herbert George (Orson) Well(e)s proklamierte die Invasion vom Mars, als die Invasion der Dummschwätzer in Jedermanns/Jederfraus Seele und Unterbewusstsein bereits in vollem Gange war.

Dennoch sage ich, dass die Eingriffe jener Dummschwätzer vonnöten waren. Der globale Leidensdruck muss wohl oder übel erhöht werden. Mit plumpen Märchen ließ sich ,Menschheit‘ in den physischen Schlaf singen. Doch mit Wahrheiten ist sie derzeit offensichtlich mitnichten wach zu kriegen.

Ich stehe ein für die gewisse Art von okkulter Zensur, die verhindert, dass Menschen, die eine kosmische Wahrheit noch nicht in ihren Kopf kriegen, sie gleichwohl mit Füßen zurück ins Weltall treten! Denn aus einer missverstandenen und missdeuteten Wahrheit muss nicht erneut ein weltumspannendes Blutbad á la Freiheit - Gleichheit - Brüderlichkeit werden. Künftigen Generationen sollte erspart bleiben, die maß- und unmaßgebenden Dummschwätzer ihrer jeweiligen Zeitalter auch noch in Lexika zu verewigen.

Warum? ,,Was einem nicht beschert ist, das führt eine Mück' auf dem Schwanze davon!“ krächzt der eine Strolch zum andern in Carl Orffs Oper ,,Die Kluge“. So kann's gehen. So mag ein ausgewiesener Genius jahrzehntelang nach irgendeiner goldenen Nadel im gröbsten Heuhaufen suchen, nur um noch zu erleben, dass sie alsbald von einem fachlichen Tölpel gefunden wird (Was tun eigentlich die Profi-Astronomen? Ständig war in den vergangenen Jahren zu hören und zu lesen, dass auftauchende Kometen stets von Amateuren und Laien ihres Faches entdeckt wurden. Charles Hoy Fort berichtet in ,,New Lands“ von weiteren ,Seltsamkeiten‘ dieses Berufsstandes).

Mehr denn je ist es heute von allergrößter Bedeutung, alles im geistes- und naturwissenschaftlichen Bereich in Frage zu stellen, nichts zu akzeptieren und alles zu hinterfragen. Verschont mir auch die Theologen nicht! (Was tut eigentlich ein Moraltheologe? Was ist das für eine spezielle Sorte von Moral, die in dickleibigen, nur dem akademischen Nachwuchs und einigen Interessierten vorbehaltenen Wälzern so umständlich erklärt wird? — Erklär's mir mal einer).

Ein besseres Axiom könnte etwa lauten: „Ich weiß“ ist Blasphemie, und zwar dem eigenen höheren Selbst gegenüber! Es wird vielleicht Kopfschütteln und das bekannte Grinsen der vieles Glaubenden, aber wenig Wissenden verursachen, wenn ich verrate, dass ich schneller auf dem Mond sein kann als der prominente Astronom sein Teleskop ausgerichtet hat.

Und Gott? Er bleibt zwar tot, Er ist freilich dennoch sehr lebendig. Ich habe Ihn nie gesehen, weil Er mir jeden Tag begegnet. Und der Teufel war nie tot, weil er niemals lebendig war. Ihm begegne ich zuweilen noch häufiger. — Also? — Panta rhei, nicht wahr?

Vor zehn Jahren begann mich ,Wissenschaft‘ zu langweilen. Heute langweilen mich zusätzlich noch UFOs, Pendeln, Hellsehen und Helmut Kohl (keine Polemik, sondern nur ein Symbol für die obwaltende irdische Säugetierpolitik). Langeweile ist, nach Ludwig Marcuse, ein sicheres Anzeichen für begründeten, wenn auch unbewusst-latenten Überdruss am schon Gewussten.

Es wird nichtsdestotrotz jetzt sehr rasch gehen müssen mit dem Heiligwerden. Dies ist auch bitter nötig. Denn ich verspüre nun keinerlei Lust mehr an dem gut begründeten Horrorszenario, eventuell nur Statist in einer der idiotischen Shows irgendwelcher kosmischen Monty Pythons zu sein! —

Je pense, donc je suis? — In Ordnung, solange es der evolutionären Entwicklung des spirituellen Menschen diente ... wird einstens jemand gesagt haben können...

 

,,Alle, die Krieger der alten Gesetze sind, alle, die Eroberer der alten Gesetze sind, die die Menschen versklavt haben — ihre Tage sind zu Ende. Siehe da, es wird ein großer Schrei ertönen. Er wird von der Seele des Menschen kommen, denn der Mensch, der unter der Tyrannei bedrohlicher Gesetze lebt, wird frei sein.“

(Ramtha)


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